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EU-Unternehmensanleihen im ersten Quartal 2018 - potenzielle Entwicklung
01.02.18 16:46
PGIM Fixed Income
Newark (www.anleihencheck.de) - "Die Stimmung auf dem europäischen Unternehmensmarkt wird sich unserer Ansicht nach auch weiterhin auf die akkommodierende Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) konzentrieren", sagt Edward Farley, Head of European Corporate Bonds bei PGIM Fixed Income.
Der Fokus dürfte hierbei insbesondere auf dem Ankaufprogramm für EU-Unternehmensanleihen liegen, das im vergangenen Jahr zu einer deutlichen Kompression der Spreads geführt habe. Die Ankündigung der EZB im Oktober 2017, ihr Ankaufprogramm auf das dritte Quartal 2018 auszudehnen sowie an der Nullzinspolitik festhalten zu wollen, dürfte offene Fragen zu unterstützenden Maßnahmen seitens der EZB somit vorerst deutlich ins nächste Jahr rücken.
Auf der ökonomischen Seite beeindrucke das Wachstum in Europa (ohne Vereinigtes Königreich) weiterhin und biete damit Kreditfundamentaldaten weitere Unterstützung, die bereits nahe ihrem Höchststand lägen. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten (USA) seien nach Meinung der Experten die Unternehmensführungen in Europa noch immer verhältnismäßig vorsichtig. So seien die M&A-Aktivitäten in Europa erheblich niedriger als die der USA - nach Auffassung der Experten dürften diese in Zukunft jedoch weiter anziehen.
Wie in 2017 könnten politische Risiken auch in diesem Jahr zu einer stärkeren Volatilität führen, aber auch potenzielle Chancen bieten. Ob sich diese Ereignisse, wie beim jüngsten Referendum in Katalonien, auf Themen mit direktem Markteinfluss beschränken, oder sich auf breiter Front erstrecken würden, bleibe abzuwarten. Des Weiteren würden die Experten die anstehenden Wahlen in Italien im kommenden März, die Bildung einer arbeitsfähigen Koalition in Deutschland, die laufenden Brexit-Verhandlungen sowie die Suche nach einem Nachfolger des scheidenden EZB-Präsidenten Draghi als wichtige Events in diesem Jahr sehen.
In unseren europäischen Portfolios bleiben wir derzeit übergewichtet, wenngleich wir das Risiko reduziert und im Wesentlichen eine flache Spread-Duration haben, so die Experten von PGIM Fixed Income. Ebenfalls übergewichtet würden die Experten bei Nicht-Euro-Emittenten und nicht-EZB-fähigen Emittenten bleiben, wo sie nach wie vor attraktive Gelegenheiten finden würden. In den Industrieländern des Euroraums würden sie weiterhin regulierte Unternehmen mit soliden Bilanzen, wie beispielsweise Stromnetz- und Flughafenbetreiber favorisieren. Hier werde es allerdings zunehmend herausfordernder interessante Investitionsmöglichkeiten aufzuspüren.
Die Experten würden glauben, dass die Spreads in Europa leicht über dem fairen Niveau lägen und im ersten Quartal durchaus das Potenzial hätten, enger zu werden. Dies würden die Experten auf die derzeitig soliden Fundamentaldaten, einer anhaltenden Investorennachfrage nach Rendite sowie eines geringen Rezessionsrisikos in der Zukunft zurückführen. Als mögliche Abwärtsrisiken für europäische Unternehmensanleihen würden sie eine aggressivere als erwartete Veränderung der Zentralbankpolitik, regionale und globale geopolitische Risiken und langfristig die hohe Staatsverschuldung Chinas sehen. (01.02.2018/alc/a/a)
Der Fokus dürfte hierbei insbesondere auf dem Ankaufprogramm für EU-Unternehmensanleihen liegen, das im vergangenen Jahr zu einer deutlichen Kompression der Spreads geführt habe. Die Ankündigung der EZB im Oktober 2017, ihr Ankaufprogramm auf das dritte Quartal 2018 auszudehnen sowie an der Nullzinspolitik festhalten zu wollen, dürfte offene Fragen zu unterstützenden Maßnahmen seitens der EZB somit vorerst deutlich ins nächste Jahr rücken.
Wie in 2017 könnten politische Risiken auch in diesem Jahr zu einer stärkeren Volatilität führen, aber auch potenzielle Chancen bieten. Ob sich diese Ereignisse, wie beim jüngsten Referendum in Katalonien, auf Themen mit direktem Markteinfluss beschränken, oder sich auf breiter Front erstrecken würden, bleibe abzuwarten. Des Weiteren würden die Experten die anstehenden Wahlen in Italien im kommenden März, die Bildung einer arbeitsfähigen Koalition in Deutschland, die laufenden Brexit-Verhandlungen sowie die Suche nach einem Nachfolger des scheidenden EZB-Präsidenten Draghi als wichtige Events in diesem Jahr sehen.
In unseren europäischen Portfolios bleiben wir derzeit übergewichtet, wenngleich wir das Risiko reduziert und im Wesentlichen eine flache Spread-Duration haben, so die Experten von PGIM Fixed Income. Ebenfalls übergewichtet würden die Experten bei Nicht-Euro-Emittenten und nicht-EZB-fähigen Emittenten bleiben, wo sie nach wie vor attraktive Gelegenheiten finden würden. In den Industrieländern des Euroraums würden sie weiterhin regulierte Unternehmen mit soliden Bilanzen, wie beispielsweise Stromnetz- und Flughafenbetreiber favorisieren. Hier werde es allerdings zunehmend herausfordernder interessante Investitionsmöglichkeiten aufzuspüren.
Die Experten würden glauben, dass die Spreads in Europa leicht über dem fairen Niveau lägen und im ersten Quartal durchaus das Potenzial hätten, enger zu werden. Dies würden die Experten auf die derzeitig soliden Fundamentaldaten, einer anhaltenden Investorennachfrage nach Rendite sowie eines geringen Rezessionsrisikos in der Zukunft zurückführen. Als mögliche Abwärtsrisiken für europäische Unternehmensanleihen würden sie eine aggressivere als erwartete Veränderung der Zentralbankpolitik, regionale und globale geopolitische Risiken und langfristig die hohe Staatsverschuldung Chinas sehen. (01.02.2018/alc/a/a)


