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EZB: Aller guten Dinge sind drei
14.10.24 14:00
ETHENEA
Munsbach (www.anleihencheck.de) - Die Zeichen der Europäischen Zentralbank (EZB) sprechen für eine weitere Zinssenkung am 17. Oktober. Auch im Dezember hält Dr. Volker Schmidt, Portfolio Manager bei ETHENEA, einen weiteren Zinsschritt für wahrscheinlich.
Die Inflation in der Eurozone sei im September weiter gesunken. Angetrieben von fallenden Energiepreisen sei die Teuerungsrate auf 1,8 Prozent und damit erstmalig wieder unter die Zielmarke von zwei Prozent gefallen. Da die Wirtschaftsaussichten insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe schwach seien, hätten die EZB-Ratsmitglieder für Oktober eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte sehr deutlich in Aussicht gestellt. EZB-Chefin Christine Lagarde erkläre, dass sich die Überzeugung der EZB weiter gefestigt habe, das Inflationsziel bald zu erreichen. Dieser Standpunkt würde auch in der kommenden Zinsentscheidung reflektiert werden.
Im Dezember folge die turnusmäßige Revision der ökonomischen Erwartungen der Zentralbank. Der aktuelle Rückgang der Inflationsrate sei stärker, als in den jüngsten Projektionen im September erwartet worden sei. Damit werde eine weitere Zinssenkung im Dezember wahrscheinlich.
Es gebe zwar Gründe, die gegen weitere Zinssenkungen sprechen würden, es würden aber immer weniger: Zum einen falle die Kerninflation in der Eurozone langsamer und befinde sich mit 2,7 Prozent weiterhin über dem Ziel der Zentralbank. Zudem sei der starke Rückgang der umfassenden Inflationsrate auf 1,8 Prozent stark begünstigt durch die zuletzt deutlich gefallenen Energiekosten. Diese hätten vor einem Jahr ein Wiederaufflammen im Abwärtstrend gezeigt. Da gegen Jahresende 2023 die Energiekosten deutlich gefallen seien, werde sich dieser Basiseffekt bei unveränderten Benzin- und Stromkosten im November und Dezember deutlich abschwächen - oder sogar ins Gegenteil verkehren.
Ein Wideranstieg der Inflationsrate auf knapp über zwei Prozent im Dezember 2024 sei daher wahrscheinlich. Die Entscheidung über den weiteren Inflationspfad falle im ersten Quartal 2025: Traditionell würden viele administrativ festgelegte Preise zum Jahresanfang angepasst, im Normalfall nach oben. Außerdem würden noch verbliebene, aus der Coronazeit resultierende Vergünstigungen wieder zurückgedreht werden.
Zusammenfassend lasse sich sagen: Es sehe gut aus für den Kampf der EZB gegen die Inflation, aber es gebe auch Risiken. In den USA, die in diesem Inflationszyklus voraneilen würden, sei die Inflation bereits im Sommer 2023 auf - immer noch hohe - drei Prozent deutlich gesunken. Danach habe es mehr als ein Jahr gedauert, um weiter unter diesen temporären Tiefpunkt zu fallen.
Faktoren wie Inflation, Arbeitsmarktdaten und das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts würden mit über die Entwicklung der Anleihezinsen entscheiden. Die Interpretation dieser Indikatoren ermögliche es den Experten im ETHENEA Portfolio Management Team, potenzielle Veränderungen in der Geldpolitik der Zentralbanken frühzeitig zu antizipieren. Ihre Strategie beruhe auf der Überzeugung, dass Sicherheit, Performance und Flexibilität in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stünden. So seien sie in der Lage, proaktive Anpassungen vorzunehmen, um auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren und gleichzeitig das Kapital ihrer Anleger zu schützen. (14.10.2024/alc/a/a)
Die Inflation in der Eurozone sei im September weiter gesunken. Angetrieben von fallenden Energiepreisen sei die Teuerungsrate auf 1,8 Prozent und damit erstmalig wieder unter die Zielmarke von zwei Prozent gefallen. Da die Wirtschaftsaussichten insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe schwach seien, hätten die EZB-Ratsmitglieder für Oktober eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte sehr deutlich in Aussicht gestellt. EZB-Chefin Christine Lagarde erkläre, dass sich die Überzeugung der EZB weiter gefestigt habe, das Inflationsziel bald zu erreichen. Dieser Standpunkt würde auch in der kommenden Zinsentscheidung reflektiert werden.
Im Dezember folge die turnusmäßige Revision der ökonomischen Erwartungen der Zentralbank. Der aktuelle Rückgang der Inflationsrate sei stärker, als in den jüngsten Projektionen im September erwartet worden sei. Damit werde eine weitere Zinssenkung im Dezember wahrscheinlich.
Ein Wideranstieg der Inflationsrate auf knapp über zwei Prozent im Dezember 2024 sei daher wahrscheinlich. Die Entscheidung über den weiteren Inflationspfad falle im ersten Quartal 2025: Traditionell würden viele administrativ festgelegte Preise zum Jahresanfang angepasst, im Normalfall nach oben. Außerdem würden noch verbliebene, aus der Coronazeit resultierende Vergünstigungen wieder zurückgedreht werden.
Zusammenfassend lasse sich sagen: Es sehe gut aus für den Kampf der EZB gegen die Inflation, aber es gebe auch Risiken. In den USA, die in diesem Inflationszyklus voraneilen würden, sei die Inflation bereits im Sommer 2023 auf - immer noch hohe - drei Prozent deutlich gesunken. Danach habe es mehr als ein Jahr gedauert, um weiter unter diesen temporären Tiefpunkt zu fallen.
Faktoren wie Inflation, Arbeitsmarktdaten und das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts würden mit über die Entwicklung der Anleihezinsen entscheiden. Die Interpretation dieser Indikatoren ermögliche es den Experten im ETHENEA Portfolio Management Team, potenzielle Veränderungen in der Geldpolitik der Zentralbanken frühzeitig zu antizipieren. Ihre Strategie beruhe auf der Überzeugung, dass Sicherheit, Performance und Flexibilität in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stünden. So seien sie in der Lage, proaktive Anpassungen vorzunehmen, um auf sich verändernde Marktbedingungen zu reagieren und gleichzeitig das Kapital ihrer Anleger zu schützen. (14.10.2024/alc/a/a)


