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EZB-Zinsentscheidung: Vorsichtige Schritte oder große Überraschung?
09.09.24 10:18
eToro
London (www.anleihencheck.de) - Die Europäische Zentralbank (EZB) steht kurz davor, am 12. September die Zinsen zu senken - alles andere wäre eine Überraschung, so die Experten von eToro.
Zwei Szenarien könnten an den Märkten starke Kursbewegungen auslösen: Die EZB verzichte auf die erwartete Zinssenkung um 25 Basispunkte oder senke stärker. Beides sei jedoch sehr unwahrscheinlich. Trotz des unerwarteten Rückgangs der Inflation im Euroraum im August auf 2,2 Prozent, den niedrigsten Stand seit Juli 2021, bleibe das Verarbeitende Gewerbe dringend auf geldpolitische Unterstützung angewiesen.
Auch wenn das Wachstum im zweiten Quartal nur 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal betragen habe, zeige sich die Konjunktur insgesamt stabil - dank des starken Dienstleistungssektors, der die Industrieschwäche abfedere. Eine große Zinssenkung um 50 Basispunkte wäre angesichts der aktuellen Wirtschaftslage übertrieben. Viele Marktbeobachter könnten einen solchen Schritt als Indiz werten, dass die EZB die Kontrolle verloren habe. Bekannt für ihre behutsame Vorgehensweise, werde die Zentralbank wahrscheinlich keine überhasteten Entscheidungen treffen.
Das bringt uns zum zweiten Punkt: Die Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach dem Zinsentscheid, so die Experten von eToro. Anleger würden auf Hinweise zum zukünftigen Zinspfad hoffen, würden jedoch wohl kaum einen detaillierten Plan erwarten dürfen. Doch gerade jetzt, wo die Inflation sinke und die Konjunktur wieder in Schwung kommen könnte, werde Lagarde gezwungen sein, ihre Rhetorik anzupassen. Eine kleine Zinssenkung und der Ausblick auf eine weiterhin lockere Geldpolitik in den nächsten Monaten dürften den Euro belasten, während der DAX und der STOXX Europe 600 von einer steigenden Marktbreite profitieren könnten. (09.09.2024/alc/a/a)
Zwei Szenarien könnten an den Märkten starke Kursbewegungen auslösen: Die EZB verzichte auf die erwartete Zinssenkung um 25 Basispunkte oder senke stärker. Beides sei jedoch sehr unwahrscheinlich. Trotz des unerwarteten Rückgangs der Inflation im Euroraum im August auf 2,2 Prozent, den niedrigsten Stand seit Juli 2021, bleibe das Verarbeitende Gewerbe dringend auf geldpolitische Unterstützung angewiesen.
Auch wenn das Wachstum im zweiten Quartal nur 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal betragen habe, zeige sich die Konjunktur insgesamt stabil - dank des starken Dienstleistungssektors, der die Industrieschwäche abfedere. Eine große Zinssenkung um 50 Basispunkte wäre angesichts der aktuellen Wirtschaftslage übertrieben. Viele Marktbeobachter könnten einen solchen Schritt als Indiz werten, dass die EZB die Kontrolle verloren habe. Bekannt für ihre behutsame Vorgehensweise, werde die Zentralbank wahrscheinlich keine überhasteten Entscheidungen treffen.
Das bringt uns zum zweiten Punkt: Die Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach dem Zinsentscheid, so die Experten von eToro. Anleger würden auf Hinweise zum zukünftigen Zinspfad hoffen, würden jedoch wohl kaum einen detaillierten Plan erwarten dürfen. Doch gerade jetzt, wo die Inflation sinke und die Konjunktur wieder in Schwung kommen könnte, werde Lagarde gezwungen sein, ihre Rhetorik anzupassen. Eine kleine Zinssenkung und der Ausblick auf eine weiterhin lockere Geldpolitik in den nächsten Monaten dürften den Euro belasten, während der DAX und der STOXX Europe 600 von einer steigenden Marktbreite profitieren könnten. (09.09.2024/alc/a/a)


