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EZB-Zinspolitik: Der letzte Streich?
25.07.23 15:01
Lazard Asset Management
Delaware (www.anleihencheck.de) - Michael Weidner, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter des europäischen Rentenmanagements bei Lazard Asset Management, äußert seine Erwartungen im Vorfeld zum Zinstreffen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag.
Die Experten würden davon ausgehen, dass die EZB am kommenden Donnerstag die Terminal Rate ankündigen und den Leitzins auf 4,25% sowie den Einlagensatz auf 3,75% anheben werde. Damit erreiche der Leitzins in der Eurozone genau jenes Niveau, welches zuletzt vor der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers vor exakt 15 Jahren erreicht worden sei. Die darauffolgende Entwicklung im Zuge der globalen Finanzkrise und ihrer zahlreichen Ausläufer sei bekannt - mehr als ein Jahrzehnt extrem niedriger Inflation und Zinsen bzw. gar negativer Zinsen.
Auch wenn die aktuelle Ausgangslage kaum vergleichbar sei, würden sich die Anzeichen mehren, dass dieses Mal erneut das Niveau von 4,25% das Ende des Zinszyklus darstellen könnte. Sowohl sich rapide verschlechternde Wachstumsaussichten in der Eurozone als auch zuletzt überraschend stark fallende Inflationsraten in den USA und Großbritannien seien Gründe, warum sich einige EZB-Ratsmitglieder jüngst skeptisch zur Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen geäußert hätten.
In der Tat hätten die Unsicherheiten in Bezug auf den Wachstums- und Inflationsausblick eher zugenommen. Trotz noch immer (zu) hoher Inflationsraten würden auch die Experten es nach über 4% Leitzinserhöhung in einem Jahr und sehr schwacher Wachstumsaussichten für sinnvoll halten, eine Pause einzulegen. (25.07.2023/alc/a/a)
Die Experten würden davon ausgehen, dass die EZB am kommenden Donnerstag die Terminal Rate ankündigen und den Leitzins auf 4,25% sowie den Einlagensatz auf 3,75% anheben werde. Damit erreiche der Leitzins in der Eurozone genau jenes Niveau, welches zuletzt vor der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers vor exakt 15 Jahren erreicht worden sei. Die darauffolgende Entwicklung im Zuge der globalen Finanzkrise und ihrer zahlreichen Ausläufer sei bekannt - mehr als ein Jahrzehnt extrem niedriger Inflation und Zinsen bzw. gar negativer Zinsen.
Auch wenn die aktuelle Ausgangslage kaum vergleichbar sei, würden sich die Anzeichen mehren, dass dieses Mal erneut das Niveau von 4,25% das Ende des Zinszyklus darstellen könnte. Sowohl sich rapide verschlechternde Wachstumsaussichten in der Eurozone als auch zuletzt überraschend stark fallende Inflationsraten in den USA und Großbritannien seien Gründe, warum sich einige EZB-Ratsmitglieder jüngst skeptisch zur Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen geäußert hätten.
In der Tat hätten die Unsicherheiten in Bezug auf den Wachstums- und Inflationsausblick eher zugenommen. Trotz noch immer (zu) hoher Inflationsraten würden auch die Experten es nach über 4% Leitzinserhöhung in einem Jahr und sehr schwacher Wachstumsaussichten für sinnvoll halten, eine Pause einzulegen. (25.07.2023/alc/a/a)


