Erweiterte Funktionen
Euroraum: EZB erhöht erstmals die Leitzinsen
08.08.22 09:57
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Trotz robuster Wachstumsraten in der Eurozone im ersten Halbjahr droht die Währungsunion in der zweiten Jahreshälfte in eine Rezession zu fallen, so die Analysten von Postbank Research.
Immer weiter steigende Preise und bestehende Knappheiten würden die Konjunktur belasten.
Die Einkaufsmanagerindices sowohl für das Verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor für den Monat Juli seien auf 49,8 bzw. 51,2 Punkte gesunken und würden damit eine deutliche Wachstumsabschwächung signalisieren.
Die Inflationsrate habe indes neue Höchststände erreicht. Gemäß der ersten Schätzung habe die Teuerungsrate in der Eurozone im Juli bei 8,9% zum Vorjahr gelegen. Bemerkenswert sei vor allem der Zuwachs der Kerninflationsrate gewesen, die auf 4,0% angestiegen sei.
Die EZB habe im Juli zum ersten Mal seit 2011 an der Zinsschraube gedreht. Sie habe alle drei Referenzsätze um 50 Basispunkte angehoben und damit mehr als zuvor signalisiert und von Volkswirten erwartet. Vor dem Hintergrund des weiterhin ungebrochenen Preisdrucks scheine ein weiterer Zinsschritt in ähnlichem Umfang im September nicht ausgeschlossen. Daneben habe sie auf der Juli-Sitzung ein neues Anleiheankaufprogram vorgestellt, das im Krisenfall Staats- und Unternehmensanleihen kaufen könne.
Die Rendite 10-jähriger Bunds habe zuletzt starken Schwankungen unterlegen. Auf Sicht von sechs Monaten könnte sie nach aktuell 0,86% (Stand: 04.08.2022 ) auf 1,55% steigen. (Ausgabe Zinsbulletin August 2022) (08.08.2022/alc/a/a)
Immer weiter steigende Preise und bestehende Knappheiten würden die Konjunktur belasten.
Die Inflationsrate habe indes neue Höchststände erreicht. Gemäß der ersten Schätzung habe die Teuerungsrate in der Eurozone im Juli bei 8,9% zum Vorjahr gelegen. Bemerkenswert sei vor allem der Zuwachs der Kerninflationsrate gewesen, die auf 4,0% angestiegen sei.
Die EZB habe im Juli zum ersten Mal seit 2011 an der Zinsschraube gedreht. Sie habe alle drei Referenzsätze um 50 Basispunkte angehoben und damit mehr als zuvor signalisiert und von Volkswirten erwartet. Vor dem Hintergrund des weiterhin ungebrochenen Preisdrucks scheine ein weiterer Zinsschritt in ähnlichem Umfang im September nicht ausgeschlossen. Daneben habe sie auf der Juli-Sitzung ein neues Anleiheankaufprogram vorgestellt, das im Krisenfall Staats- und Unternehmensanleihen kaufen könne.
Die Rendite 10-jähriger Bunds habe zuletzt starken Schwankungen unterlegen. Auf Sicht von sechs Monaten könnte sie nach aktuell 0,86% (Stand: 04.08.2022 ) auf 1,55% steigen. (Ausgabe Zinsbulletin August 2022) (08.08.2022/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


