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DPAM setzt auf lange Duration in Europa
26.10.23 09:47
Degroof Petercam
Brüssel (www.anleihencheck.de) - Im derzeitigen Umfeld setzt Fondsmanager Lowie Debou von Degroof Petercam Asset Management auf eine lange Duration bei europäischen Anleihen.
"Sollten die Zinsen gesenkt werden oder sich die Konjunkturdaten deutlich verschlechtern, werden wir die Duration weiter verlängern", so der Experte.
Der Abwärtstrend im Verarbeitenden Gewerbe setze sich weltweit fort, weil auf den heimischen und internationalen Märkten die Nachfrage schwächele. In Europa beeinträchtige dies auch den Dienstleistungssektor. Auch die Beschäftigungslage im Verarbeitenden Gewerbe verschlechtere sich. Wenn dies ebenfalls auf den Dienstleistungssektor übergreife, könnte es zu einem sich selbst verstärkenden Zyklus von Nachfragerückgang und steigender Arbeitslosigkeit kommen.
Die EZB habe den Zinserhöhungszyklus abgeschlossen. Ihr Schwerpunkt liege nicht mehr auf der Anhebung der Zinssätze, sondern darauf, den Leitzins für einen längeren Zeitraum hoch zu halten. Die geldpolitische Transmission funktioniere und werde dies auch weiterhin tun. Die aufgestaute Verbrauchernachfrage nach der Wiedereröffnung Chinas könnte das Land zum ersten Mal überhaupt zu einem Inflationsexporteur machen. Bislang sehe es jedoch eher so aus, als werde das Land wie in der Vergangenheit eher Preissenkungen exportieren.
Jedenfalls bleibe die Inflation ein wichtiges Thema an den Finanzmärkten. Die jüngste Bewegung der Inflationszahlen sei in die richtige Richtung gegangen. Der einfache Teil dieses Weges liegt aber bald hinter uns, so die Experten von Degroof Petercam Asset Management. Bleibe die Frage, ob man - jemals - wieder das Inflationsziel erreichen werde. Bedeutsamer als die Inflationsrisiken seien jedoch die Risiken für das reale Wachstum.
Strukturelle Faktoren wie Demografie und Ausgabenpolitik würden die Inflationsraten über dem EZB-Ziel halten. Hinzu würden nach wie vor mittelfristige Faktoren wie die Inflationserwartungen, der Arbeitsmarkt und Margendruck kommen. Eine Konjunkturabschwächung werde nicht ausreichen, um die Inflation wieder auf das Zielniveau zu bringen. Kurzfristige Inflation-Linker sollten daher Potenzial haben. (26.10.2023/alc/a/a)
"Sollten die Zinsen gesenkt werden oder sich die Konjunkturdaten deutlich verschlechtern, werden wir die Duration weiter verlängern", so der Experte.
Die EZB habe den Zinserhöhungszyklus abgeschlossen. Ihr Schwerpunkt liege nicht mehr auf der Anhebung der Zinssätze, sondern darauf, den Leitzins für einen längeren Zeitraum hoch zu halten. Die geldpolitische Transmission funktioniere und werde dies auch weiterhin tun. Die aufgestaute Verbrauchernachfrage nach der Wiedereröffnung Chinas könnte das Land zum ersten Mal überhaupt zu einem Inflationsexporteur machen. Bislang sehe es jedoch eher so aus, als werde das Land wie in der Vergangenheit eher Preissenkungen exportieren.
Jedenfalls bleibe die Inflation ein wichtiges Thema an den Finanzmärkten. Die jüngste Bewegung der Inflationszahlen sei in die richtige Richtung gegangen. Der einfache Teil dieses Weges liegt aber bald hinter uns, so die Experten von Degroof Petercam Asset Management. Bleibe die Frage, ob man - jemals - wieder das Inflationsziel erreichen werde. Bedeutsamer als die Inflationsrisiken seien jedoch die Risiken für das reale Wachstum.
Strukturelle Faktoren wie Demografie und Ausgabenpolitik würden die Inflationsraten über dem EZB-Ziel halten. Hinzu würden nach wie vor mittelfristige Faktoren wie die Inflationserwartungen, der Arbeitsmarkt und Margendruck kommen. Eine Konjunkturabschwächung werde nicht ausreichen, um die Inflation wieder auf das Zielniveau zu bringen. Kurzfristige Inflation-Linker sollten daher Potenzial haben. (26.10.2023/alc/a/a)


