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EZB: Sommer- und Zinspause bis September


12.07.24 11:07
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Der Juli und August sind die Monate der großen Sommer- und Zinspause in diesem Jahr, so die Analysten der Nord LB.

Nach Einschätzung der Analysten sollte der EZB-Rat auf der kommenden Sitzung pausieren und die Zinsen nicht senken. Dies sollte er erst wieder im September tun. Mit Spannung würden sie ohnehin auf alle Sitzungen mit neuen "staff projections" blicken. Die hätten sich bereits Ende 2023 prognostisch für recht wenige Zinsschritte 2024 entschieden und auch zu bedenken gegeben, dass zu schnelle Senkungen eher schaden könnten. Der wahrscheinlichste Fahrplan enthalte höchstens noch zwei weitere Senkungen 2024, nämlich im September und Dezember. Dies wäre folglich stets zu den jeweils neuen "staff projections".

Es hätte etwas Abwechslungsreiches: Eine Sitzung runter, eine Sitzung Pause - und dann wieder von vorne. 2025 sei derzeit für die Analysten noch eine Black Box, da der erste Schritt der Senkungen gerade erst getan worden sei. Zudem würden sie sich fragen, wo die Diskussion über den Mindestreservesatz hin sei, der vor gar nicht allzu langer Zeit wenigstens von 1% auf 2% verdoppelt werden sollte bzw. laut Einzelmeinungen sogar Sphären von 5% oder gar 10% hätte erreichen sollen. Zudem würden die Analysten es sehr begrüßen, wenn das TPI mit Blick auf Frankreich in der Schublade bliebe. Immerhin habe es bei der Zinsdifferenz zwischen deutschen und französischen Staatsanleihen (10y) einen Rückprall um mehr als 15bp auf circa 65bp nach zuvor über 80bp gegeben. (12.07.2024/alc/a/a)