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Corporate Bond Index: Firmenanleihen im Paket


08.12.16 12:00
ZertifikateJournal

Schwarzach am Main (www.anleihencheck.de) - Nach dem Scheitern des Verfassungsreferendums in Italien ist die befürchtete Schockwelle an den Märkten ausgeblieben, so die Experten vom "ZertifikateJournal".

Aber natürlich sei es bei italienischen Aktien und Anleihen zu größeren Verlusten gekommen. Die Rendite zehnjähriger Bonds sei wieder über zwei Prozent geklettert - der höchste Stand seit mehr als einem Jahr. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten in der Eurozone wachse bei Staatsanleihen von Ländern mit schlechter Bonität die Gefahr von Kursrisiken. Zugleich nehme der Druck auf die Renditen von Bonds von relativ sicheren Staaten zu. Angesichts dieser Gemengelage und aufgrund des anhaltenden Anlagedrucks dürften Anleger künftig noch stärker auf Corporate Bonds ausweichen. Im Vergleich zu Staatsanleihen würden diese zwar ein höheres Bonitätsrisiko aufweisen. Aber trotz Ausweitung des Anleihenkaufprogramms der Europäischen Zentralbank sei aktuell selbst mit Unternehmensanleihen bonitätsstarker Unternehmen noch eine positive Rendite zu erwirtschaften.

Privatanleger könnten mit dem neuen Corporate Bond Index-Zertifikat der Commerzbank an der Wertentwicklung eines Korbs europäischer Unternehmensanleihen partizipieren. Im zugrunde liegenden Index seien die am liquidesten gehandelten und repräsentativsten Bonds enthalten, die von Unternehmen aus dem EURO STOXX 50 begeben worden seien. Das Anlageuniversum des Indexes umfasse zwischen 250 und 300 Corporate Bonds mit unterschiedlichen Ausgestaltungen in Hinblick auf Laufzeit und Verzinsung. Bei den vierteljährlichen Indexanpassungsterminen würden zur Aufnahme in den Index ausschließlich in Euro denominierte Nullkuponanleihen mit einer Restlaufzeit von mindestens 15 Monaten berücksichtigt, die ein Rating von BBB oder höher aufweisen könnten und mindestens 750 Mio. ausstehendes Volumen hätten. Während aus Ländersicht französische, niederländische, spanische und italienische Unternehmensbonds derzeit am stärksten gewichtet seien, würden bei den Branchen Banken und Finanzdienstleistungen sowie Verbrauchs- und Verbrauchergüter dominieren. (Ausgabe 48/2016) (08.12.2016/alc/a/a)