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Deka-EZB-Kompass: Geduld!
05.03.24 14:04
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Wert des Deka-EZB-Kompasses für Dezember musste deutlich nach oben revidiert werden, da einige nach der letz-ten Ausgabe veröffentlichte Daten besser ausgefallen waren als erwartet (Industrieproduktion und EZB-Bank Lending Survey), so die Analysten der DekaBank.
Anschließend habe der Kompass aber wieder nachgegeben und sei im Februar auf -7,7 Punkte gefallen. Er deute damit einerseits an, dass der nächste Zinsschritt wahrscheinlich nach unten gehen werde, signalisiere andererseits aber noch keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Bemerkenswert sei zudem die nach wie vor große Heterogenität seiner drei Säulen. Die Inflationssäule liege nur noch knapp über der Nulllinie, was auf längere Sicht mit einer Teuerung von 2% in Einklang stehen würde. Insofern gebe sie grünes Licht, die Geldpolitik mittelfristig von restriktiv auf neutral anzupassen. Die stark negative Konjunktursäule mahne, hiermit nicht mehr allzu lange zu warten, während die hohe Finanzierungssäule Zweifel aufwerfe, ob die Geldpolitik wirklich so restriktiv sei. Den Mitgliedern des EZB-Rats, die die Datenabhängigkeit ihrer Entscheidungen hervorherben würden, biete sich somit ausreichend Gelegenheit zu kontroversen Diskussionen. (05.03.2024/alc/a/a)
Anschließend habe der Kompass aber wieder nachgegeben und sei im Februar auf -7,7 Punkte gefallen. Er deute damit einerseits an, dass der nächste Zinsschritt wahrscheinlich nach unten gehen werde, signalisiere andererseits aber noch keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Bemerkenswert sei zudem die nach wie vor große Heterogenität seiner drei Säulen. Die Inflationssäule liege nur noch knapp über der Nulllinie, was auf längere Sicht mit einer Teuerung von 2% in Einklang stehen würde. Insofern gebe sie grünes Licht, die Geldpolitik mittelfristig von restriktiv auf neutral anzupassen. Die stark negative Konjunktursäule mahne, hiermit nicht mehr allzu lange zu warten, während die hohe Finanzierungssäule Zweifel aufwerfe, ob die Geldpolitik wirklich so restriktiv sei. Den Mitgliedern des EZB-Rats, die die Datenabhängigkeit ihrer Entscheidungen hervorherben würden, biete sich somit ausreichend Gelegenheit zu kontroversen Diskussionen. (05.03.2024/alc/a/a)


