EZB: Draghis Ritt auf der Rasierklinge


20.10.16 11:10
Baader Bank

Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Heute ist es wieder soweit, die Mitglieder des EZB-Rates treffen sich zu ihren geldpolitischen Entscheidungen und EZB-Chef Mario Draghi werde alle Interessierten auf der anschließenden Pressekonferenz das Resümee der Beratungen erläutern, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.

Hierbei werde er aber nicht wie einst Münchhausen auf der Kanonenkugel reiten, sondern in Anbetracht der unterschiedlichen Erwartungen der Marktteilnehmer eher auf einer Rasierklinge. Denn grundsätzlich hätten die Mannen um Mario Draghi mit ihren geldpolitischen Maßnahmen den europäischen Politikern Zeit erkauft, um die notwendigen Veränderungen in deren Haushaltspolitik anzugehen. Inzwischen seien die Handlungsspielräume der Banker aber fast erschöpft, ohne dass die Politiker die Probleme gelöst hätten.

Die Gesamtverschuldung steige auch im kommenden Jahr weiter an. Für Mario Draghi bedeute das, ein weiteres Mal als "Meister der Illusionen" den Finanzmärkten zugleich die Angst vor einer Änderung der Geldpolitik (Tapering) zu nehmen und die Aussicht auf zusätzliche stimulierende Maßnahmen (Ausweitung QE) zu dämpfen. Es seien also heute nicht die Taten gefragt. Vielmehr werde die Wahl seiner Worte ausschlaggebend für die zukünftige Entwicklung an den Kapitalmärkten sein. Somit sei davon auszugehen, dass jedes Wort auf die Goldwaage gelegt und für hektische Kursbewegungen sorgen werde.

Das in dieser Handelswoche bedeutendste Ereignis sei allerdings nicht die einzige Notenbank-Entscheidung, welche die Kapitalmärkte in ihren Bann ziehe. Vielmehr werfe die Sitzung der amerikanischen Notenbank (FED) am 2. November, also noch vor der US-Präsidentschaftswahl, bereits ihre Schatten voraus. Zumal die FED-Präsidentin Janet Yellen zumindest das gleiche Problem wie Mario Draghi habe: Was sage ich wie den Marktteilnehmern? Solange der bzw. die neue Präsident/-in nicht gewählt sei, werde sich an der Zinspolitik nichts ändern. Dazu werde es erst dann kommen, wenn das Risiko von Finanzmarktverwerfungen geringer geworden sein sollte - weshalb nicht vor Dezember an der Zinsschraube gedreht werden dürfte.

Wie groß die Angst der Notenbanker in den USA sei, den rechten Zeitpunkt für eine Zinsanhebung zu verpassen, werde bei jedem Kommentar der FED-Repräsentanten deutlich. Zuletzt habe sich sogar die Chefin in der Art geäußert, dass es unter Umständen sinnvoller sein könnte, die US-Wirtschaft eine Zeit lang auf hohen Touren laufen zu lassen und die Zinspolitik locker zu belassen. Ein Statement für eine sich abzeichnende Zinsanhebung in nächster Zeit sehe anders aus. Fazit: "Es ist nichts so gewiss wie die Ungewissheit!"

Im September seien die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,7% gestiegen. Damit sei die Inflation auf den höchsten Stand seit Mai 2015 geklettert. Allerdings sei die Teuerungsrate immer noch weit vom Ziel der EZB - einem Niveau von ca. 2% - entfernt. Aber der steigende Trend dürfte sich in den kommenden Monaten noch verstärken.

Als Hauptgrund für den Zuwachs der Inflation im September nenne das Statistische Bundesamt den Anstieg der Nettokaltmieten um 1,3%. Dies sei zumindest indirekt auf die Geldpolitik der EZB zurückzuführen, die deutlich steigende Immobilienpreise und damit im Endeffekt höhere Mieten zur Folge habe. Dämpfend wirke zwar momentan noch die rückläufige Preisentwicklung beim Erdöl, was sich aber in den kommenden Monaten aufgrund des nicht mehr vorhandenen Basiseffekts ändern werde.

Die aktuelle Verabschiedung von negativen Renditen bei 10-jährigen Bundesanleihen sei allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass die US-Notenbank FED in den kommenden Monaten eine sanfte Zinswende vollziehen und den Basiszins zum ersten Mal nach Dezember 2015 erneut anheben werde. Aber nur, wenn die politischen Verhältnisse nach der US-Präsidentschaftswahl so stabil seien, dass hierdurch keine negativen Marktreaktionen zu erwarten seien.

Dass manche Marktbeobachter angesichts der Erwartung höherer Inflationsraten einen Rückzug von Investoren aus Anleihen sehen würden, könne aber in dieser Absolutheit nicht geteilt werden. Es stimme zwar, dass die Renditen 10-jähriger Papiere aus Deutschland und Großbritannien zwischenzeitig auf den höchsten Stand seit dem Brexit-Votum von Ende Juni geklettert seien. Und auf Sicht von zwölf Monaten scheine eine Rendite der 10-jährigen "Bunds" in einer Range von minus 0,1% bis plus 0,5% möglich zu sein.

Aber insgesamt kämen die Investoren mangels Alternativen um Engagements in soliden europäischen Staats- aber auch Unternehmensanleihen gar nicht herum. Dafür würden schon die engen, aufsichtsrechtlichen Vorgaben etwa für Banken und Lebensversicherungen sorgen, die Investments in risikoreicheren Anleihen verbieten würden. Der Druck auf Versicherer werde auch bei einer allmählichen Zunahme der Inflation und einer damit verbundenen leichten Entspannung auf der Zinsseite noch lange anhalten, da die für Altverträge ausgelobten Renditen nicht mehr gegenfinanziert werden könnten. Aus diesem Grund müssten neue Wege gegangen werden und dies verdeutliche u.a. die Tatsache, dass die Allianz eine finanzielle Beteiligung an einer neu gegründeten Gebrauchtwagen-Plattform beabsichtige.

Die Schuldensünder in der Europäischen Union kämen beim Abbau ihrer Defizite nicht voran. Wie die Budgetpläne der Eurostaaten zeigen würden, habe in Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien oder Portugal die Budgetsanierung keine oberste Priorität. Vielmehr würden sie oft von unrealistischen Wachstumsannahmen ausgehen, welche die ohnehin wenig ambitionierten Ziele zur Schuldensenkung als Wunschdenken erscheinen lassen würden. So seien für 2017 allenfalls geringfügige Absenkungen der Staatsverschuldungen zu erwarten. Unterm Strich aber werde der Schuldenberg aller 19 Euro-Staaten im kommenden Jahr auf mehr als 10 Bio. Euro anwachsen.

Mit 132,8% weise unter den erwähnten Ländern Italien die höchste Schuldenquote gemessen am Bruttosozialprodukt auf. 2017 sollten es mit 132,6% kaum weniger sein. Auch Frankreich trete selbst bei optimistischer Annahme mit 96,1% (2016) und 96,0% (2017) regelrecht auf der Stelle. Offenbar fehle vielfach der politische Wille, um unpopuläre aber notwendige Strukturreformen durchzusetzen.

Erst in dieser Woche habe Italiens Premierminister Matteo Renzi in Washington von US-Präsident Barack Obama Zuspruch vor dem Referendum bekommen, bei dem die Italiener im Dezember über eine Verfassungsreform abstimmen sollten. Die Reformen, die "Matteo" einleite, seien aus wirtschaftlicher Sicht die richtigen, habe Obama gesagt. Auch sei das anstehende Referendum zur Modernisierung der politischen Institutionen in Italien etwas, was die USA sehr unterstützen würden, so der US-Präsident weiter.

Am tiefsten stecke Griechenland im Schuldensumpf, das im kommenden Jahr immerhin seine Schuldenquote auf 178,8% von 182,8% drücken wolle. Indessen halte aber der griechische Zentralbankchef Giannis Stournaras eine Rückkehr seines Landes an die internationalen Finanzmärkte ohne Schuldenschnitt für unmöglich. Wenn die griechischen Staatsschulden nicht als tragfähig eingestuft würden, werde der für 2018 geplante Schritt nicht machbar sein, habe Stournaras gesagt.

Unterm Strich hätten die Länder die Zeit, die ihnen die EZB durch ihre Nullzinspolitik erkauft habe, nicht genutzt. Oft seien weder Wirtschaft noch Sozialsysteme reformiert worden. Vor diesem Hintergrund habe Finanzminister Wolfgang Schäuble eine Debatte über die Zukunft der Haushaltskontrolle in der Eurozone angestoßen. So erwäge er, den Europäischen Rettungsfonds ESM stärker in die Haushaltskontrolle der EU-Staaten einzubinden. Nach dieser Vorstellung würde der ESM die Haushaltsentwürfe nicht politisch, sondern streng nach den Regeln beurteilen. Nur wenn sich die Länder an die selbst gesetzten Regeln hielten und diese auch überwacht würden, so sein Credo, könne die Währungsunion auch stabil gehalten werden.

Schäubles Vorschlag würde der EU-Kommission die Zuständigkeit für die Überwachung der Haushaltsplanungen der Eurostaaten entziehen, worauf Kommissionschef Jean-Claude Juncker nichtssagend habe mitteilen lassen, dass man mit Interesse alle Vorschläge verfolge, welche die Wirtschafts- und Währungsunion stärken wollten.

Die Auswirkungen des anvisierten Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union würden immer deutlicher. Nachdem der Kurs des GBP auf Sinkflug gegangen sei, wirke sich dies nun auch auf den Haushalt der EU aus. Da der britische Beitrag zu dem in Euro aufgestellten Haushalt in GBP bezahlt werde, habe dies dort ein Loch von mehreren hundert Millionen Euro gerissen.

Umrechnungsbasis sei das Wechselkursverhältnis von Ende 2015. Seit der Brexit-Entscheidung der Briten im Juni habe die britische Währung gegenüber dem Euro mehr als 10% an Wert verloren. Folglich komme in Euro nicht der volle benötigte Betrag an, habe der für den Haushalt zuständige Berichterstatter im EU-Parlament, der SPD-Politiker Jens Geier, in Brüssel, gesagt, ohne den genauen Fehlbetrag zu nennen. Der Bruttobeitrag Großbritanniens an die EU habe zuletzt bei mehr als 14 Mrd. Euro gelegen.

Aber weil der EU-Haushalt kein Defizit aufweisen dürfe, gebe es nun drei Möglichkeiten. Entweder müssten die Briten mehr bezahlen oder die anderen Länder die Lücke füllen. Die dritte Möglichkeit wäre, den Fehlbetrag aus den Einnahmen der EU mit Strafzahlungen auszugleichen. Die Entscheidung liege bei den Mitgliedsländern und muss vor Jahresende getroffen werden.

Indessen habe der Kreditversicherer Coface in seiner Länderbewertung Großbritannien auf "A3" herabgestuft. Als wesentlichen Grund nenne Coface die Ungewissheit der britischen Situation nach dem Brexit-Votum.

Immer mehr Ölförderländer müssten sich neue Geldquellen erschließen. Sicher, der Ölpreis sei wieder etwas gestiegen, aber die Einnahmen der Vergangenheit seien noch lange nicht erreicht. Aus diesem Grund würden immer mehr Förderländer den Kapitalmarkt durch die Ausgabe von Bonds anzapfen. Nachdem sich jüngst Katar 9 Mrd. USD und Abu Dhabi 5 Mrd. USD am Kapitalmarkt beschafft hätten, wolle nun auch Saudi Arabien erstmals als Emittent in Erscheinung treten und im Juli 2017 in zwei Tranchen insgesamt bis zu 15 Mrd. USD aufnehmen. Riad wolle mit dem Geld insbesondere die Kriege gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" und im Jemen finanzieren. Die Ratingagentur Standard & Poor's bewerte die Bonität von Saudi Arabien mit "A-".

Wie sehr das niedrige Ölpreisniveau den Förderstaaten zu schaffen mache, die in hohem Maße vom Ölverkauf abhängig seien, zeige auch das Beispiel Norwegen. So habe eine Regierungskommission empfohlen, auf der Suche nach Rendite die Aktienquote des Fonds zu erhöhen. Es werde geraten, die Aktienquote des Fonds, der rund 880 Mrd. USD verwalte, von 60% auf 70% zu erhöhen.

Der Bericht komme laut "Financial Times" zu dem Schluss, eine höhere Aktienquote hätte zwar stärkere Kursschwankungen und gegebenenfalls Kursrückgänge zur Folge, biete aber auch die Chance auf bessere Rendite. Die Risiken seien akzeptabel, schreibe die Kommission. Die Regierung in Oslo wolle im Frühjahr 2017 eine Entscheidung fällen.

Oftmals werde der Herbst von Stürmen begleitet, aber davon sei aktuell am Primärmarkt für Corporate Bonds nicht viel zu spüren. Vielmehr werde die Emissionstätigkeit der Unternehmen momentan eher als lauer Windzug empfunden.

Sicherlich auch deshalb habe es ein Neuling am Primärmarkt geschafft, diesen Moment für sich zu nutzen und das Interesse der Investoren auf sich zu lenken. Segro European Logistics habe mit der Begebung einer 7-jährigen Anleihe (ISIN XS1508586150 / WKN A1875H) im Volumen von 500 Mio. Euro debütiert. Der Investor erhalte eine jährliche Verzinsung von 1,25% bis zur Fälligkeit am 25.10.2023. Der Ausgabepreis sei mit 99,568% fixiert worden (Mid Swap +120 Bps). In den Anleihebedingungen seien ein optionales Kündigungsrecht (Make-Whole-Option) sowie eine Mindeststückelung von 100.000 Euro festgeschrieben worden. Dass das Orderbuch dieser Anleihe sechsfach überzeichnet gewesen sei, könne durchaus als ein Indiz für die Auswirkungen der derzeitigen EZB Geldpolitik gelten. Denn alle Investoren würden unter dem niedrigen Zinsniveau leiden und nach Anlagealternativen suchen, die zumindest eine positive Rendite abwerfen würden.

Dem Beispiel Segro's folgend habe auch das im Logistiksektor tätige französische Unternehmen Sanef SA den Weg an den Markt gefunden und erfolgreich eine Anleihe (ISIN FR0013213683 / WKN A187RF) im Gesamtvolumen von 300 Mio. Euro begeben. Jährlich würden dem Anleger Zinsen in Höhe von 0,95% bis zur Endfälligkeit am 19.10.2028 bezahlt. Der Emissionspreis habe bei 98,611% gelegen, was einem Spread von +48 Bps über Mid Swap entsprochen habe. Sanef habe sich ebenfalls für die Mindestanlagesumme von 100.000 Euro und die Festschreibung eines optionalen Kündigungsrechts zugunsten des Emittenten (Make-Whole-Option) entschieden.

Wer schon einmal mit dem Auto durch die Wüste gefahren sei, wisse, wie sich Rentenhändler momentan oftmals fühlen würden. Mit vermindertem Reifendruck versuche man sich fortzubewegen, doch manchmal sei der Untergrund nicht griffig genug. Zumindest was die Kursentwicklung des Euro-Bund-Future angehe, scheine vorübergehend das Abrutschen gestoppt worden zu sein. Nach neun schwächeren Handelstagen - ausgehend vom Hoch bei 166,36% (30. September) - mit zwischenzeitlich technischen Gegenbewegungen und dem Ausbilden des Tiefs bei 162,81% (17. Oktober) sei am gestrigen Handelstag sogar die Marke von 164% wieder in Angriff genommen worden.

Hierbei handle es sich nicht nur um eine psychologische Hürde, sondern auch um eine Kurskorrekturlinie nach Fibonacci. Sollte dieser Bereich nicht nachhaltig überwunden werden, so sei ein erneuter Test des Tiefs bei 162,81% möglich. Ob man nach der heutigen Pressekonferenz die zukünftige Marktentwicklung besser prognostizieren könne, bleibe abzuwarten. Zu groß seien die Unsicherheiten rund um den Euro-Staatenverbund, als dass man langfristig planen könnte. Eventuell werde es in den kommenden zwölf Monaten fünf Neuwahlen in Europa geben, gepaart mit US-Wahlen, einem Italien-Referendum, Brexit-Verhandlungen und diverse Notenbanksitzungen. All das werde sicherlich Auswirkungen auf das Anleger-Verhalten hätten. Die Zeiten würden also spannend bleiben! Aktuell notiere das Rentenbarometer bei 163,82%.

In dieser Handelswoche seien in den USA den interessierten Investoren nur Geldmarktpapiere im Volumen von insgesamt 123 Mrd. USD zum Kauf angeboten worden. Hierbei habe es sich um T-Bills mit Laufzeiten von vier Wochen sowie drei und sechs Monaten gehandelt. In der kommenden Woche würden allerdings wieder Bonds unterschiedlicher Ausstattung und mit Fälligkeit in zwei, fünf, sieben und 30 Jahren emittiert werden.

Vier Eurostaaten hingegen hätten bereits in dieser Woche mit unterschiedlichen Laufzeiten um die Gunst der Investoren gebuhlt. Den Anfang habe die Slowakei mit der Aufstockung von drei Bonds (ISIN SK4120011636 / WKN A181DY, 2023; ISIN SK4120010430 / WKN A1ZUZV, 2027; ISIN SK4120011420 / WKN A18W5D, 2031) im Volumen von insgesamt ca. 300 Mio. Euro gemacht.

Am gestrigen Mittwoch habe Deutschland das Emissionsvolumen der Bundesanleihe von 2014, die im Jahre 2046 endfällig sein werde, um 1 Mrd. Euro auf nunmehr 19 Mrd. Euro erhöht. Die Nachfrage könne infolge des Zinsanstiegs der vergangenen Handelstage als gut bezeichnet werden und so sei die Zuteilung bei einer Durchschnittsrendite von 0,64% erfolgt. Für die Marktpflege seien lediglich 149 Mio. Euro zurückbehalten worden.

Den heutigen Schlusspunkt bei der Refinanzierung der Euroländer würden mit diversen Aufstockungen im Gesamtvolumen von ca. 12 Mrd. Euro Spanien (ISIN ES00000128A0 / WKN A18W6G, 2019; ISIN ES00000123C7 / WKN A1GNNU, 2026; ISIN ES00000128E2 / WKN A181RK, 2066) und Frankreich (ISIN FR0013157096 / WKN A180JV, 2021; ISIN FR0011196856 / WKN A1GZ7K, 2022; ISIN FR0011427848 / WKN A1HGEZ, 2024; ISIN FR0011008705 / WKN A1GMH7, 2027) bilden.

Der Oktober sei bislang für die europäische Gemeinschaftswährung wahrlich kein guter Monat und ein Auftakt für einen "Goldenen Herbst" sei nicht in Sicht. So zeichne sich der Euro momentan immer wieder durch längere Schwächeperioden aus. Habe die Einheitswährung zu Monatsbeginn noch bei ca. 1,1250 USD notiert, so habe er zuletzt gegenüber dem Greenback zeitweise bei Kursen von 1,0952 USD gehandelt. Dies entspreche dem tiefsten Stand seit dem 25. Juli 2016 (1,0952 USD), der heute nochmals getestet worden sei.

In Erwartung des heutigen Highlights bewege sich das Devisenpaar Euro/USD in einer relativ engen Bandbreite zwischen 1,0952 USD und 1,1026 USD. Beim September-Treffen der Währungshüter habe der Euro im Anschluss an die EZB-Pressekonferenz deutlich zulegen können und sei seinerzeit bis auf 1,1327 USD gestiegen. Aktuell handle der Euro-Kurs mit 1,0975 USD deutlich tiefer als zum damaligen Zeitpunkt.

Der zuletzt durchaus als schwach zu bezeichnende Euro verliere auf breiter Front auch gegenüber anderen Währungen. So sei die Einheitswährung zum Kanadischen Dollar (CAD) auf ein neues 4-Monats-Tief bei 1,42645 CAD gefallen und auch der Brasilianische Real (BRL) habe zulegen können. Der Euro handle aktuell auf seinem Jahrestief bei 3,475 BRL. In diesem Zusammenhang seien verstärkt Handelsaktivitäten in Bonds auf BRL zu beobachten gewesen. Darüber hinaus hätten Fremdwährungsanleihen auf USD, Mexikanische Peso sowie Russische Rubel im Fokus der Privatanleger gestanden.

Disclaimer

Die Baader Bank AG ist eine der führenden Investmentbanken für die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Marktführer im Handel von Finanzinstrumenten.

Als Market Maker ist die Bank für die börsliche und außerbörsliche Preisfindung von über 800.000 Finanzinstrumenten verantwortlich.

Im Investment Banking entwickelt sie Finanzierungslösungen für Unternehmen und bietet institutionellen Anlegern umfassende Dienstleistungen beim Vertrieb und dem Handel von Aktien, Anleihen und Derivaten. (20.10.2016/alc/a/a)





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