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CoCo-Anleihen-Markt ist gut in Fahrt
16.04.24 11:25
Swisscanto
Zürich (www.anleihencheck.de) - Das erste Quartal 2024 war geprägt durch eine seltene Kombination aus sich verbessernden Wirtschaftsdaten - namentlich beim Wirtschaftswachstum und den Unternehmensgewinnen - und der Erwartung einer lockeren Geldpolitik, so Daniel Björk, Manager des Swisscanto (LU) Bond Fund Responsible COCO bei Swisscanto.
Diese erfreuliche Konstellation habe dazu geführt, dass der S&P-500 um 10,6% habe zulegen können und die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 32 Basispunkte (BP) gestiegen seien. Für AT1-Anleihen sei dies ein günstiges Marktumfeld gewesen. Die optionsbereinigten Kreditspreads - gemessen am ICE-BofA-Contingent-Capital-Index - hätten sich um 56 BP verengt. Dies habe zu einer Brutto-Performance von knapp 3,6% (abgesichert in Euro) in Q1-24 geführt.
Bezüglich der Emission neuer CoCo-Anleihen habe es sich um ein aktives erstes Quartal gehandelt. So seien mehr als 15 neue Anleihen am Markt platziert worden, die zumeist auf eine starke Nachfrage gestoßen seien. Dabei sei es um eine gute Mischung aus großen USD-Emittenten (BNP, ING, Societe Generale, UBS), einer japanischen Megabank (Sumitomo), nationalen EUR-Champions (ABN, Caixabank, Credit Agricole), Versicherungen (AXA, ASR Ned, NN Group), kleineren EUR-Emittenten (Fineco, Jyske, Swedbank) und Emerging Markets-Banken (eine aus Chile, zwei aus der Türkei) gegangen. Damit sei der Markt in punkto Performance und Neuemissionen in 2024 bisher gut in Fahrt.
Da die Experten positiv auf AT1-Anleihen gestimmt seien, würden sie in ihrem CoCo-Fonds am Übergewicht des Fonds-Beta festhalten (Beta von 1,20) und seien fast vollständig investiert - der Barmittelstand betrage aktuell 1%. Was die Sektoren betreffe, so hätten die Experten das Übergewicht des Fonds in den Versicherungen erhöht, einem Segment mit guter Performance, das auf dem CoCo-Markt an Bedeutung gewinne.
Bei der Länderallokation bleibe der Fonds in spanischen sowie niederländischen Banken und Versicherern übergewichtet. Beide hätten sich gut entwickelt. Angesichts des Medien- und Marktfokus auf das Gewerbeimmobilien-(CRE)-Engagement deutscher Banken während des vergangenen Quartals, würden die Experten bei den AT1-Anleihen mehrerer lokaler Banken in der aktuellen Phase des CRE-Zyklus vorsichtig bleiben. Der Fonds sei in Deutschland einzig bei der Deutschen Bank engagiert, bei der sich die Experten angesichts ihrer Größe, Diversifizierung und Rentabilität wohl fühlen würden.
Die Experten würden für den CoCo-Markt - trotz seiner jüngsten, starken Performance - optimistisch bleiben. Diese Einschätzung beruhe in erster Linie auf starken Fundamentaldaten des europäischen Banken- und Versicherungssektors, den historisch hohen Renditen (75. Perzentil) sowie des deutlich günstigeren AT1-Markts im Vergleich zu US-Hochzinsanleihen mit ähnlich bewerteten AT1-Anleihen, die immer noch einen historisch hohen Spread-Aufschlag (75. Perzentil) bieten würden. In Anbetracht des derzeitigen Abschwungs im CRE-Sektor sei die Auswahl der Emittenten für die Experten weiterhin von größter Bedeutung. Dabei würden sie CoCo-Anleihen von starken Banken und Versicherungsgesellschaften bevorzugen.
Die Experten würden davon ausgehen, dass sich das Goldlöckchen-Szenario (moderate Inflation bei einem robusten Wirtschaftswachstum) in den USA während des Wahljahres fortsetzen werde, mit einem soliden Wirtschaftswachstum, das von erheblichen Staatsausgaben und positiven realen Verbraucherausgaben (dank der sinkenden Inflation) angetrieben werde. Der verzögerte Effekt des sinkenden Mietwachstums (OER/Shelter) und der sinkenden Lohnstückkosten (positives Produktivitätswachstum) dürfte der FED helfen, ihren Leitzins im Laufe des Jahres 2024 zu senken (um zu vermeiden, dass die realen Zinssätze zu restriktiv würden).
Solides Wachstum, der Rückgang der Inflation und ein niedrigerer Leitzins der FED, der über die Immobilien- und Aktienmärkte zu positiven Vermögenseffekten führen dürften, seien nach Erachten der Experten die US-Story für 2024. Daher würden sie eine weitere Normalisierung der Renditen erwarten, aber zugleich mögliche Marktüberraschungen im Auge behalten. (16.04.2024/alc/a/a)
Diese erfreuliche Konstellation habe dazu geführt, dass der S&P-500 um 10,6% habe zulegen können und die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 32 Basispunkte (BP) gestiegen seien. Für AT1-Anleihen sei dies ein günstiges Marktumfeld gewesen. Die optionsbereinigten Kreditspreads - gemessen am ICE-BofA-Contingent-Capital-Index - hätten sich um 56 BP verengt. Dies habe zu einer Brutto-Performance von knapp 3,6% (abgesichert in Euro) in Q1-24 geführt.
Bezüglich der Emission neuer CoCo-Anleihen habe es sich um ein aktives erstes Quartal gehandelt. So seien mehr als 15 neue Anleihen am Markt platziert worden, die zumeist auf eine starke Nachfrage gestoßen seien. Dabei sei es um eine gute Mischung aus großen USD-Emittenten (BNP, ING, Societe Generale, UBS), einer japanischen Megabank (Sumitomo), nationalen EUR-Champions (ABN, Caixabank, Credit Agricole), Versicherungen (AXA, ASR Ned, NN Group), kleineren EUR-Emittenten (Fineco, Jyske, Swedbank) und Emerging Markets-Banken (eine aus Chile, zwei aus der Türkei) gegangen. Damit sei der Markt in punkto Performance und Neuemissionen in 2024 bisher gut in Fahrt.
Bei der Länderallokation bleibe der Fonds in spanischen sowie niederländischen Banken und Versicherern übergewichtet. Beide hätten sich gut entwickelt. Angesichts des Medien- und Marktfokus auf das Gewerbeimmobilien-(CRE)-Engagement deutscher Banken während des vergangenen Quartals, würden die Experten bei den AT1-Anleihen mehrerer lokaler Banken in der aktuellen Phase des CRE-Zyklus vorsichtig bleiben. Der Fonds sei in Deutschland einzig bei der Deutschen Bank engagiert, bei der sich die Experten angesichts ihrer Größe, Diversifizierung und Rentabilität wohl fühlen würden.
Die Experten würden für den CoCo-Markt - trotz seiner jüngsten, starken Performance - optimistisch bleiben. Diese Einschätzung beruhe in erster Linie auf starken Fundamentaldaten des europäischen Banken- und Versicherungssektors, den historisch hohen Renditen (75. Perzentil) sowie des deutlich günstigeren AT1-Markts im Vergleich zu US-Hochzinsanleihen mit ähnlich bewerteten AT1-Anleihen, die immer noch einen historisch hohen Spread-Aufschlag (75. Perzentil) bieten würden. In Anbetracht des derzeitigen Abschwungs im CRE-Sektor sei die Auswahl der Emittenten für die Experten weiterhin von größter Bedeutung. Dabei würden sie CoCo-Anleihen von starken Banken und Versicherungsgesellschaften bevorzugen.
Die Experten würden davon ausgehen, dass sich das Goldlöckchen-Szenario (moderate Inflation bei einem robusten Wirtschaftswachstum) in den USA während des Wahljahres fortsetzen werde, mit einem soliden Wirtschaftswachstum, das von erheblichen Staatsausgaben und positiven realen Verbraucherausgaben (dank der sinkenden Inflation) angetrieben werde. Der verzögerte Effekt des sinkenden Mietwachstums (OER/Shelter) und der sinkenden Lohnstückkosten (positives Produktivitätswachstum) dürfte der FED helfen, ihren Leitzins im Laufe des Jahres 2024 zu senken (um zu vermeiden, dass die realen Zinssätze zu restriktiv würden).
Solides Wachstum, der Rückgang der Inflation und ein niedrigerer Leitzins der FED, der über die Immobilien- und Aktienmärkte zu positiven Vermögenseffekten führen dürften, seien nach Erachten der Experten die US-Story für 2024. Daher würden sie eine weitere Normalisierung der Renditen erwarten, aber zugleich mögliche Marktüberraschungen im Auge behalten. (16.04.2024/alc/a/a)


