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EZB im Wartemodus
12.09.25 11:07
Candriam
Brüssel (www.anleihencheck.de) - Mit den nun auf neutralem Niveau liegenden Leitzinsen hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihr unmittelbares Ziel weitgehend erreicht, die Inflation unter Kontrolle zu bringen, so Nicolas Forest, Chief Investment Officer bei Candriam, zum heutigen Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB).
Die Notenbank habe eine Pause eingelegt und signalisiert, dass sie sich mehr Zeit nehmen werde, um die wirtschaftliche Entwicklung vor dem Hintergrund anhaltender globaler Unsicherheiten zu beurteilen.
Der Inflationsdruck bleibe gedämpft: Die jüngsten Daten würden eine Teuerungsrate von 2,1 Prozent zeigen. Ein stärkerer Euro, sinkende Energiepreise und anhaltende geopolitische Unsicherheit würden die Risiken auf die Abwärtsseite verlagern.
Das Wachstum im Euroraum bleibe verhalten, erweise sich jedoch als widerstandsfähig und werde durch eine stabile Konsumnachfrage sowie Investitionen gestützt. Politische Initiativen wie der ReArm-Europe-Plan und das deutsche Konjunkturpaket dürften dazu beitragen, die Auswirkungen der kürzlich eingeführten US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auf die meisten Waren abzufedern.
Vor diesem Hintergrund halte die EZB alle Optionen offen. Künftige Entscheidungen würden davon abhängen, ob sich die eingehenden Daten weiterhin moderat verbessern oder ob die US-Zölle und die sich verschlechternden Wirtschaftsbedingungen in China die europäische Konjunktur stärker belasten würden.
Unterdessen dürfte sich der Zinsabstand zur US-Notenbank (FED) in den kommenden Monaten verringern. Angesichts der Anzeichen für einen nachlassenden US-Arbeitsmarkt werde erwartet, dass die FED die Zinsen in diesem Jahr zweimal senken werde. Allerdings könnten zollbedingte Preisdruckfaktoren wieder aufkommen, sodass FED-Chef Jerome Powell zwischen dem politischen Druck von US-Präsident Donald Trump und einem schrumpfenden geldpolitischen Handlungsspielraum gefangen bleibe.
Für Anleger bedeute dieses Umfeld eine Phase erhöhter Volatilität, aber auch interessanter Chancen: Die Widerstandsfähigkeit des europäischen Wachstums und fiskalische Impulse könnten ausgewählte Aktien- und Anleihemärkte stützen. Gleichzeitig dürfte die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Anleihen stärken. (12.09.2025/alc/a/a)
Die Notenbank habe eine Pause eingelegt und signalisiert, dass sie sich mehr Zeit nehmen werde, um die wirtschaftliche Entwicklung vor dem Hintergrund anhaltender globaler Unsicherheiten zu beurteilen.
Der Inflationsdruck bleibe gedämpft: Die jüngsten Daten würden eine Teuerungsrate von 2,1 Prozent zeigen. Ein stärkerer Euro, sinkende Energiepreise und anhaltende geopolitische Unsicherheit würden die Risiken auf die Abwärtsseite verlagern.
Vor diesem Hintergrund halte die EZB alle Optionen offen. Künftige Entscheidungen würden davon abhängen, ob sich die eingehenden Daten weiterhin moderat verbessern oder ob die US-Zölle und die sich verschlechternden Wirtschaftsbedingungen in China die europäische Konjunktur stärker belasten würden.
Unterdessen dürfte sich der Zinsabstand zur US-Notenbank (FED) in den kommenden Monaten verringern. Angesichts der Anzeichen für einen nachlassenden US-Arbeitsmarkt werde erwartet, dass die FED die Zinsen in diesem Jahr zweimal senken werde. Allerdings könnten zollbedingte Preisdruckfaktoren wieder aufkommen, sodass FED-Chef Jerome Powell zwischen dem politischen Druck von US-Präsident Donald Trump und einem schrumpfenden geldpolitischen Handlungsspielraum gefangen bleibe.
Für Anleger bedeute dieses Umfeld eine Phase erhöhter Volatilität, aber auch interessanter Chancen: Die Widerstandsfähigkeit des europäischen Wachstums und fiskalische Impulse könnten ausgewählte Aktien- und Anleihemärkte stützen. Gleichzeitig dürfte die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Anleihen stärken. (12.09.2025/alc/a/a)


