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Einmaliges Umfeld für Risiko-Assets
09.04.24 12:42
UBS Asset Management
Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Das Umfeld für Risiko-Assets ist geradezu einmalig, so Evan Brown, Head of Multi-Asset Strategy bei UBS Asset Management.
Die wirtschaftlichen Bedingungen seien solide, und dennoch würden sich die Zentralbanken weltweit immer noch in einem synchronisierten Lockerungszyklus befinden. "Es kommt nicht oft vor, dass Zentralbanken die Leitzinsen aus positiven Gründen, nämlich der nachlassenden Inflation, und nicht aus negativen Gründen wie Wachstumseinbrüche oder unerwartete negative Schocks senken wollen", habe Brown gesagt.
Das starke Wirtschaftswachstum in den USA habe sich im ersten Quartal 2024 leicht Richtung Trend-Wachstum abgekühlt, gleichzeitig würden wichtige Indikatoren darauf hindeuten, dass sich die Lage in anderen Regionen wie Europa und Japan aufhelle. Dank der immer noch engen Arbeitsmärkte und sinkenden Inflationsraten hätten die Verbraucher Geld zum Ausgeben. Dies schaffe nach längerer Flaute die Voraussetzungen für einen Aufschwung im globalen Warenzyklus.
Das breit angelegte gesunde Wachstumsumfeld liefere Rückenwind für Unternehmensgewinne, die sich deutlich besser halten würden als erwartet. "Zudem ist die gesunkene Volatilität im Anleihebereich ein weiterer Treiber für Risiko-Assets", so Brown.
Wenig überraschend seien die Bewertungen an den Aktien- und Kreditmärkten hoch und würden zunehmend das robuste wirtschaftliche Umfeld widerspiegeln. "In der Vergangenheit hat ein solches Szenario zu abgeschwächten, aber immer noch positiven Renditen geführt, solange die Wirtschaft und die Gewinne stabil bleiben", habe Brown gesagt und rechne damit, dass dies auch jetzt der Fall sein werde. Als gute Basis hierfür sehe er die Ausdehnung des globalen Wachstums über die USA hinaus und von Dienstleistungen zurück zum Verarbeitenden Gewerbe.
"Unserer Ansicht nach ist eine Übergewichtung globaler Aktien der beste Weg, um vom aktuellen makroökonomischen Umfeld zu profitieren", so Brown. US-Aktien seien zwar teuer, aber das die gesamtwirtschaftliche Lage und die Ertragsaussichten würden sehr gut bleiben. Besonders attraktiv für Aktieninvestments seien zyklische Regionen wie Europa und Japan, die vom Aufwind in Wirtschaft und der globalen Produktion sowie günstigeren Bewertungen profitieren würden. Die defensiven Märkte Schweiz und Großbritannien habe Brown hingegen im Untergewicht.
Beate Meyer, Head of Wholesale Central Europe bei UBS-AM, ergänze: "Die starke Performance der US-Aktien, vor allem durch die führenden sieben Technologieunternehmen, hat auch das Interesse an Japan und Europa als zyklische Beimischung im Portfolio geweckt. Japan, traditionell als taktische Ergänzung betrachtet, zeigt schnelle Reaktionen auf positive Entwicklungen und bietet mit seinen exportorientierten Unternehmen sowie attraktiven Bewertungen gute Investitionsmöglichkeiten."
"Warren Buffetts positive Einschätzung des japanischen Marktes vor etwa einem Jahr unterstützt die Argumente für eine Investition. Trotz geringer Vertretung in vielen Portfolios bietet Japan aufgrund seines geringen Anteils am MSCI-World-Index eine attraktive Diversifikationsmöglichkeit. Angesichts der hohen US-Exposition im MSCI World könnte eine gezielte Investition in Japan eine vielversprechende Ergänzung für Anleger sein, die bisher vor allem auf europäische Aktien gesetzt haben."
In den Kreditmärkten und bei globalen Staatsanleihen setze UBS-AM auf eine neutrale Positionierung. Kreditpapiere würden eine interessante Gesamtrendite aufweisen, eine weitere Spread-Verengung scheine jedoch begrenzt. Staatsanleihen würden eine wichtige Absicherung im Portfolio im Falle eines negativen Wachstumsschocks bleiben, den Brown allerdings nicht erwarte. (09.04.2024/alc/a/a)
Die wirtschaftlichen Bedingungen seien solide, und dennoch würden sich die Zentralbanken weltweit immer noch in einem synchronisierten Lockerungszyklus befinden. "Es kommt nicht oft vor, dass Zentralbanken die Leitzinsen aus positiven Gründen, nämlich der nachlassenden Inflation, und nicht aus negativen Gründen wie Wachstumseinbrüche oder unerwartete negative Schocks senken wollen", habe Brown gesagt.
Das starke Wirtschaftswachstum in den USA habe sich im ersten Quartal 2024 leicht Richtung Trend-Wachstum abgekühlt, gleichzeitig würden wichtige Indikatoren darauf hindeuten, dass sich die Lage in anderen Regionen wie Europa und Japan aufhelle. Dank der immer noch engen Arbeitsmärkte und sinkenden Inflationsraten hätten die Verbraucher Geld zum Ausgeben. Dies schaffe nach längerer Flaute die Voraussetzungen für einen Aufschwung im globalen Warenzyklus.
Das breit angelegte gesunde Wachstumsumfeld liefere Rückenwind für Unternehmensgewinne, die sich deutlich besser halten würden als erwartet. "Zudem ist die gesunkene Volatilität im Anleihebereich ein weiterer Treiber für Risiko-Assets", so Brown.
"Unserer Ansicht nach ist eine Übergewichtung globaler Aktien der beste Weg, um vom aktuellen makroökonomischen Umfeld zu profitieren", so Brown. US-Aktien seien zwar teuer, aber das die gesamtwirtschaftliche Lage und die Ertragsaussichten würden sehr gut bleiben. Besonders attraktiv für Aktieninvestments seien zyklische Regionen wie Europa und Japan, die vom Aufwind in Wirtschaft und der globalen Produktion sowie günstigeren Bewertungen profitieren würden. Die defensiven Märkte Schweiz und Großbritannien habe Brown hingegen im Untergewicht.
Beate Meyer, Head of Wholesale Central Europe bei UBS-AM, ergänze: "Die starke Performance der US-Aktien, vor allem durch die führenden sieben Technologieunternehmen, hat auch das Interesse an Japan und Europa als zyklische Beimischung im Portfolio geweckt. Japan, traditionell als taktische Ergänzung betrachtet, zeigt schnelle Reaktionen auf positive Entwicklungen und bietet mit seinen exportorientierten Unternehmen sowie attraktiven Bewertungen gute Investitionsmöglichkeiten."
"Warren Buffetts positive Einschätzung des japanischen Marktes vor etwa einem Jahr unterstützt die Argumente für eine Investition. Trotz geringer Vertretung in vielen Portfolios bietet Japan aufgrund seines geringen Anteils am MSCI-World-Index eine attraktive Diversifikationsmöglichkeit. Angesichts der hohen US-Exposition im MSCI World könnte eine gezielte Investition in Japan eine vielversprechende Ergänzung für Anleger sein, die bisher vor allem auf europäische Aktien gesetzt haben."
In den Kreditmärkten und bei globalen Staatsanleihen setze UBS-AM auf eine neutrale Positionierung. Kreditpapiere würden eine interessante Gesamtrendite aufweisen, eine weitere Spread-Verengung scheine jedoch begrenzt. Staatsanleihen würden eine wichtige Absicherung im Portfolio im Falle eines negativen Wachstumsschocks bleiben, den Brown allerdings nicht erwarte. (09.04.2024/alc/a/a)


