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EZB-Sitzung: Der Einstieg in den Ausstieg?
04.02.22 12:45
BNY Mellon IM
Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Die EZB ist gezwungen, sich langsam aber sicher der Gruppe von Zentralbanken anzuschließen, die die Zügel wieder anziehen, so Paul Brain, Head of Fixed Income bei Newton Investment Management, einer Gesellschaft von BNY Mellon Investment Management.
Nachdem am 2. Februar 2022 ein Anstieg der Inflation in der Eurozone gemeldet worden sei, vertiefe EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Gespräche mit den Entscheidungsträgern über die Inflation. In der Folge antizipiere der Markt den Zeitpunkt der Zinserhöhung nun schon in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres. Lagarde habe keine klaren Details genannt, den Märkten aber empfohlen, auf die nächsten Sitzungen zu achten, um festzustellen, wann und in welchem Umfang die Zinsen steigen und die Bilanz schrumpfen könnten.
Anfang dieser Woche sei die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen zum ersten Mal seit Mai 2019 über die Null-Prozent-Linie gestiegen, ausgelöst durch die hohen Inflationsdaten. Da die EZB nun beginne, über eine Zinserhöhung zu sprechen, würden die Experten erwarten, dass die Renditen weiter steigen würden. Ein Rückgang des Quantitative Easing, also der ultralockeren Geldpolitik, könnte auch die Märkte für Staatsanleihen der Peripherieländer unter Druck bringen und die Spreads steigen lassen. (Ausgabe vom 03.02.2022) (04.02.2022/alc/a/a)
Nachdem am 2. Februar 2022 ein Anstieg der Inflation in der Eurozone gemeldet worden sei, vertiefe EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Gespräche mit den Entscheidungsträgern über die Inflation. In der Folge antizipiere der Markt den Zeitpunkt der Zinserhöhung nun schon in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres. Lagarde habe keine klaren Details genannt, den Märkten aber empfohlen, auf die nächsten Sitzungen zu achten, um festzustellen, wann und in welchem Umfang die Zinsen steigen und die Bilanz schrumpfen könnten.
Anfang dieser Woche sei die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen zum ersten Mal seit Mai 2019 über die Null-Prozent-Linie gestiegen, ausgelöst durch die hohen Inflationsdaten. Da die EZB nun beginne, über eine Zinserhöhung zu sprechen, würden die Experten erwarten, dass die Renditen weiter steigen würden. Ein Rückgang des Quantitative Easing, also der ultralockeren Geldpolitik, könnte auch die Märkte für Staatsanleihen der Peripherieländer unter Druck bringen und die Spreads steigen lassen. (Ausgabe vom 03.02.2022) (04.02.2022/alc/a/a)


