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EZB-Entscheidung: Wasserpistole statt Bazooka
12.03.20 16:00
M&G Investments
London (www.anleihencheck.de) - Die EZB hat die Zinsen nicht gesenkt - im Gegensatz zur FED und der Bank of England, so Wolfgang Bauer, Fondsmanager im Anleiheteam von M&G-Investments.
Diese auffällige Leerstelle erinnere uns daran, dass die EZB mit einem Einlagenzinssatz von bereits -0,5% im Vergleich zu anderen Zentralbanken deutlich weniger Spielraum habe.
Die getroffenen Maßnahmen - günstigere Bedingungen für die neue Runde der längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte und eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms um 120 Milliarden Euro bis zum Jahresende - hätten die Märkte nicht beruhigen können. Tatsächlich habe die Risikoaversion nach der EZB-Ankündigung noch einmal deutlich zugelegt: Der iTraxx Crossover, ein Risikoindikator im europäischen High-Yield-Markt sei um 120 Basispunkte nach oben auf Niveaus gesprungen, die man 2012 zum letzten Mal gesehen habe. Während die EZB anscheinend mit ihrem Latein weitgehend am Ende sei, betone Christine Lagarde, sie halte eine koordinierte finanzpolitische Antwort für zentral, um die Auswirkungen von COVID-19 auf die europäische Wirtschaft in den Griff zu bekommen. (12.03.2020/alc/a/a)
Diese auffällige Leerstelle erinnere uns daran, dass die EZB mit einem Einlagenzinssatz von bereits -0,5% im Vergleich zu anderen Zentralbanken deutlich weniger Spielraum habe.
Die getroffenen Maßnahmen - günstigere Bedingungen für die neue Runde der längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte und eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms um 120 Milliarden Euro bis zum Jahresende - hätten die Märkte nicht beruhigen können. Tatsächlich habe die Risikoaversion nach der EZB-Ankündigung noch einmal deutlich zugelegt: Der iTraxx Crossover, ein Risikoindikator im europäischen High-Yield-Markt sei um 120 Basispunkte nach oben auf Niveaus gesprungen, die man 2012 zum letzten Mal gesehen habe. Während die EZB anscheinend mit ihrem Latein weitgehend am Ende sei, betone Christine Lagarde, sie halte eine koordinierte finanzpolitische Antwort für zentral, um die Auswirkungen von COVID-19 auf die europäische Wirtschaft in den Griff zu bekommen. (12.03.2020/alc/a/a)


