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Es ist nicht zu spät, wieder in Unternehmensanleihen einzusteigen
16.04.20 11:15
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - Die Entwicklung der epidemiologischen Kurven zu beobachten, bleibt kurzfristig die wichtigste Aufgabe für die Finanzmärkte, so Chris Iggo, CIO Core Investments bei AXA Investment Managers (AXA IM).
Bessere Nachrichten zur Gesundheitskrise seien Voraussetzung für den Übergang in die Erholungsphase. Erst dann werde klar sein, wie stark Wirtschafts- und Unternehmensgewinne gelitten hätten. Die Zentralbanken hätten den Anlegern jedoch einen guten Grund gegeben, wieder in Anleihestrategien einzusteigen. Anleihen mit kurzer Laufzeit würden die gleiche oder sogar eine höhere Rendite als Anleihen mit wesentlich längeren Laufzeiten bringen. Bei so niedrigen Zentralbanksätzen sei dies eine gute Gelegenheit, von der Normalisierung der Kreditmärkte zu profitieren. Längerfristig müsse die Erholung auf qualitativ hochwertigen Aktien aufgebaut werden, idealerweise mit einem Engagement in qualitativ hochwertigen Anleihen, die sowohl eine Risikoabsicherung als auch eine Liquiditätsquelle darstellen würden, falls es wieder schlecht laufe.
Chris Iggo vermute, dass der Investment-Grade-Anleihemarkt in dieser Krise seinen Tiefpunkt erreicht habe. Der März sei bezüglich der Gesamtrenditen einer der schlechtesten Monate gewesen und es sei sehr unwahrscheinlich, dass sich ein ähnlicher Abschwung in absehbarer Zeit wiederholen werde.
Es sei nicht zu spät für Investoren, wieder in Unternehmensanleihen einzusteigen. Die Spreads seien nach wie vor hoch und die Kreditkurve sei sehr flach, was dem starken Anstieg der Renditen für Anleihen mit kürzeren Laufzeiten zuzuschreiben sei. Eine Normalisierung der Kreditkurve werde dazu führen, dass die Renditeaufschläge bei kürzeren Laufzeiten schneller sinken würden als bei längeren Laufzeiten. Angesichts der Tatsache, dass die Leitzinsen nahe bei null lägen, biete sich eine sehr attraktive Gelegenheit für Strategien mit Anleihen kurzer Laufzeiten sowohl im Investment-Grade-als auch im Hochzinsbereich.
Aktien würden eindeutig von den staatlichen Notprogrammen profitieren, aber Anleger stünden einigen sehr beängstigenden Gewinnprognosen gegenüber. Auch die Unternehmensberichte vom ersten Quartal würden kein adäquates Bild für die nächsten Quartale zeichnen können. Es bleibe zu hoffen, dass Aktien-Investoren langfristig denken würden und sich die Erholung fortsetze. Nicht alles in der Wirtschaft sei zum Stillstand gekommen. Ein wenig Durchhaltevermögen sei gefordert, um schließlich wieder zur Normalität zurückzukehren. Da man den Tiefpunkt nicht vorhersehen könne, sollten langfristige Anlagestrategien jetzt auch in Aktienwerte investieren. (16.04.2020/alc/a/a)
Bessere Nachrichten zur Gesundheitskrise seien Voraussetzung für den Übergang in die Erholungsphase. Erst dann werde klar sein, wie stark Wirtschafts- und Unternehmensgewinne gelitten hätten. Die Zentralbanken hätten den Anlegern jedoch einen guten Grund gegeben, wieder in Anleihestrategien einzusteigen. Anleihen mit kurzer Laufzeit würden die gleiche oder sogar eine höhere Rendite als Anleihen mit wesentlich längeren Laufzeiten bringen. Bei so niedrigen Zentralbanksätzen sei dies eine gute Gelegenheit, von der Normalisierung der Kreditmärkte zu profitieren. Längerfristig müsse die Erholung auf qualitativ hochwertigen Aktien aufgebaut werden, idealerweise mit einem Engagement in qualitativ hochwertigen Anleihen, die sowohl eine Risikoabsicherung als auch eine Liquiditätsquelle darstellen würden, falls es wieder schlecht laufe.
Es sei nicht zu spät für Investoren, wieder in Unternehmensanleihen einzusteigen. Die Spreads seien nach wie vor hoch und die Kreditkurve sei sehr flach, was dem starken Anstieg der Renditen für Anleihen mit kürzeren Laufzeiten zuzuschreiben sei. Eine Normalisierung der Kreditkurve werde dazu führen, dass die Renditeaufschläge bei kürzeren Laufzeiten schneller sinken würden als bei längeren Laufzeiten. Angesichts der Tatsache, dass die Leitzinsen nahe bei null lägen, biete sich eine sehr attraktive Gelegenheit für Strategien mit Anleihen kurzer Laufzeiten sowohl im Investment-Grade-als auch im Hochzinsbereich.
Aktien würden eindeutig von den staatlichen Notprogrammen profitieren, aber Anleger stünden einigen sehr beängstigenden Gewinnprognosen gegenüber. Auch die Unternehmensberichte vom ersten Quartal würden kein adäquates Bild für die nächsten Quartale zeichnen können. Es bleibe zu hoffen, dass Aktien-Investoren langfristig denken würden und sich die Erholung fortsetze. Nicht alles in der Wirtschaft sei zum Stillstand gekommen. Ein wenig Durchhaltevermögen sei gefordert, um schließlich wieder zur Normalität zurückzukehren. Da man den Tiefpunkt nicht vorhersehen könne, sollten langfristige Anlagestrategien jetzt auch in Aktienwerte investieren. (16.04.2020/alc/a/a)


