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EZB-Sitzung: Das Zwei-Prozent-Ziel ist in Sicht
31.01.25 08:30
Candriam
Brüssel (www.anleihencheck.de) - Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, die Leitzinsen auf 2,75 Prozent zu senken, wurde angesichts der stagnierenden Wirtschaftstätigkeit in Europa und des weiterhin gedämpften Verbrauchervertrauens bereits vom Markt erwartet, so Nicolas Forest, CIO bei Candriam.
Die Inflation entwickle sich in Richtung Zwei-Prozent-Ziel, das Lohnwachstum verlangsame sich und die finanziellen Bedingungen für Unternehmenskredite und Hypotheken würden sich verschärfen – das sollte die EZB in ihrer Haltung bestärken, die Geldpolitik in den kommenden Monaten weiter schrittweise zu lockern.
Die Zentralbank bleibe jedoch bei ihrem datenabhängigen Ansatz, der von Sitzung zu Sitzung variiere, und lasse keine zusätzlichen Hinweise auf weitere Zinssenkungen oder Änderungen bei der geldpolitischen Haltung erkennen.
Im Hinblick auf mögliche Trump-Zölle sei die Unsicherheit zu groß, als dass sich die Notenbank im Voraus auf einen festen Zinspfad festlegen könnte. US-Zölle und mögliche Vergeltungsmaßnahmen würden das europäische Wachstum belasten und die Disinflation gefährden. Die Bank of Canada habe die gleichen Bedenken. Sie habe gestern die Zinssätze gesenkt, gebe aber keine weitere Orientierung über künftige Zinsmaßnahmen, da die Auswirkungen der US-Zölle auf die Wirtschaftsaussichten des Landes ungewiss seien.
Die nächste EZB-Sitzung im März dürfte für Anleger relevanter sein. Es würden dann mehr Daten zur Verfügung stehen, einschließlich der vierteljährlichen Prognosen.
Angesichts der nach wie vor hohen Kreditkosten und der schwachen Konjunkturaussichten in Europa rechnen die Experten von Candriam in diesem Jahr mit drei weiteren Zinssenkungen durch die EZB, was zum Zielzinssatz von zwei Prozent führen wird – das entspricht auch dem Marktpreis. Sie seien der Meinung, dass sich die EZB im Gegensatz zur Fed weiterhin auf das Wachstum und nicht auf das Restrisiko der Inflation konzentrieren sollte. (Ausgabe vom 30.01.2025) (31.01.2025/alc/a/a)
Die Inflation entwickle sich in Richtung Zwei-Prozent-Ziel, das Lohnwachstum verlangsame sich und die finanziellen Bedingungen für Unternehmenskredite und Hypotheken würden sich verschärfen – das sollte die EZB in ihrer Haltung bestärken, die Geldpolitik in den kommenden Monaten weiter schrittweise zu lockern.
Im Hinblick auf mögliche Trump-Zölle sei die Unsicherheit zu groß, als dass sich die Notenbank im Voraus auf einen festen Zinspfad festlegen könnte. US-Zölle und mögliche Vergeltungsmaßnahmen würden das europäische Wachstum belasten und die Disinflation gefährden. Die Bank of Canada habe die gleichen Bedenken. Sie habe gestern die Zinssätze gesenkt, gebe aber keine weitere Orientierung über künftige Zinsmaßnahmen, da die Auswirkungen der US-Zölle auf die Wirtschaftsaussichten des Landes ungewiss seien.
Die nächste EZB-Sitzung im März dürfte für Anleger relevanter sein. Es würden dann mehr Daten zur Verfügung stehen, einschließlich der vierteljährlichen Prognosen.
Angesichts der nach wie vor hohen Kreditkosten und der schwachen Konjunkturaussichten in Europa rechnen die Experten von Candriam in diesem Jahr mit drei weiteren Zinssenkungen durch die EZB, was zum Zielzinssatz von zwei Prozent führen wird – das entspricht auch dem Marktpreis. Sie seien der Meinung, dass sich die EZB im Gegensatz zur Fed weiterhin auf das Wachstum und nicht auf das Restrisiko der Inflation konzentrieren sollte. (Ausgabe vom 30.01.2025) (31.01.2025/alc/a/a)


