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EZB: Draghi-Hausse
28.01.15 16:36
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Nicht zuletzt der dramatische Schritt der Schweizer Nationalbank SNB, die Anbindung des Schweizer-Franken-Kurses an den Euro quasi über Nacht aufzugeben, deutete darauf hin, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi seine lang vorbereitete Ankündigung wahr macht und ein ausführliches Kaufprogramm für europäische Staatsanleihen verkündet, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
Bereits im Vorfeld zur Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag seien die Aktienkurse in Europa schon gestiegen. Aber so richtig sei die Post erst nach der Pressekonferenz abgegangen, als klar geworden sei, dass seine Ankündigung alle Erwartungen übertreffen würde. Mindestens 1,14 Billionen Euro werde die EZB in die Hand nehmen, um Europa mit Geld zu fluten.
Die Hauptziele dieses EZB-Programms seien die Bekämpfung der deflationären Tendenzen und das Setzen eines konjunkturfördernden Stimulus. Damit trete die EZB in den weltweiten Abwertungswettlauf ein, den die angelsächsischen Notenbanken 2009 und die Japanische Zentralbank spätestens in 2011 eingeläutet hätten.
Nun also falle der Euro und reiße im Fallen ein Kursziel nach dem anderen. Und dies viel früher als von den meisten Analysten erwartet. Der Hauptstimulus für die europäische Wirtschaft bestehe - neben dem niedrigen Ölpreis - in der Tat in der massiv gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit durch den komparativen Währungsvorteil.
Die EZB-Überraschung habe sogar so lange nachgewirkt, um die Märkte gelassen auf den überraschend eindeutigen Wahlausgang in Griechenland reagieren zu lassen. Gewinnmitnahmen und Short-Eindeckungen hätten zu einer stärkeren Gegenbewegung geführt, die sowohl die kurzfristigen Übertreibungen an den europäischen Aktienmärkten und des Euro-Kurses geglättet hätten. An den grundlegenden Einflussgrößen habe sich aber noch nichts geändert. Niedrigste Zinsen und konjunkturstützende Parameter sollten die Aktienmärkte auf absehbare Zeit unterstützen. (28.01.2015/alc/a/a)
Bereits im Vorfeld zur Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag seien die Aktienkurse in Europa schon gestiegen. Aber so richtig sei die Post erst nach der Pressekonferenz abgegangen, als klar geworden sei, dass seine Ankündigung alle Erwartungen übertreffen würde. Mindestens 1,14 Billionen Euro werde die EZB in die Hand nehmen, um Europa mit Geld zu fluten.
Nun also falle der Euro und reiße im Fallen ein Kursziel nach dem anderen. Und dies viel früher als von den meisten Analysten erwartet. Der Hauptstimulus für die europäische Wirtschaft bestehe - neben dem niedrigen Ölpreis - in der Tat in der massiv gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit durch den komparativen Währungsvorteil.
Die EZB-Überraschung habe sogar so lange nachgewirkt, um die Märkte gelassen auf den überraschend eindeutigen Wahlausgang in Griechenland reagieren zu lassen. Gewinnmitnahmen und Short-Eindeckungen hätten zu einer stärkeren Gegenbewegung geführt, die sowohl die kurzfristigen Übertreibungen an den europäischen Aktienmärkten und des Euro-Kurses geglättet hätten. An den grundlegenden Einflussgrößen habe sich aber noch nichts geändert. Niedrigste Zinsen und konjunkturstützende Parameter sollten die Aktienmärkte auf absehbare Zeit unterstützen. (28.01.2015/alc/a/a)


