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EZB-Entscheidung: Jetzt nicht hektisch werden
26.10.17 14:37
TARGOBANK
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Europäische Zentralbank hat kein Interesse daran, die Finanzmärkte zu überraschen, so Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt der TARGOBANK.
Das sei auch heute wieder so gewesen: Angesichts der anhaltend guten Konjunkturdaten habe Mario Draghi wie erwartet angekündigt, die monatlichen Anleihekäufe ab Januar 2018 deutlich herunterzufahren. Diese Entscheidung impliziere zwar weiterhin nicht die große Kurswende für Anleger, aber Feinanpassungen würden wichtiger.
Draghis Ziel sei ein behutsamer geldpolitischer Kurswechsel, das so genannte "lower for longer". Insofern müsse jetzt niemand in Hektik verfallen und seine Anlagestrategie komplett in Frage stellen. Für Anleger sei eine Erkenntnis wichtig: Der reale neutrale Zins sei in den vergangenen Jahren gesunken. Habe dieser vor der Finanzmarktkrise bei etwas über zwei Prozent gelegen, pendle er sich heute bei rund einem Prozent ein. Auf diesem Niveau spreche man dann auch von der "Neuen Normalität", einer Geldpolitik, bei der negative Zinsen und Anleiheankäufe noch für einen längeren Zeitraum Standard bleiben würden.
Insofern seien in der Geldanlage Aktien weiterhin erste Wahl - nicht zuletzt weil die Firmengewinne auch im kommenden Jahr steigen dürften. Ein Schwerpunkt sollte dabei der Euroraum sein mit dem DAX als prominentesten Profiteur der gut laufenden Weltkonjunktur.
Behutsame Anpassungen im Portfolio seien jetzt bei den Rentenengagements angeraten: Diese sollten langsam zurückgefahren und etwa durch offene Immobilienfonds ersetzt werden. Angesichts der aktuell niedrigen Inflation sei auch Gold attraktiv. Das wichtigste Gebot bei der Geldanlage ist und bleibt wie immer: Diversifikation, so die Experten der TARGOBANK. Daran ändere auch Mario Draghi nichts. (26.10.2017/alc/a/a)
Das sei auch heute wieder so gewesen: Angesichts der anhaltend guten Konjunkturdaten habe Mario Draghi wie erwartet angekündigt, die monatlichen Anleihekäufe ab Januar 2018 deutlich herunterzufahren. Diese Entscheidung impliziere zwar weiterhin nicht die große Kurswende für Anleger, aber Feinanpassungen würden wichtiger.
Insofern seien in der Geldanlage Aktien weiterhin erste Wahl - nicht zuletzt weil die Firmengewinne auch im kommenden Jahr steigen dürften. Ein Schwerpunkt sollte dabei der Euroraum sein mit dem DAX als prominentesten Profiteur der gut laufenden Weltkonjunktur.
Behutsame Anpassungen im Portfolio seien jetzt bei den Rentenengagements angeraten: Diese sollten langsam zurückgefahren und etwa durch offene Immobilienfonds ersetzt werden. Angesichts der aktuell niedrigen Inflation sei auch Gold attraktiv. Das wichtigste Gebot bei der Geldanlage ist und bleibt wie immer: Diversifikation, so die Experten der TARGOBANK. Daran ändere auch Mario Draghi nichts. (26.10.2017/alc/a/a)


