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EZB: Weitere Zinserhöhung beschlossen
15.06.23 16:00
Der Aktionär
Kulmbach (www.anleihencheck.de) - Nach einer Zinspause der US-Notenbank FED am Vorabend habe die Europäische Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die hohe Inflation eine weitere Zinserhöhung beschlossen, so Thomas Bergmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär".
Wie von den Volkswirten erwartet, hätten die Währungshüter die Leitzinsen im Euroraum um 25 Basispunkte angehoben. Der Markt reagiere deshalb kaum auf die Nachricht.
Darüber hinaus habe die Notenbank die Projektionen für die Inflationsrate im Euroraum erhöht. Für dieses Jahr werde eine Teuerungsrate von 5,4% erwartet, nach 5,3% zuvor. Auch für die nächsten beiden Jahren seien die Erwartungen um zehn Basispunkte nach oben angepasst worden.
Die Wirtschaftsleistung im Euroraum solle 2023 um 0,9% zunehmen. 2024 werde ein Wachstum von 1,5%, 2025 eines von 1,6% in Aussicht gestellt.
Der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Geld bei der EZB besorgen könnten, steige damit auf 4%. Einen höheren Stand habe es zuletzt zu Beginn der weltweiten Finanzkrise Anfang Oktober 2008 mit damals 4,25% gegeben. Würden Banken Geld bei der EZB parken, würden sie dafür künftig 3,5% Zinsen erhalten, wie die Notenbank in Frankfurt mitgeteilt habe.
Der DAX reagiere mit leichten Abschlägen auf die Zinsanhebung und notiere knapp unter 16.200 Punkten. Bereits vor der Zinsentscheidung habe der deutsche Leitindex rund 100 Zähler im Minus gelegen.
Der Euro steige in Aussicht weiterer Zinserhöhungen auf ein Tageshoch. Es sei anzunehmen, dass die EZB die Zinsen in den nächsten Monaten stärker anhebe als die FED. Die Inflationsrate im Euroraum liege auch noch etwas über der in den USA.
Der Aktienmarkt habe in den letzten Monaten erstaunlich gelassen auf die zahlreichen Zinserhöhungen der Notenbanken reagiert. Auch die heutige Entscheidung lasse die meisten Anleger kalt. Es sei daher davon auszugehen, dass bald neue Höchststände erreicht würden. (15.06.2023/alc/a/a)
Wie von den Volkswirten erwartet, hätten die Währungshüter die Leitzinsen im Euroraum um 25 Basispunkte angehoben. Der Markt reagiere deshalb kaum auf die Nachricht.
Darüber hinaus habe die Notenbank die Projektionen für die Inflationsrate im Euroraum erhöht. Für dieses Jahr werde eine Teuerungsrate von 5,4% erwartet, nach 5,3% zuvor. Auch für die nächsten beiden Jahren seien die Erwartungen um zehn Basispunkte nach oben angepasst worden.
Der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Geld bei der EZB besorgen könnten, steige damit auf 4%. Einen höheren Stand habe es zuletzt zu Beginn der weltweiten Finanzkrise Anfang Oktober 2008 mit damals 4,25% gegeben. Würden Banken Geld bei der EZB parken, würden sie dafür künftig 3,5% Zinsen erhalten, wie die Notenbank in Frankfurt mitgeteilt habe.
Der DAX reagiere mit leichten Abschlägen auf die Zinsanhebung und notiere knapp unter 16.200 Punkten. Bereits vor der Zinsentscheidung habe der deutsche Leitindex rund 100 Zähler im Minus gelegen.
Der Euro steige in Aussicht weiterer Zinserhöhungen auf ein Tageshoch. Es sei anzunehmen, dass die EZB die Zinsen in den nächsten Monaten stärker anhebe als die FED. Die Inflationsrate im Euroraum liege auch noch etwas über der in den USA.
Der Aktienmarkt habe in den letzten Monaten erstaunlich gelassen auf die zahlreichen Zinserhöhungen der Notenbanken reagiert. Auch die heutige Entscheidung lasse die meisten Anleger kalt. Es sei daher davon auszugehen, dass bald neue Höchststände erreicht würden. (15.06.2023/alc/a/a)


