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EZB überrascht mit Zinssenkung - Bank of England belässt Leitzins unverändert bei 0,50%
08.11.13 10:25
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Für die meisten Marktteilnehmer - zumindest vom Zeitpunkt her - überraschend hat die EZB gestern den Hauptrefinanzierungssatz um 25 BP auf nur noch 0,25% zurückgenommen, berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Der Einlagesatz sei zwar bei 0% verblieben, EZB-Präsident Draghi habe aber in der Pressekonferenz zur Zinsentscheidung darauf verwiesen, dass man im EZB-Rat als eine der zusätzlichen geldpolitischen Optionen zur Abwehr einer zu niedrigen Inflation über einen Negativsatz diskutiert habe. Die Untergrenze bei den Zinsen sei noch nicht erreicht. Ein negativer Einlagensatz und ein erneuter Langfristtender zur Liquiditätsversorgung des Finanzsektors wären nur zwei der Möglichkeiten, welche die Notenbank für die Zukunft in Betracht ziehen könnte. Der Hauptgrund für den Zinsschritt der EZB sei der jüngste Rückgang der Teuerung und die Einschätzung gewesen, dass der Preisdruck für einen längeren Zeitraum niedrig bleibe.
Als Reaktion auf die Zinsentscheidung und die Kommentare Draghis hätten die Kurse an den Aktien- und Anleihemärkten kräftig zugelegt, während der Euro zum US-Dollar klar an Boden verloren habe. Die weitere Entwicklung werde dabei auch davon abhängen, wie und wann die US-FED das angekündigte "Tapering" durchführe. So müsse jenseits des Atlantiks nach Erachten der Analysten irgendwann ein "Einstieg in den Ausstieg" aus der extrem expansiven Geldpolitik erfolgen, da die Risiken der Niedrigzinspolitik vor allem in Bezug auf Fehlallokationen und der möglichen Bildung von Vermögenspreisblasen umso stärker zunehmen würden, je länger diese Phase anhalte.
In Großbritannien habe die Bank of England die Base Rate unverändert bei 0,50% belassen, und auch das Volumen des Asset-Kaufprogramms (375 Mrd. GBP) sei erwartungsgemäß nicht geändert worden.
In den USA sei die Wirtschaft im 3. Quartal stärker gestiegen als im Marktkonsens erwartet. So habe das BIP im Zeitraum von Juli bis September um 2,8% (ann.) zugelegt, wobei ein Großteil dieses Wachstums auf Lagerveränderungen zurückzuführen sei. Dieser Effekt dürfte sich indes kaum wiederholen lassen, sodass sich das BIP-Momentum im 4. Quartal 2013 bei rund 2% (ann.) einpendeln sollte. (08.11.2013/alc/a/a)
Der Einlagesatz sei zwar bei 0% verblieben, EZB-Präsident Draghi habe aber in der Pressekonferenz zur Zinsentscheidung darauf verwiesen, dass man im EZB-Rat als eine der zusätzlichen geldpolitischen Optionen zur Abwehr einer zu niedrigen Inflation über einen Negativsatz diskutiert habe. Die Untergrenze bei den Zinsen sei noch nicht erreicht. Ein negativer Einlagensatz und ein erneuter Langfristtender zur Liquiditätsversorgung des Finanzsektors wären nur zwei der Möglichkeiten, welche die Notenbank für die Zukunft in Betracht ziehen könnte. Der Hauptgrund für den Zinsschritt der EZB sei der jüngste Rückgang der Teuerung und die Einschätzung gewesen, dass der Preisdruck für einen längeren Zeitraum niedrig bleibe.
In Großbritannien habe die Bank of England die Base Rate unverändert bei 0,50% belassen, und auch das Volumen des Asset-Kaufprogramms (375 Mrd. GBP) sei erwartungsgemäß nicht geändert worden.
In den USA sei die Wirtschaft im 3. Quartal stärker gestiegen als im Marktkonsens erwartet. So habe das BIP im Zeitraum von Juli bis September um 2,8% (ann.) zugelegt, wobei ein Großteil dieses Wachstums auf Lagerveränderungen zurückzuführen sei. Dieser Effekt dürfte sich indes kaum wiederholen lassen, sodass sich das BIP-Momentum im 4. Quartal 2013 bei rund 2% (ann.) einpendeln sollte. (08.11.2013/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


