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EZB lockert Geldpolitik
13.09.19 12:45
XTB
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Weltweit profitieren Aktien von weiteren Fortschritten beim Handelsstreit zwischen den USA und China sowie von den aggressiven Lockerungsmaßnahmen der EZB, so die Experten von XTB.
Laut mit der Thematik vertrauten Personen sollten Berater von US-Präsident Donald Trump über einen "Interim Deal" diskutiert haben. Wenn China Zugeständnisse im Bereich des geistigen Eigentums als auch beim Kauf landwirtschaftlicher US-Produkte mache, könnte Washington einige Zölle verschieben oder gar aufheben. Die zwei größten Volkswirtschaften der Welt scheinen vor den für Anfang Oktober geplanten hochrangigen Gesprächen ihre Differenzen beim Handel zu verringern, so die Experten von XTB. Die Anleger würden darauf spekulieren, dass bald ein Deal zustande komme, und jedes Zeichen einer weiteren Entspannung könnte diesen Optimismus aufrechterhalten.
Der S&P 500 sei gestern weiter in Richtung Allzeithoch gestiegen, habe jedoch gegen Ende der US-Sitzung einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Fakt sei, dass die Unsicherheit über den künftigen globalen Wachstumspfad nicht so schnell nachlassen sollte. Tatsushi Maeno, Senior-Stratege bei Okasan Asset Management, habe gesagt, dass die "Aktienrally bald an Fahrt verlieren wird" und verweise auf die typische "Buy The Rumor Sell The Fact"-Reaktion bei geldpolitischen Impulsen. In diesem Kontext sei auf die nächste Woche anstehenden Treffen großer Zentralbanken (FED und BoJ) hingewiesen. Andererseits könnte das Notieren nahe des Allzeithochs psychologisch gesehen auf mehr Käuferinteresse stoßen.
Die EZB habe am Donnerstag ein umfangreiches Lockerungspaket geliefert und den EUR/USD kurzzeitig abwerten lassen. Die EZB habe wie erwartet die Einlagezinsen um 10 Basispunkte auf -0,5% gekürzt und eine Wiederaufnahme des Anleihekaufprogramms (QE) angekündigt. Durch Strafzinsen sollten mehr Kredite an Firmen und Verbraucher gegeben werden, um das Wachstum sowie die Inflation anzukurbeln. Darüber hinaus werde ein sogenanntes Tiering-System eingeführt, welches darauf abziele, den Abwärtsdruck auf die Rentabilität der Banken zu verringern. Gleichzeitig werde die EZB ihr QE-Programm mit monatlichen Käufen in Höhe von 20 Mrd. EUR wieder aufnehmen, was unter den Erwartungen liege (30 Mrd. EUR) - die Wiederaufnahme erfolge am 1. November. Es sei auch angemerkt, dass sich Frankreich, Deutschland und Holland gegen die sofortige Wiederaufnahme des QE-Programms ausgesprochen hätten.
EZB-Präsident Mario Draghi habe bei seiner Pressekonferenz auf einige Abwärtsrisiken für die Wirtschaft hingewiesen, darunter Protektionismus sowie der Rückgang der Produktion. "Wir halten die Wahrscheinlichkeit einer Rezession für den Euroraum immer noch für gering, aber sie ist gestiegen", habe es geheißen. Die EZB habe auch ihre Wachstums- und Inflationsprognosen nach unten angepasst. Draghi habe zudem die Regierungen mit fiskalischem Spielraum aufgefordert, rechtzeitig zu handeln. Der EUR/USD habe nach einigen Verlusten am gestrigen Nachmittag eine scharfe Umkehrung einleiten und den Tag mit einem deutlichen Gewinn schließen können. Am Freitag setze das Paar seine Aufwärtsbewegung fort und notiere leicht unterhalb der 1,11er Marke.
Auch der DAX habe am Donnerstag einige heftige Bewegungen erlebt. Der Abstand zum Jahreshoch habe jedoch verringert werden können und am Freitag würden die Bullen versuchen, die Gewinne weiter auszubauen. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiere der deutsche Leitindex bei 12.432 Punkten. (13.09.2019/alc/a/a)
Laut mit der Thematik vertrauten Personen sollten Berater von US-Präsident Donald Trump über einen "Interim Deal" diskutiert haben. Wenn China Zugeständnisse im Bereich des geistigen Eigentums als auch beim Kauf landwirtschaftlicher US-Produkte mache, könnte Washington einige Zölle verschieben oder gar aufheben. Die zwei größten Volkswirtschaften der Welt scheinen vor den für Anfang Oktober geplanten hochrangigen Gesprächen ihre Differenzen beim Handel zu verringern, so die Experten von XTB. Die Anleger würden darauf spekulieren, dass bald ein Deal zustande komme, und jedes Zeichen einer weiteren Entspannung könnte diesen Optimismus aufrechterhalten.
Die EZB habe am Donnerstag ein umfangreiches Lockerungspaket geliefert und den EUR/USD kurzzeitig abwerten lassen. Die EZB habe wie erwartet die Einlagezinsen um 10 Basispunkte auf -0,5% gekürzt und eine Wiederaufnahme des Anleihekaufprogramms (QE) angekündigt. Durch Strafzinsen sollten mehr Kredite an Firmen und Verbraucher gegeben werden, um das Wachstum sowie die Inflation anzukurbeln. Darüber hinaus werde ein sogenanntes Tiering-System eingeführt, welches darauf abziele, den Abwärtsdruck auf die Rentabilität der Banken zu verringern. Gleichzeitig werde die EZB ihr QE-Programm mit monatlichen Käufen in Höhe von 20 Mrd. EUR wieder aufnehmen, was unter den Erwartungen liege (30 Mrd. EUR) - die Wiederaufnahme erfolge am 1. November. Es sei auch angemerkt, dass sich Frankreich, Deutschland und Holland gegen die sofortige Wiederaufnahme des QE-Programms ausgesprochen hätten.
EZB-Präsident Mario Draghi habe bei seiner Pressekonferenz auf einige Abwärtsrisiken für die Wirtschaft hingewiesen, darunter Protektionismus sowie der Rückgang der Produktion. "Wir halten die Wahrscheinlichkeit einer Rezession für den Euroraum immer noch für gering, aber sie ist gestiegen", habe es geheißen. Die EZB habe auch ihre Wachstums- und Inflationsprognosen nach unten angepasst. Draghi habe zudem die Regierungen mit fiskalischem Spielraum aufgefordert, rechtzeitig zu handeln. Der EUR/USD habe nach einigen Verlusten am gestrigen Nachmittag eine scharfe Umkehrung einleiten und den Tag mit einem deutlichen Gewinn schließen können. Am Freitag setze das Paar seine Aufwärtsbewegung fort und notiere leicht unterhalb der 1,11er Marke.
Auch der DAX habe am Donnerstag einige heftige Bewegungen erlebt. Der Abstand zum Jahreshoch habe jedoch verringert werden können und am Freitag würden die Bullen versuchen, die Gewinne weiter auszubauen. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiere der deutsche Leitindex bei 12.432 Punkten. (13.09.2019/alc/a/a)


