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EZB muss reagieren!
11.12.18 12:47
TARGOBANK
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Wachstumsprognose der Europäischen Zentralbank ist nicht mehr haltbar, so Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK.
Die EZB müsse am Donnerstag reagieren und eine realistischere Einschätzung für das Jahr 2019 abgeben - die ursprünglich prognostizierten 1,8 Prozent sollte sie auf 1,3 Prozent reduzieren.
Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone stehe erheblich unter Druck - sowohl durch hausgemachte als auch durch externe Probleme: immer neue Turbulenzen und Wendungen in der Brexit-Diskussion, Ausnahmezustand in Frankreich, politische Krise in Belgien, ausbleibende Fortschritte für Spaniens Minderheitsregierung, Italiens Budgetstreit mit Brüssel.
Dazu komme die weltweite Konjunkturabschwächung durch den Handelsstreit mit China, dessen Wirtschaft zudem unter der Eindämmung einer exzessiven Verschuldung leide. Weder für die internen noch die externen Schwierigkeiten würden sich schnelle Lösungen herbeizaubern lassen.
Diese konjunkturellen Abwärtsrisiken müsse die EZB stärker in den Vordergrund stellen. So würde sie die Märkte in deren aktueller Einschätzung bestätigen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im kommenden Jahr immer niedriger werde.
Eine weniger restriktive Geldpolitik sei in der Vergangenheit für die Aktienmärkte immer ein positives Signal gewesen. Dieses Mal könnte es anders sein. Die EZB müsse ihren geldpolitischen Kurs korrigieren, weil ihr Konjunkturaufschwungsszenario nicht wie erwünscht eingetreten sei. An den Aktienmärkten, die zurzeit negative Meldungen förmlich aufsaugen würden, könnte es nochmals zu einer Abwärtsbewegung kommen - ähnlich wie in den USA. Hier habe eine vorsichtiger argumentierende FED die Aktienmärkte auch nicht beruhigen können. (11.12.2018/alc/a/a)
Die EZB müsse am Donnerstag reagieren und eine realistischere Einschätzung für das Jahr 2019 abgeben - die ursprünglich prognostizierten 1,8 Prozent sollte sie auf 1,3 Prozent reduzieren.
Dazu komme die weltweite Konjunkturabschwächung durch den Handelsstreit mit China, dessen Wirtschaft zudem unter der Eindämmung einer exzessiven Verschuldung leide. Weder für die internen noch die externen Schwierigkeiten würden sich schnelle Lösungen herbeizaubern lassen.
Diese konjunkturellen Abwärtsrisiken müsse die EZB stärker in den Vordergrund stellen. So würde sie die Märkte in deren aktueller Einschätzung bestätigen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im kommenden Jahr immer niedriger werde.
Eine weniger restriktive Geldpolitik sei in der Vergangenheit für die Aktienmärkte immer ein positives Signal gewesen. Dieses Mal könnte es anders sein. Die EZB müsse ihren geldpolitischen Kurs korrigieren, weil ihr Konjunkturaufschwungsszenario nicht wie erwünscht eingetreten sei. An den Aktienmärkten, die zurzeit negative Meldungen förmlich aufsaugen würden, könnte es nochmals zu einer Abwärtsbewegung kommen - ähnlich wie in den USA. Hier habe eine vorsichtiger argumentierende FED die Aktienmärkte auch nicht beruhigen können. (11.12.2018/alc/a/a)


