EZB-Geldpolitik im Schatten der Europawahlen


08.05.14 16:17
Baader Bank

Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Lissabon will wieder ohne externe Hilfe auskommen? Athen rechnet einen Haushaltsüberschuss vor! Die Botschaften hör' ich wohl, allein mir fehlt so recht der Glaube, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.

Portugal wolle am Kapitalmarkt wieder ganz auf eigenen Beinen stehen. Die Regierung in Lissabon verzichte nach der Rückkehr an den Kapitalmarkt und dem Ausstieg aus dem internationalen Rettungsprogramm auf weitere Finanzhilfen der EU-Partner. Nach Zahlung der letzten Hilfstranche aus einem Gesamtvolumen von 78 Milliarden Euro des internationalen Rettungsschirms solle im Juni Schluss sein mit externer Hilfe, wie Ministerpräsident Pedro Passos Coelho bekannt gegeben habe. Lissabon habe sich damit ebenso wie Dublin für einen "sauberen Ausstieg" aus dem Hilfsprogramm entschieden.

Die Rentenmärkte hätten auf diese Ankündigungen mit steigenden Kursen und sinkenden Renditen der bereits gelisteten Anleihen prompt reagiert. So sei die Rendite im zehnjährigen Bereich auf rund 3,54% zurückgegangen, wie am Bespiel der bis 2/2024 laufenden portugiesischen Staatsanleihe (ISIN PTOTEQOE0015 / WKN A1HKUP) abzulesen sei, die mit ca. 117,12% notiere. Im fünfjährigen Bereich liege die Rendite inzwischen bei rund 2,33%. Eine im Juni 2019 fällig werdende Staatsanleihe (ISIN PTOTEMOE0027 / WKN A0T7AG) notiere bei 110,50%.

Portugal wäre nach Irland das zweite Land, das es damit wieder in die finanzielle Unabhängigkeit geschafft hätte. Griechenland und Zypern würden nach wie vor Rettungshilfen erhalten und stünden unter der Aufsicht der so genannten Troika aus IWF, Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank. Erst vor zwei Wochen habe Portugal den Markt mit der Aufstockung einer bereits 2013 begebenen Anleihe erfolgreich getestet und solle nun wieder ohne Netz und doppelten Boden in Form eines Kreditrahmens für den Notfall auskommen.

Die Botschaft höre man wohl, allein es fehle so recht der Glaube, möge man sich hier frei nach Goethes Faust denken. Es sei eher zu vermuten, dass man den Eindruck erwecken wolle, das Schlimmste sei überstanden, um im Vorfeld der Europawahl europafeindliche Kräfte im Zaum zu halten.

Dies gelte auch für Griechenland, wo vor vier Wochen die geglückte Rückkehr an den Kapitalmarkt sowie ein Haushaltsüberschuss für 2013 gefeiert worden seien. ifo-Präsident, Hans-Werner Sinn, sehe in letzterem gar eine "Irreführung der Öffentlichkeit", weil bei der Rechnung die als einmalig deklarierten Ausgabenposten einfach weggelassen worden seien. Dass Gläubiger den Griechen nun wieder Geld leihen würden, sei schließlich einzig und allein in den direkten und indirekten Rettungsversprechen von EU-Staaten und EZB begründet, wonach die Rückzahlung im Notfall von den euroländischen Steuerzahlern abzudecken sei. Ansonsten aber hätten sich die Aussichten für die Rückzahlung der griechischen Schulden eher verschlechtert. Das sei nicht einfach irgendeine Annahme, nein, dies habe die EU-Kommission nun höchstpersönlich festgestellt.

Europawahl werfe Schatten auf EZB-Geldpolitik

Obwohl die Inflationsraten unter dem von der EZB angestrebten Niveau verharren würden, wäre eine Leitzinssenkung das falsche Zeichen zur falschen Zeit. Momentan seien alle europäischen Politiker und Notenbanker daran interessiert, Normalität zu signalisieren, um den Europa-kritischen Kräften nicht in die Karten zu spielen.

Draghi sei als Psychologe gefragt

Heute sei es endlich soweit. Nachdem die Notenbanken der USA und Japan ihrer bisherigen Linie treu geblieben seien, stünden nun die Entscheidungen der Bank of England und der EZB an. In beiden Fällen sei nicht mit einer Änderung der Geldpolitik zu rechnen. Insbesondere vor dem Hintergrund der in drei Wochen anstehenden Europawahlen werde man von einem wilden Aktionismus Abstand nehmen, zumal auch kein wirklicher Handlungsbedarf zu sehen sei. "Abwarten und Teetrinken" werde die Devise der Notenbanker sein.

Obwohl die Inflationsraten unter dem von der EZB angestrebten Niveau verharren würden, wäre eine Leitzinssenkung, wie von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gefordert, das falsche Zeichen zur falschen Zeit. Denn momentan seien alle europäischen Politiker und Notenbanker daran interessiert, Normalität zu signalisieren, um den Europa-kritischen Kräften nicht in die Karten zu spielen. Somit sei davon auszugehen, dass bei der heutigen Pressekonferenz des EZB-Präsidenten Mario Draghi lediglich die alten Argumente und Thesen in neuer Verpackung präsentiert würden.

Drei Maßnahmenkataloge stünden ihm und seinem Team weiterhin zur Verfügung. Erstens: Konventionelle Maßnahmen wie Zinssenkung und Langfristtender. Diese würden nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Renditen wieder steigen würden bzw. der Euro fester werde. Zweitens: Unkonventionelle Maßnahmen wie bedingte Langfristtender könnten Engpässe bei der Darlehensbeschaffung für Unternehmen beseitigen. Und Drittens: Ein breit aufgestelltes Wertpapier-Ankaufprogramm könnte zu einer besseren Kapitalausstattung der Banken beitragen. Alle diese Maßnahmen seien grundsätzlich denkbar, aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt.

Diese Vielzahl der konventionellen und unkonventionellen Maßnahmen mache den Job eines EZB-Präsidenten nicht einfacher. Früher seien Beschlüsse gefasst und im Anschluss kurz und bündig kommentiert worden. Heute, im Zeitalter der Globalisierung, sei es allerdings extrem wichtig, allen Marktteilnehmern die Hoffnung zu geben, richtig positioniert zu sein und sie nicht zu verschrecken. Psychologische Fähigkeiten für Notenbanker in leitender Funktion seien inzwischen zwingend erforderlich. Denn ein falsches Wort könne Kapitalmärkte zum Beben bringen und alle Börsianer und Investoren zu "einem Volk von Dichtern und Deutern" werden lassen.

Werde Frankreich zum Euro-Sorgenkind Nummer Eins?

Paris dränge die EZB, Maßnahmen gegen den starken Euro zu ergreifen. Für Frankreich werde es bitterernst. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sei auf dem besten Wege, zum größten Sorgenkind der EU zu werden. Grund: In den kommenden zwei Jahren werde die Neuverschuldung des westlichen Nachbarlandes die von Griechenland klar übertreffen und damit weiter über den erlaubten 3,0% liegen. Paris möchte das Defizitziel zwar schon 2015 erreichen, doch dürfte dem die stotternde Konjunktur entgegenstehen. Für 2014 werde ein Wachstum von nur 1,0% erwartet. So schwächele die französische Industrie derzeit noch stärker als befürchtet. Im März habe die Produktion der Unternehmen sogar um 0,7% zum Vormonat abgenommen. Auch die angekündigten Einsparungen über 50 Mrd. Euro würden wohl nicht ausreichen, um das Defizitziel zu erreichen.

Wenn nun gar nichts mehr helfe, rufe man in Paris neuerdings auch nach der EZB und scheue nicht vor einer neuen Leseart der EU-Verträge zurück. So würden Ministerpräsident Manuel Valls und Finanzminister Michel Sapin die Zentralbank dazu auffordern, etwas gegen den starken Euro zu tun. Man stelle sich die Frage, ob Impulse für Wirtschaftswachstum und den Arbeitsmarkt also durch die Geldpolitik generiert werden sollten. Das sei ein Rückfall in die Mentalität der französischen Regierung aus den 70er Jahren, heiße es dazu aus der Deutschen Bundesbank.

Doch die Geister aus Paris, die nun eine gezielte Schwächung des Euro fordern würden, hätten Notenbankchef Mario Draghi und seine Kollegen selbst gerufen. Hätten sie sich doch immer wieder gegen einen starken Euro ausgesprochen und so zumindest verbal interveniert. Na ja, jetzt müsse die EZB damit zurechtkommen, wenn Paris sie beim Wort nehme. Man könne gespannt sein, welche Initiativen die französische Regierung vor und nach den Europawahlen starten werde, um in der Wählergunst wieder zu punkten.

Italiens Banken würden am Tropf der EZB hängen.

Einzelnen europäischen Kreditinstituten würden Bonitätsabstufungen aufgrund der stärkeren Regulierung drohen. Italiens Banken seien am meisten auf die Refinanzierung durch langfristige Kredite der EZB angewiesen. Darauf weise die Ratingagentur Fitch hin. Demnach hätten die italienischen Banken erst rund 20% der in den Jahren 2011 und 2012 für drei Jahre bei der Notenbank aufgenommenen Kredite zurückgezahlt. Auf diese Quote kämen zwar auch die Kreditinstitute in Portugal, aber Italiens Banken hätten absolut betrachtet deutlich mehr Kredite aufgenommen.

Besser stünden die Institute in Spanien da, die bereits 45% ihrer Langfristkredite zurückgezahlt hätten. Italiens Banken hätten die EZB-Gelder vornehmlich zur Bedienung ihrer 2012 fällig werdenden Finanzierungen verwendet. Darüber hinaus sei das Geld in starkem Maße in relativ hochrentierliche Staatsanleihen gesteckt worden, um dem in anderen Geschäften herrschenden Margendruck begegnen zu können.

Indessen würden einzelnen europäischen Banken Bonitätsabstufungen aufgrund der zunehmenden Regulierung drohen. So schmälere etwa die einheitliche Bankenaufsicht nach Einschätzung der Ratingagentur S&P die Wahrscheinlichkeit, dass Banken im Notfall von den Regierungen gerettet würden. Entsprechend habe S&P den Ausblick für insgesamt 15 EU-Banken gesenkt. Aus deutscher Sicht seien davon auch die Deutsche Bank AG und die Deutsche Pfandbriefbank AG betroffen.

Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) habe sein angepeiltes Kapitalvolumen erreicht

Es bleibe zu hoffen, dass niemand auf die Idee kommen werde, die Grenzen des Systems auszuloten. Kaum würden 18 Monate vergehen und "schon" sei der Euro-Rettungsschirm aufgespannt. Dies oder Ähnliches hätten sich sicherlich viele Marktteilnehmer bei der Meldung - ESM habe volles Kapitalvolumen erreicht - gedacht. Eineinhalb Jahre nach dem offiziellen Startschuss, der bereits durch unzählige Debatten verzögert worden sei, stehe nun endlich das einzuzahlende Kreditvolumen von 80 Mrd. Euro zur Verfügung.

In fünf Tranchen seien die Gelder von den Mitgliedsstaaten eingezahlt worden und zusammen mit dem bei den Mitgliedsstaaten abzurufenden Kapital in Höhe von ca. 620 Mrd. Euro besitze der Rettungsschirm eine Kapitaldecke von 700 Mrd. Euro. Da aber ein Teil dieser Summe als Sicherheitsrücklage geblockt werde, könne der ESM "nur" mit ca. 500 Mrd. Euro hantieren. Ob dieser Betrag im Falle einer "Finanzkrise reloaded" ausreiche und welche Länder zu einem solchen Zeitpunkt noch ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen könnten, darüber würden schon seit langem die so genannten Fachleute streiten.

In diesem Zusammenhang würden sich viele Investoren sicherlich an ihre bisherigen Engagements in Griechenland-Anleihen erinnern. Bei diesen Bonds sei damals der vollmundig beschworene Rettungsschirm beim ersten Regentropfen zugeklappt und die Gläubiger zum Friseur geschickt (Haircut) worden.

Sicher sei hingegen, dass Deutschland für 27,07% dieser Kapitaldecke aufkommen solle. Dieser Prozentsatz entspreche dem Anteil der Analysten am Eigenkapital der EZB. Dass damit das Risiko des deutschen Steuerzahlers auf ca. 190 Mrd. Euro begrenzt sei, sei bereits vom Bundesverfassungsgericht entschieden worden. Aber aufgrund der absoluten Zahl sei diese Tatsache nicht wirklich beruhigend. Es bleibe zu hoffen, dass niemand auf die Idee kommen werde, die Grenzen des Systems auszuloten.

Apple überschwemme den Primärmarkt mit iBonds

Mit dem Geld der Anleiheinvestoren wolle der Kultkonzern die höhere Quartalsdividende sowie teilweise den Rückkauf eigener Aktien mitfinanzieren. Mit einem ganzen Bündel an neuen US-Dollar-Bonds im Volumen von insgesamt 12 Mrd. US-Dollar habe der US-Kommunikationskonzern Apple den Kapitalmarkt überschwemmt. Mit dem Geld der Anleiheinvestoren wolle das Unternehmen die höhere Quartalsdividende sowie den Rückkauf eigener Aktien über 90 Mrd. US-Dollar teilweise mitfinanzieren. Zu dem Bond-Paket würden neben zwei Floatern (2017 und 2019) die folgenden Titel zählen, deren Zinszahlung halbjährlich erfolgt:

Ein bis 5/2017 laufender Bond mit einem Kupon von 1,05% weise ein Volumen von 1,5 Mrd. US-Dollar auf. Sein Emissionspreis von 99,947% habe einem Aufschlag von +18 bps über T-Bonds entsprochen.

Eine bis 5/2019 laufende Anleihe (ISIN US037833AQ39 / WKN A1ZHWF) über 1 Mrd. US-Dollar sei mit einem Kupon von 2,10% ausgestattet. Der Emissionspreis sei bei 99,962% bzw. +37,5 bps über T-Bonds fixiert worden.

Ein 3,0 Mrd. US-Dollar schwerer Titel (ISIN US037833AR12 / WKN A1ZHWG) mit Fälligkeit 5/2021 weise einen Kupon über 2,85% auf. Hier habe der Emissionspreis bei 99,754% oder +60 bps über T-Bonds gelegen.

Eine 2,5 Mrd. US-Dollar schwere Apple-Anleihe, die bis 5/2024 laufe, sei mit einem Kupon von 3,45% ausgestattet. Die Anleihe sei +77 bps über T-Bonds gepreist worden, was einen Emissionspreis von 99,916% ergeben habe.

Hinzugekommen sei noch ein dreißigjähriger Langläufer (ISIN US037833AT77 / WKN A1ZHWH) mit einem Volumen von 1 Mrd. US-Dollar, der erst 5/2044 fällig werde und einen Kupon von 4,45% aufweise. Der Emissionspreis sei bei 99,459% bzw. +100 bps über T-Bonds festgestellt worden.

Neben Apple habe noch Philip Morris eine 500 Mio. Euro schwere Anleihe mit einer Laufzeit von 15 Jahren emittiert. Der Kupon betrage 2,875%. Gepreist worden sei die Anleihe bei +78 bps über Mid Swap, was einem Emissionspreis von 99,316% gleichgekommen sei.

Euro-Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264): Wann komme es zum Tausch Bunds gegen T-Bonds? Deutschland als Niedrigrendite-Zone

In der Fußball-Bundesliga neige sich die Saison 2013/2014 dem Ende zu. An der Tabellenspitze sei zwar schon seit Wochen alles klar, aber auf den Abstiegsrängen bleibe es bis zum Schlusspfiff spannend. Dass der Hamburger Sportverein als bisher einziges noch nie abgestiegenes Gründungsmitglied hierbei eine Hauptrolle übernommen habe, habe doch so manchen Fußballfan überrascht. Dies trifft auch im übertragenen Sinne auf das Rentenbarometer zu und anscheinend müssen wir uns mit unserer Rolle als "Niedrigrendite-Zone" abfinden, so die Analysten. Denn der Euro-Bund-Future profitiere weiterhin von der Angst einer weiteren Verschärfung der Ukraine-Krise und das obwohl die räumliche Nähe zum Krisenherd auch einen Tausch von Bunds in T-Bonds hätte erwarten lassen können.

Doch eine damit einhergehende Spread-Einengung sei bisher nicht eingetreten, sondern der Renditeabstand habe sich sogar noch vergrößert. Dennoch sei nicht aller Tage Abend und manchmal fehle nur der berühmt berüchtigte Tropfen, um den Umschwung einzuleiten. Im Vorgriff auf die anstehenden Wahlen in der Ukraine könne ein solcher Switch jederzeit erfolgen, denn der Renditevorteil bei gleichzeitiger geographischer Entfernung vom Krisenherd sei nicht zu unterschätzen. Vorerst bleibe noch alles beim Alten und Deutschland behaupte seine Position als sicherer Hafen.

Der nächste Widerstand beim Sorgenbarometer sei bei 144,97% (Hoch vom 02.05.) und die erste nennenswerte Unterstützung sei um die Marke von 143,55% (Tief vom 24.04.) auszumachen.

Neuemissionen: Spanien nutze die Gunst der Stunde; Bundesobligation 169 technisch unterzeichnet

Nachdem Österreich vor wenigen Tagen mit lediglich 1,1 Mrd. Euro bei der Aufstockung zweier Anleihen (ISIN AT0000A12B06 / WKN A1HRH1, 2018; ISIN AT0000A10683 / WKN A1HJL6, 2034) in sehr bescheidenen Maße am Kapitalmarkt aktiv gewesen sei, beabsichtige heute Spanien bis zu 5,5 Mrd. Euro mittels bestehender Altemissionen (ISIN ES00000124I2 / WKN A1HTU1, 2017; ISIN ES00000122D7 / WKN A1ASF1, 2020; ISIN ES00000124C5 / WKN A1HNMJ, 2028) einzusammeln.

Bereits am gestrigen Mittwoch habe Deutschland im Rahmen eines Tenderverfahrens die neue fünfjährige Bundesobligation Serie 169 (114169) zum Kauf angeboten. Die Reaktionen der Investoren hätten unterschiedlicher nicht sein können. Einerseits seien mit einer Rendite von 0,57% die niedrigsten Konditionen seit Juni vergangenen Jahres (0,54%) erzielt worden. Andererseits aber sei das Kaufinteresse so gering gewesen, dass für die 5 Mrd. Euro, die emittiert werden sollten, lediglich Gebote für etwas über 4 Mrd. Euro vorgelegen hätten. Ein solches Bieterverhalten bezeichne man als technische Unterzeichnung und die Platzierung sei nur ermöglicht worden, indem man die restlichen 997 Mio. Euro in den Eigenbestand des Bundes als Marktpflegequote eingebucht habe.

Währungsanleihen: Offener Schlagabtausch beim EUR/BRL (Brasilianischer Real)
Ukraine lasse Devisenhändler nicht zur Ruhe kommen.

Nur noch 35 Tage bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft und die Unruhen in Brasilien möchten kein Ende nehmen. Aber nicht nur die Freunde des gepflegten Rasensports würden nach Südamerika - und hierbei insbesondere in die Heimat von Edison Arantes do Nascimento - blicken, sondern auch Investoren auf der Suche nach Rendite. Denn in den vergangenen Handelstagen habe sich ein offener Schlagabtausch zwischen der europäischen Gemeinschaftswährung und dem BRL entwickelt. Die daraus resultierende Tradingrange zwischen 3,0474 BRL und 3,1277 BRL sei unter anderem auf die fortwährenden Ausschreitungen in Brasilien zurückzuführen gewesen.

Gegenüber dem US-Dollar habe der Euro, ungeachtet der Ukrain-Krise, seinen Weg in Richtung des bisherigen Jahreshöchstkurses (1,3967 US-Dollar) fortgesetzt. Ob diese Stärke auch der heute anstehenden EZB-Zinsentscheidung geschuldet sei, werde sich nach der Pressekonferenz zeigen.

In den nächsten Handelstagen werde sicherlich ein anderes Währungspaar - EUR/RUB (Russischer Rubel) - in den Fokus der Anleger rücken. Der Kapitalabzug aus Russland aus Gründen der präventiven Risikovorsorge sei in den vergangenen Handelstagen ins Stocken geraten und somit sei gegenüber dem Euro lediglich eine Seitwärtsbewegung zwischen 48,50 RUB und 50 RUB zu beobachten gewesen. Doch die bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, das noch anberaumte Referendum und die Präsidentschaftswahlen würden in den nächsten Tagen sicherlich zu verstärkten Handelsaktivitäten führen.

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