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EZB hat vorerst ihre Arbeit getan
23.10.23 11:14
ETHENEA
Munsbach (www.anleihencheck.de) - Die EZB wird die Leitzinsen auf ihrer nächsten Sitzung am 26. Oktober 2023 unverändert lassen, so Volker Schmidt, Portfolio Manager bei ETHENEA Independent Investors S.A.
Die Inflationszahlen für Oktober und November würden einen weiteren Rückgang der Inflation bestätigen. Getrieben von den Basiseffekten werde die Inflationsrate im Euroraum im November auf einen Wert nahe 3 Prozent fallen. Vor einem Jahr seien die Energiepreise an den Großhandelsmärkten explodiert, insbesondere für Strom und Gas. Dieser Effekt habe sich inzwischen deutlich umgekehrt. Die EZB könne zudem auf eine schwache Konjunktur in der Eurozone und die unklaren Auswirkungen des wieder aufgeflammten Nahostkonflikts verweisen.
Vorerst habe die EZB ihre Arbeit getan. Im Jahr 2024 werde sich dann zeigen, ob die bereits erfolgte Straffung der Geldpolitik tatsächlich ausreiche, um die Inflation dauerhaft bei 2 Prozent zu verankern. Auf dem Weg zu einer Inflation im Zielkorridor stünden zum einen die hohen Lohnsteigerungen im Weg, die auf einem Niveau von über 4 Prozent verharren würden und damit die Inflation in den nächsten ein bis zwei Jahren anheizen dürften. Zum anderen seien die Ausgaben der EU-Staaten weiterhin hoch und würden teilweise über den vereinbarten Defizitzielen liegen, was den Aufwärtsdruck auf die Preise verstärke. (23.10.2023/alc/a/a)
Die Inflationszahlen für Oktober und November würden einen weiteren Rückgang der Inflation bestätigen. Getrieben von den Basiseffekten werde die Inflationsrate im Euroraum im November auf einen Wert nahe 3 Prozent fallen. Vor einem Jahr seien die Energiepreise an den Großhandelsmärkten explodiert, insbesondere für Strom und Gas. Dieser Effekt habe sich inzwischen deutlich umgekehrt. Die EZB könne zudem auf eine schwache Konjunktur in der Eurozone und die unklaren Auswirkungen des wieder aufgeflammten Nahostkonflikts verweisen.
Vorerst habe die EZB ihre Arbeit getan. Im Jahr 2024 werde sich dann zeigen, ob die bereits erfolgte Straffung der Geldpolitik tatsächlich ausreiche, um die Inflation dauerhaft bei 2 Prozent zu verankern. Auf dem Weg zu einer Inflation im Zielkorridor stünden zum einen die hohen Lohnsteigerungen im Weg, die auf einem Niveau von über 4 Prozent verharren würden und damit die Inflation in den nächsten ein bis zwei Jahren anheizen dürften. Zum anderen seien die Ausgaben der EU-Staaten weiterhin hoch und würden teilweise über den vereinbarten Defizitzielen liegen, was den Aufwärtsdruck auf die Preise verstärke. (23.10.2023/alc/a/a)


