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EZB: Was ist normale Geldpolitik?
09.06.16 16:43
IKB Deutsche Industriebank
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die EZB steht in der Kritik, eine unkonventionelle und destabilisierende Geldpolitik zu betreiben, die konjunkturelle Blasen hervorruft und den deutschen Sparer unnötig belastet, so die Analysten der IKB Deutsche Industriebank AG.
Doch die aktuelle geldpolitische Ausrichtung der EZB habe sich hinsichtlich Inflation und Wachstum seit der Finanzkrise nicht wesentlich geändert, wie die Anwendung einer Taylor-Regel beweise. Es seien die makroökonomischen Umstände und vor allem das Prognoserisiko, die sich verändert hätten und die sich nur langsam verbessern und somit eine anhaltende Niedrigzinsphase erfordern würden.
Steigende Zinsen, die einen Konsolidierungsprozess in der Wirtschaft vorantreiben würden und dadurch Wachstumsdynamik generieren sollten, seien aktuell keine Lösung. Die historisch niedrigen Zinsen seien das Ergebnis und nicht die Ursache für das schwierige konjunkturelle Umfeld. Sie würden aus verschiedenen Krisen, hohen Schuldenquoten, einer restriktiven und reformträgen Fiskalpolitik sowie einer dadurch in ihrer Effektivität gebremsten Geldpolitik, die die Niedrigzinsphase verlängere, resultieren.
Die aktuellen Wachstums- und Inflationsprognosen sollten sich im Gegensatz zu den letzten Jahren als belastbar erweisen und nicht nur eine Hoffnung auf Besserung darstellen. Dann wäre auch eine Rückführung des Aufkaufprogramms im Jahr 2017 zu erwarten. Auf Basis aktueller Wirtschaftsdaten stünden die Chancen nicht schlecht. Ein Verbleib Großbritanniens in der EU würde sicherlich ebenfalls helfen. (09.06.2016/alc/a/a)
Doch die aktuelle geldpolitische Ausrichtung der EZB habe sich hinsichtlich Inflation und Wachstum seit der Finanzkrise nicht wesentlich geändert, wie die Anwendung einer Taylor-Regel beweise. Es seien die makroökonomischen Umstände und vor allem das Prognoserisiko, die sich verändert hätten und die sich nur langsam verbessern und somit eine anhaltende Niedrigzinsphase erfordern würden.
Steigende Zinsen, die einen Konsolidierungsprozess in der Wirtschaft vorantreiben würden und dadurch Wachstumsdynamik generieren sollten, seien aktuell keine Lösung. Die historisch niedrigen Zinsen seien das Ergebnis und nicht die Ursache für das schwierige konjunkturelle Umfeld. Sie würden aus verschiedenen Krisen, hohen Schuldenquoten, einer restriktiven und reformträgen Fiskalpolitik sowie einer dadurch in ihrer Effektivität gebremsten Geldpolitik, die die Niedrigzinsphase verlängere, resultieren.
Die aktuellen Wachstums- und Inflationsprognosen sollten sich im Gegensatz zu den letzten Jahren als belastbar erweisen und nicht nur eine Hoffnung auf Besserung darstellen. Dann wäre auch eine Rückführung des Aufkaufprogramms im Jahr 2017 zu erwarten. Auf Basis aktueller Wirtschaftsdaten stünden die Chancen nicht schlecht. Ein Verbleib Großbritanniens in der EU würde sicherlich ebenfalls helfen. (09.06.2016/alc/a/a)


