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CoCo-Bonds gehören zu den Gewinnern 2013
21.11.13 11:18
Swisscanto
Zürich (www.anleihencheck.de) - Die fundamentalen Aussichten für Banken haben sich über die vergangenen Jahre verbessert, so die Experten von Swisscanto.
Grund dafür seien die unterschiedlichen Programme der Zentralbanken wie zum Beispiel LTRO I + II. Diese hätten dazu beigetragen, dass sich die Refinanzierungssituation der Banken merklich verbessert habe. Andere Programme wie etwa StabFund und TARP hätten zu einer Erhöhung der Bilanzqualität geführt.
Weiter seien verschiedene regulatorische Anpassungen vorgenommen worden, so auch die Bestimmungen der Basel III-Reform. Sie würden dazu führen, dass Banken weniger anfällig auf Krisen sein würden. Die Profitabilität der Banken sei jedoch im historischen Kontext vor allem bei europäischen Banken noch immer tief. Die makroökonomischen Daten würden den Schluss zulassen, dass sich die unterschiedlichen Herausforderungen wie beispielsweise Arbeitslosigkeit oder schwaches Wachstum langsam zum Besseren wenden würden.
Ein Investor sollte sich vor diesem Hintergrund überlegen, in welchem Teil der Kapitalstruktur einer Bank er sich engagieren wolle. Aufgrund der tiefen Profitabilität und dem regulatorischen Druck, Gewinne zur weiteren Reduzierung des Verschuldungsgrades einzubehalten, scheine eine Investition in Bankaktien relativ betrachtet weniger attraktiv.
Das gleiche gelte für Fremdkapital im ersten Rang. Hier seien einerseits die zu erzielenden Kupons bescheiden und zusätzlich könnten die unterschiedlichen Vorschriften etwa im Falle der Restrukturierung einer europäischen Bank dazu führen, dass sich vermeintlich sichere "Senior"-Anleihen zu verlustabsorbierendem Kapital entwickeln würden.
"Es empfiehlt sich daher direkt in nachrangige Anleihen wie Contingent-Convertible-Anleihen - CoCos oder CoCo-Anleihen genannt - zu investieren und sich für das größere Risiko mit höheren Kupons entschädigen zu lassen", so Stefan Weber, Anleihenexperte bei Swisscanto.
Bei CoCos handle es sich um spezielle Wandelanleihen, die bei einem bestimmten Ereignis in Aktienkapital gewandelt werden müssten. Das "bestimmte Ereignis" sei in diesem Fall das Absinken der Eigenkapitalquote unter eine vordefinierte Marke. Wenn also in einer künftigen Krisensituation das Kernkapital eines Instituts diese Marke unterschreite, werde Fremdkapital automatisch in Eigenkapital gewandelt.
"CoCo-Anleihen sind mit hohen Kupons zwischen sechs bis zwölf Prozent ausgestattet. Der gesamte Kupon setzt sich zusammen aus dem risikolosen Zinssatz, einer Entschädigung für das Kreditrisiko sowie der Entschädigung für das Risiko, dass die Anleihe in Aktien des Unternehmens gewandelt werden könnte. Die letztgenannte Komponente macht den weitaus größten Teil des Kupons aus. Für Anleger sind CoCos mit ihren Renditen gerade im Niedrigzinsumfeld eine attraktive Alternative, die ein ansprechendes Risiko/Rendite-Profil aufweist", so Weber.
Die Fondsgesellschaft der Schweizer Kantonalbanken habe bereits im Mai 2011 den Fonds "Swisscanto (LU) Bond Invest CoCo" lanciert, um Investoren eine Partizipation an dieser Anlageklasse zu ermöglichen. Da der Markt erst im Wachstum begriffen sei, würden sich im Portfolio generell nachrangige Anleihen von Finanzinstituten befinden und die Quote der CoCos werde stetig erhöht. Seien es bei Lancierung unter zehn Prozent CoCo-Bonds gewesen, würden sich heute immerhin gegen 25 Prozent derer im Portfolio befinden.
"Das Gesamtvolumen von CoCos beläuft sich momentan auf etwa 30 Milliarden Euro. Doch Schätzungen lassen ein Wachstum auf rund 300 bis 400 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 erwarten. Dies entspricht in etwa der aktuellen Marktgröße aller nachrangigen Finanzanleihen", sage Weber. CoCo-Bonds würden mit ihrer Rendite im Jahr 2013 bis dato zu den Gewinnern gehören.
"Auf unseren Fonds umgemünzt bedeutet das knapp sieben Prozent Rendite im laufenden Jahr (Euro-Tranche, Stand Ende Oktober). Und die Erwartungen für diese Anlageklasse bleiben positiv, da auch die neuen Emissionen zu attraktiven Konditionen an den Markt kommen. Zudem hat sich die fundamentale Lage der Finanzbranche verbessert und der regulatorische Druck führt zu konservativeren Bilanzen. Auch unterstützen die Zentralbanken den Markt. Daher werden Märkte mit höherer Verzinsung weiterhin gefragt sein. Für Investoren bieten CoCos ein sinnvolles Diversifikationspotenzial in der gesamten Asset Allokation und rücken bestimmt verstärkt in den Anlegerfokus", so Weber. (21.11.2013/alc/a/a)
Grund dafür seien die unterschiedlichen Programme der Zentralbanken wie zum Beispiel LTRO I + II. Diese hätten dazu beigetragen, dass sich die Refinanzierungssituation der Banken merklich verbessert habe. Andere Programme wie etwa StabFund und TARP hätten zu einer Erhöhung der Bilanzqualität geführt.
Weiter seien verschiedene regulatorische Anpassungen vorgenommen worden, so auch die Bestimmungen der Basel III-Reform. Sie würden dazu führen, dass Banken weniger anfällig auf Krisen sein würden. Die Profitabilität der Banken sei jedoch im historischen Kontext vor allem bei europäischen Banken noch immer tief. Die makroökonomischen Daten würden den Schluss zulassen, dass sich die unterschiedlichen Herausforderungen wie beispielsweise Arbeitslosigkeit oder schwaches Wachstum langsam zum Besseren wenden würden.
Ein Investor sollte sich vor diesem Hintergrund überlegen, in welchem Teil der Kapitalstruktur einer Bank er sich engagieren wolle. Aufgrund der tiefen Profitabilität und dem regulatorischen Druck, Gewinne zur weiteren Reduzierung des Verschuldungsgrades einzubehalten, scheine eine Investition in Bankaktien relativ betrachtet weniger attraktiv.
Das gleiche gelte für Fremdkapital im ersten Rang. Hier seien einerseits die zu erzielenden Kupons bescheiden und zusätzlich könnten die unterschiedlichen Vorschriften etwa im Falle der Restrukturierung einer europäischen Bank dazu führen, dass sich vermeintlich sichere "Senior"-Anleihen zu verlustabsorbierendem Kapital entwickeln würden.
Bei CoCos handle es sich um spezielle Wandelanleihen, die bei einem bestimmten Ereignis in Aktienkapital gewandelt werden müssten. Das "bestimmte Ereignis" sei in diesem Fall das Absinken der Eigenkapitalquote unter eine vordefinierte Marke. Wenn also in einer künftigen Krisensituation das Kernkapital eines Instituts diese Marke unterschreite, werde Fremdkapital automatisch in Eigenkapital gewandelt.
"CoCo-Anleihen sind mit hohen Kupons zwischen sechs bis zwölf Prozent ausgestattet. Der gesamte Kupon setzt sich zusammen aus dem risikolosen Zinssatz, einer Entschädigung für das Kreditrisiko sowie der Entschädigung für das Risiko, dass die Anleihe in Aktien des Unternehmens gewandelt werden könnte. Die letztgenannte Komponente macht den weitaus größten Teil des Kupons aus. Für Anleger sind CoCos mit ihren Renditen gerade im Niedrigzinsumfeld eine attraktive Alternative, die ein ansprechendes Risiko/Rendite-Profil aufweist", so Weber.
Die Fondsgesellschaft der Schweizer Kantonalbanken habe bereits im Mai 2011 den Fonds "Swisscanto (LU) Bond Invest CoCo" lanciert, um Investoren eine Partizipation an dieser Anlageklasse zu ermöglichen. Da der Markt erst im Wachstum begriffen sei, würden sich im Portfolio generell nachrangige Anleihen von Finanzinstituten befinden und die Quote der CoCos werde stetig erhöht. Seien es bei Lancierung unter zehn Prozent CoCo-Bonds gewesen, würden sich heute immerhin gegen 25 Prozent derer im Portfolio befinden.
"Das Gesamtvolumen von CoCos beläuft sich momentan auf etwa 30 Milliarden Euro. Doch Schätzungen lassen ein Wachstum auf rund 300 bis 400 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 erwarten. Dies entspricht in etwa der aktuellen Marktgröße aller nachrangigen Finanzanleihen", sage Weber. CoCo-Bonds würden mit ihrer Rendite im Jahr 2013 bis dato zu den Gewinnern gehören.
"Auf unseren Fonds umgemünzt bedeutet das knapp sieben Prozent Rendite im laufenden Jahr (Euro-Tranche, Stand Ende Oktober). Und die Erwartungen für diese Anlageklasse bleiben positiv, da auch die neuen Emissionen zu attraktiven Konditionen an den Markt kommen. Zudem hat sich die fundamentale Lage der Finanzbranche verbessert und der regulatorische Druck führt zu konservativeren Bilanzen. Auch unterstützen die Zentralbanken den Markt. Daher werden Märkte mit höherer Verzinsung weiterhin gefragt sein. Für Investoren bieten CoCos ein sinnvolles Diversifikationspotenzial in der gesamten Asset Allokation und rücken bestimmt verstärkt in den Anlegerfokus", so Weber. (21.11.2013/alc/a/a)


