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EZB: QE ist gut aus den Startlöchern gekommen
02.04.15 14:40
Oddo Asset Management
Paris (www.anleihencheck.de) - Die Experten von Oddo Asset Management führen das Kommentar von Bruno Cavalier, Chefvolkswirt von Oddo & Cie, zum QE-Programm der EZB an:
Das Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) zur quantitativen Lockerung (QE) ihrer Geldpolitik durch den Kauf von Staatsanleihen ist gut aus den Startlöchern gekommen, schreibe Bruno Cavalier, Chefvolkswirt von Oddo & Cie, in seinem jüngsten makroökonomischen Research.
Auch der erste von sechs bis Mitte 2016 geplanten gezielten Langfristtendern (TLTRO) sei erfolgreich gewesen, erstaunlicherweise jedoch von den Medien kaum zur Kenntnis genommen worden.
Beim Erwerb von Staatsanleihen habe die Notenbank gleich zum Start ein schärferes Tempo als erwartet vorgelegt, wohl um sicherzustellen, dass die Ankündigungen von EZB-Präsident Mario Draghi ernst genommen würden. Hielten die Währungshüter die gegenwärtige Geschwindigkeit bei, werde sich die Bilanz der Notenbank bis September 2016 sogar um 1,3 Billionen Euro anstatt der ursprünglich erwarteten 1,0 Billionen Euro ausweiten, so Cavalier weiter.
Beim ersten TLTRO hätten 143 Geschäftsbanken 98 Milliarden Euro nachgefragt, was etwa dem Dreifachen der zuvor prognostizierten Summe entsprochen habe. Dies sei ein positives Signal für das künftige Kreditwachstum. Denn der Umfang dieser gezielten Langfristtender basiere nicht auf den ausstehenden Krediten der Banken in der Vergangenheit, sondern der Vergabe neuer Kredite. Kurbelten die Institute also nicht die Kreditvergabe an, würden sie dafür bestraft. (02.04.2015/alc/a/a)
Das Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) zur quantitativen Lockerung (QE) ihrer Geldpolitik durch den Kauf von Staatsanleihen ist gut aus den Startlöchern gekommen, schreibe Bruno Cavalier, Chefvolkswirt von Oddo & Cie, in seinem jüngsten makroökonomischen Research.
Beim Erwerb von Staatsanleihen habe die Notenbank gleich zum Start ein schärferes Tempo als erwartet vorgelegt, wohl um sicherzustellen, dass die Ankündigungen von EZB-Präsident Mario Draghi ernst genommen würden. Hielten die Währungshüter die gegenwärtige Geschwindigkeit bei, werde sich die Bilanz der Notenbank bis September 2016 sogar um 1,3 Billionen Euro anstatt der ursprünglich erwarteten 1,0 Billionen Euro ausweiten, so Cavalier weiter.
Beim ersten TLTRO hätten 143 Geschäftsbanken 98 Milliarden Euro nachgefragt, was etwa dem Dreifachen der zuvor prognostizierten Summe entsprochen habe. Dies sei ein positives Signal für das künftige Kreditwachstum. Denn der Umfang dieser gezielten Langfristtender basiere nicht auf den ausstehenden Krediten der Banken in der Vergangenheit, sondern der Vergabe neuer Kredite. Kurbelten die Institute also nicht die Kreditvergabe an, würden sie dafür bestraft. (02.04.2015/alc/a/a)


