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EZB dürfte in diesem Jahr noch zwei weitere Zinssenkungen vornehmen
19.07.24 10:30
Ebury
Brüssel (www.anleihencheck.de) - Die EZB schien sich am 18. Juli 2024 zurückhalten zu wollen, hielt die Zinssätze konstant und gab keine wirklich klaren Hinweise auf künftige geldpolitische Entscheidungen, so Matthew Ryan, Head of Market Strategy bei Ebury.
Präsidentin Lagarde habe sich nicht in die Karten schauen lassen und weitgehend die Kommentare der Bank von der letzten Sitzung wiederholt. Sie habe festgestellt, dass die Inflation im Euroraum nach wie vor zu hoch sei und auch im nächsten Jahr über dem Zielwert liegen werde. Die Wirtschaft des Euroraums dürfte im zweiten Quartal wieder wachsen, auch wenn der EZB-Rat nun von einem geringeren Expansionstempo als im ersten Quartal ausgehe.
Wie erwartet habe es Lagarde abgelehnt, sich auf den Zeitpunkt und das Tempo weiterer Zinssenkungen festzulegen, und habe erklärt, die Entscheidung über die Zinssätze werde auf der Septembersitzung der Bank "völlig offen" sein. Die Experten würden keinen Grund sehen, an dieser Aussage zu zweifeln, zumal die stimmberechtigten Mitglieder bis zur nächsten Sitzung eine Fülle von Daten zu verarbeiten haben würden, wie Lagarde auf ihrer Pressekonferenz angedeutet habe.
Die Experten würden an ihrer Erwartung festhalten, dass die EZB in diesem Jahr noch zwei weitere Zinssenkungen vornehmen werde, und seien der Ansicht, dass die Aussagen vom 18. Juli 2024 und die jüngsten Inflationsdaten mit Zinssenkungen im September und Dezember vereinbar seien, wenn die nächsten beiden Wirtschaftsprognosen veröffentlicht würden. Dies sei von den Märkten noch nicht ganz eingepreist, sodass es zu einem leichten Rückgang des Euro kommen könnte, sollte die EZB ihre Politik im Einklang mit den Erwartungen der Experten lockern. (Ausgabe vom 18.07.2024) (19.07.2024/alc/a/a)
Präsidentin Lagarde habe sich nicht in die Karten schauen lassen und weitgehend die Kommentare der Bank von der letzten Sitzung wiederholt. Sie habe festgestellt, dass die Inflation im Euroraum nach wie vor zu hoch sei und auch im nächsten Jahr über dem Zielwert liegen werde. Die Wirtschaft des Euroraums dürfte im zweiten Quartal wieder wachsen, auch wenn der EZB-Rat nun von einem geringeren Expansionstempo als im ersten Quartal ausgehe.
Wie erwartet habe es Lagarde abgelehnt, sich auf den Zeitpunkt und das Tempo weiterer Zinssenkungen festzulegen, und habe erklärt, die Entscheidung über die Zinssätze werde auf der Septembersitzung der Bank "völlig offen" sein. Die Experten würden keinen Grund sehen, an dieser Aussage zu zweifeln, zumal die stimmberechtigten Mitglieder bis zur nächsten Sitzung eine Fülle von Daten zu verarbeiten haben würden, wie Lagarde auf ihrer Pressekonferenz angedeutet habe.
Die Experten würden an ihrer Erwartung festhalten, dass die EZB in diesem Jahr noch zwei weitere Zinssenkungen vornehmen werde, und seien der Ansicht, dass die Aussagen vom 18. Juli 2024 und die jüngsten Inflationsdaten mit Zinssenkungen im September und Dezember vereinbar seien, wenn die nächsten beiden Wirtschaftsprognosen veröffentlicht würden. Dies sei von den Märkten noch nicht ganz eingepreist, sodass es zu einem leichten Rückgang des Euro kommen könnte, sollte die EZB ihre Politik im Einklang mit den Erwartungen der Experten lockern. (Ausgabe vom 18.07.2024) (19.07.2024/alc/a/a)


