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EZB-Maßnahmen haben Euro-Absturz zur Folge
01.10.14 12:34
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die Verbraucherpreise im Euroraum stiegen im September mit nur noch 0,3 Prozent, also mit dem niedrigsten Wert der letzten fünf Jahre, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Markante Marktreaktionen seien die Folge gewesen: Aktien hätten haussiert und der Euro sei unter 1,26 EUR/USD gestürzt. Grund dafür sei die Erwartung der Marktteilnehmer, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, nun seinen Ankündigungen endgültig Taten folgen lassen müsse. Vermeidung deflationärer Tendenzen mit all ihren negativen wirtschaftlichen Folgen sei derzeit das oberste Ziel der EZB.
Während die britische und die US-amerikanische Notenbank kurz davor stünden, ihre in der Vergangenheit sehr expansive Geldpolitik deutlich restriktiver zu gestalten, hole Draghi nun das nach, was seine Zentralbank-Kollegen die letzten Jahre exzessiv vorgemacht hätten: Versorgung der Finanz- und Kreditmärkte mit billigem Geld und Auflegung von Anleihenkaufprogrammen - unter dem Strich also Geld drucken. Unmittelbare Folge sei die (gewollte) deutliche Abschwächung des Euro-Wechselkurses. Wie so oft gestalte sich diese Abwertung allerdings schneller und heftiger als erwartet.
Die Diskrepanz der Zinslandschaften und Wachstumsraten in den USA und Europa klaffe nunmehr so weit auseinander, dass eine gewaltige Spekulationswelle auf einen steigenden US-Dollar entstanden sei. Vordergründig komme dies der EZB zupass, da ein billiger Euro der europäischen Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil verschaffe und der dümpelnden Euro-Wirtschaft auf die Beine helfe. Zudem wirke dies der Deflationsgefahr entgegen. Ein mulmiges Gefühl mache sich jedoch breit, denn diese Entwicklungen habe man schon mal gesehen - in Japan vor 20 Jahren! (01.10.2014/alc/a/a)
Markante Marktreaktionen seien die Folge gewesen: Aktien hätten haussiert und der Euro sei unter 1,26 EUR/USD gestürzt. Grund dafür sei die Erwartung der Marktteilnehmer, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, nun seinen Ankündigungen endgültig Taten folgen lassen müsse. Vermeidung deflationärer Tendenzen mit all ihren negativen wirtschaftlichen Folgen sei derzeit das oberste Ziel der EZB.
Während die britische und die US-amerikanische Notenbank kurz davor stünden, ihre in der Vergangenheit sehr expansive Geldpolitik deutlich restriktiver zu gestalten, hole Draghi nun das nach, was seine Zentralbank-Kollegen die letzten Jahre exzessiv vorgemacht hätten: Versorgung der Finanz- und Kreditmärkte mit billigem Geld und Auflegung von Anleihenkaufprogrammen - unter dem Strich also Geld drucken. Unmittelbare Folge sei die (gewollte) deutliche Abschwächung des Euro-Wechselkurses. Wie so oft gestalte sich diese Abwertung allerdings schneller und heftiger als erwartet.
Die Diskrepanz der Zinslandschaften und Wachstumsraten in den USA und Europa klaffe nunmehr so weit auseinander, dass eine gewaltige Spekulationswelle auf einen steigenden US-Dollar entstanden sei. Vordergründig komme dies der EZB zupass, da ein billiger Euro der europäischen Wirtschaft einen Wettbewerbsvorteil verschaffe und der dümpelnden Euro-Wirtschaft auf die Beine helfe. Zudem wirke dies der Deflationsgefahr entgegen. Ein mulmiges Gefühl mache sich jedoch breit, denn diese Entwicklungen habe man schon mal gesehen - in Japan vor 20 Jahren! (01.10.2014/alc/a/a)


