EZB hält Leitzinsen unverändert


11.04.24 15:37
Der Aktionär

Kulmbach (www.anleihencheck.de) - Der EZB-Rat habe wie erwartet beschlossen, die drei Leitzinssätze der EZB unverändert zu belassen, so Thomas Bergmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär".

Die Inflation sei weiter zurückgegangen, was v.a. dem schwächeren Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln und Waren zuzuschreiben sei, so die Währungshüter. Auf einen Zinspfad wolle man sich nicht festlegen, sondern die künftigen Entscheidungen von der Datenlage abhängig machen.

Wie die EZB mitgeteilt habe, sei bei den meisten Messgrößen der zugrunde liegenden Inflation eine Entspannung zu verzeichnen. Außerdem würden sich das Lohnwachstum abschwächen und die Unternehmen über ihre Gewinne einen Teil der steigenden Arbeitskosten auffangen. Allerdings sei wegen des kräftigen binnenwirtschaftlichen Preisdrucks die Teuerung bei Dienstleistungen weiter hoch.

Nach Ansicht des EZB-Rats würden sich die Leitzinsen auf einem Niveau befinden, das einen erheblichen Beitrag zum anhaltenden Inflationsrückgang leiste. Aber würden die Zinsen erst gesenkt, wenn sich die Inflation nachhaltig dem Zielwert annähere. "In jedem Fall wird die Festlegung der angemessenen Höhe und Dauer des restriktiven Niveaus durch den EZB-Rat auch in Zukunft von der Datenlage abhängen und von Sitzung zu Sitzung erfolgen", so die EZB.
Der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität würden unverändert bei 4,50, 4,75 respektive 4,00% belassen.

Was das Corona-Notfallankaufprogramm (PEPP) betreffe, sei beabsichtigt, das PEPP-Portfolio in der zweiten Jahreshälfte im Durchschnitt um monatlich 7,5 Mrd. Euro zu reduzieren und die Wiederanlage der Tilgungsbeträge aus dem PEPP zum Jahresende 2024 einzustellen.
Die Nachrichten aus Frankfurt seien erwartungsgemäß ausgefallen und entsprechend für die Märkte ohne große Relevanz. Die um 14:45 Uhr stattfindende Pressekonferenz mit Christine Lagarde dürfte auch eher ereignislos verlaufen. Die Anleger dürften vielmehr auf die beginnende Berichtssaison in den USA schauen, um hier neue Erkenntnisse zu gewinnen. (11.04.2024/alc/a/a)





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