Erweiterte Funktionen
EZB stellt Weichen für 2022 - FED mit Kontinuität in der Führung
30.11.21 12:00
ALTE LEIPZIGER Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Mit abflauenden Inflationsdruck werden sich die meisten Zentralbanken auf die Rückführung der ultra-lockeren geldpolitischen Maßnahmen fokussieren, so die Experten der ALTE LEIPZIGER Trust.
Im Vergleich zur FED, die das Tapering bis Jahresmitte abschließen und zum Jahresende erstmals die Zinsen anheben dürfte, gehe die EZB zögerlicher vor und sollte die Zinsen 2022 unangetastet lassen. Aber selbst die EZB werde die Notfallprogramme PEPP und TLTRO auslaufen lassen und eventuell dafür das Asset Purchase Programm (APP) höher dotieren.
In diesem Umfang würden die Experten moderat steigende Renditen im Rentenbereich erwarten. Die Aussichten für Aktien und Immobilien würden gut bleiben, wenn auch die Preiszuwächse weniger dynamisch und volatiler würden. Die Experten würden ihre Prognose einer Schwächung des US-Dollars gegenüber dem Euro bekräftigen, wenngleich diese später als ursprünglich gedacht komme.
In den USA sei der amtierende FED-Chef Jerome Powell von US-Präsident Joe Biden für vier weitere Jahre nominiert worden. Die Anleihemärkte hätten leicht negativ reagiert, der US-Dollar dagegen positiv auf die erneute Bestellung des vermeintlichen geldpolitischen "Falken".
Derzeit liege der US-Leitzins nahe Null, bei einer Inflation von mehr als 6%. Im Jahr 2022 dürfte sich das fundamentale Aufwärtspotenzial der Treasury-Renditen mit dem Umsetzen des Taperings und dem Näherrücken der ersten Leitzinsanhebung der FED etwas stärker entfalten. Dabei sollte der Renditeanstieg im Gegensatz zum zweiten Halbjahr 2021 weniger durch steigende Inflationserwartungen als durch höhere Realrenditen getrieben sein.
Die 10-jährigen Bund-Renditen dürften dieser Richtung folgen und bis Jahresende 2022 über die Nulllinie klettern. Die Zinskurve (2J/10J) sollte sich dabei verstehen, weil die EZB ihre Zinspolitik unverändert lasse. Der Gesamtertrag von Bunds und Treasuries sollte 2022 abermals negativ sein. (Ausgabe Dezember 2021) (30.11.2021/alc/a/a)
Im Vergleich zur FED, die das Tapering bis Jahresmitte abschließen und zum Jahresende erstmals die Zinsen anheben dürfte, gehe die EZB zögerlicher vor und sollte die Zinsen 2022 unangetastet lassen. Aber selbst die EZB werde die Notfallprogramme PEPP und TLTRO auslaufen lassen und eventuell dafür das Asset Purchase Programm (APP) höher dotieren.
In den USA sei der amtierende FED-Chef Jerome Powell von US-Präsident Joe Biden für vier weitere Jahre nominiert worden. Die Anleihemärkte hätten leicht negativ reagiert, der US-Dollar dagegen positiv auf die erneute Bestellung des vermeintlichen geldpolitischen "Falken".
Derzeit liege der US-Leitzins nahe Null, bei einer Inflation von mehr als 6%. Im Jahr 2022 dürfte sich das fundamentale Aufwärtspotenzial der Treasury-Renditen mit dem Umsetzen des Taperings und dem Näherrücken der ersten Leitzinsanhebung der FED etwas stärker entfalten. Dabei sollte der Renditeanstieg im Gegensatz zum zweiten Halbjahr 2021 weniger durch steigende Inflationserwartungen als durch höhere Realrenditen getrieben sein.
Die 10-jährigen Bund-Renditen dürften dieser Richtung folgen und bis Jahresende 2022 über die Nulllinie klettern. Die Zinskurve (2J/10J) sollte sich dabei verstehen, weil die EZB ihre Zinspolitik unverändert lasse. Der Gesamtertrag von Bunds und Treasuries sollte 2022 abermals negativ sein. (Ausgabe Dezember 2021) (30.11.2021/alc/a/a)


