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EZB-Sitzung: Zinsschritte im Oktober und Dezember?
16.10.24 16:00
Columbia Threadneedle
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Bei ihrer letzten Sitzung hatte die Europäische Zentralbank (EZB) angedeutet, dass sie im Oktober eine Pause einlegt, so Dave Chappell, Senior Fund Manager Fixed Income bei Columbia Threadneedle Investments.
Die Experten seien jedoch davon ausgegangen, dass es trotzdem zu einer Zinssenkung kommen könnte - wenn die Daten dies rechtfertigen würden und die Federal Reserve (Fed) den Beginn ihrer geldpolitischen Normalisierung mit einer Zinssenkung von 50 Basispunkten einleiten würde. Beides sei eingetreten.
Nun signalisiere die EZB zwei Zinssenkungen hintereinander. Die Experten würden davon ausgehen, dass der Ausschuss auch im Dezember zu einer weiteren Zinssenkung tendieren werde, es sei denn, die anstehenden Wachstums- oder Inflationsdaten würden positiv überraschen. Allerdings seien die Aussichten ab diesem Zeitpunkt weniger klar, vor allem angesichts eines möglichen Regierungswechsels in den USA.
Die Märkte würden ein Szenario einpreisen, bei dem die EZB auf beiden Sitzungen in diesem Jahr die Zinsen senken werde, und das erscheine den Zinsspezialisten angemessen. Angesichts der anhaltenden Emissionstätigkeit dürfte die Zinsstrukturkurve unter Druck bleiben, während die enorme Volatilität der Daten in diesem Jahr bei Anlegern weiterhin für Kopfschmerzen sorgen werde.
Im Vereinigten Königreich werde die Bank of England am 7. November die Zinsen höchstwahrscheinlich senken. Ob sie im Dezember noch einmal nachlegen werde, bleibe jedoch unklar: Darüber würden die Beschäftigungs- und Inflationszahlen in den kommenden Wochen sowie die Frage entscheiden, wie zum Ende des Monats der Haushalt aussehe. (16.10.2024/alc/a/a)
Die Experten seien jedoch davon ausgegangen, dass es trotzdem zu einer Zinssenkung kommen könnte - wenn die Daten dies rechtfertigen würden und die Federal Reserve (Fed) den Beginn ihrer geldpolitischen Normalisierung mit einer Zinssenkung von 50 Basispunkten einleiten würde. Beides sei eingetreten.
Die Märkte würden ein Szenario einpreisen, bei dem die EZB auf beiden Sitzungen in diesem Jahr die Zinsen senken werde, und das erscheine den Zinsspezialisten angemessen. Angesichts der anhaltenden Emissionstätigkeit dürfte die Zinsstrukturkurve unter Druck bleiben, während die enorme Volatilität der Daten in diesem Jahr bei Anlegern weiterhin für Kopfschmerzen sorgen werde.
Im Vereinigten Königreich werde die Bank of England am 7. November die Zinsen höchstwahrscheinlich senken. Ob sie im Dezember noch einmal nachlegen werde, bleibe jedoch unklar: Darüber würden die Beschäftigungs- und Inflationszahlen in den kommenden Wochen sowie die Frage entscheiden, wie zum Ende des Monats der Haushalt aussehe. (16.10.2024/alc/a/a)


