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EZB-Sitzung: Ein Tapering wäre zu diesem Zeitpunkt verfrüht


18.10.16 11:25
Allianz Global Investors

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Das Quantitative Easing (QE) wird nicht plötzlich im März 2017 ohne vorherige Signale der Europäischen Zentralbank (EZB) enden, so Franck Dixmier, Globaler Anleihenchef von Allianz Global Investors, im Vorfeld der EZB-Sitzung am 20. Oktober.

Diese Ansicht werde weitgehend von den Märkten geteilt, die nicht erwarten würden, dass ein Wechsel der Geldpolitik auf der EZB-Sitzung in dieser Woche bekannt gegeben werde.

Angesichts dieser Erwartungen könnte sich EZB-Präsident Mario Draghi erneut alle Optionen offen halten und flexibel bleiben, um dieses Programm bei Bedarf anpassen zu können. Das Programm hänge vom Inflationsausblick ab, Draghi könnte die Märkte aber daran erinnern, dass QE auf technischer Ebene nicht begrenzt sei. Mit anderen Worten, die EZB könne die seit 2015 verfolgten Regeln ändern, nach denen sie das Volumen ihrer Wertpapierankäufe nach Emission und Emittent, die Länderallokation und den Ausschluss von Anlagen, die unterhalb des Einlagensatzes rentieren würden, bestimme.

Dennoch würden die Experten glauben, dass Draghi im derzeitigen Umfeld nicht zu unmittelbaren Handlungen gezwungen sei, und dass ein Tapering zu diesem Zeitpunkt verfrüht wäre. Im Gegensatz dazu könnte der EZB-Sitzung im Dezember eine besondere Bedeutung zukommen. Draghi könnte dann möglicherweise über detaillierte Änderungen der technischen Modalitäten des QE-Programms verbunden mit einer Kursänderung der EZB-Geldpolitik sprechen. Beide Elemente getrennt voneinander zu betrachten, wäre nicht sinnvoll. (18.10.2016/alc/a/a)