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Bundesanleihen über fast alle Laufzeiten mit Negativrendite
09.03.16 09:20
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - In Deutschland weisen inzwischen alle Laufzeiten von Bundespapieren bis einschließlich acht Jahren negative Renditen auf, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen befinde sich mit 0,11% nur noch knapp im positiven Prozentbereich. Die Umlaufrendite habe zuletzt nur noch bei 0,09% notiert. Der Renditerückgang sei kein solitäres deutsches, sondern ein globales Phänomen. In Japan habe die Regierung Anfang März erstmals zehnjährige Staatsanleihen mit einer negativen Rendite versteigert. In der Schweiz seien schon seit Längerem alle Renditen von Staatsanleihen mit Laufzeiten bis einschließlich zehn Jahren negativ.
Mit der Einführung von Negativzinsen sei die Hoffnung verbunden worden, dass Unternehmen zu mehr Investitionen und die Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe ermuntert werden könnten. Diese Hoffnung habe sich bislang nicht erfüllt. Stattdessen seien die jüngsten Leitzinssenkungen von einer Abflachung der Renditekurven begleitet worden. Steilere Renditekurven würden jedoch gemeinhin als günstigere Rahmenbedingungen für Banken gelten.
Als Ursache für die aktuell historisch niedrigen Renditen von Bundesanleihen würden die sehr niedrige Inflationsrate und die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gelten. In einer unsicheren Welt würden sichere Kapitalanlagen stark nachgefragt. Diese Nachfrage treibe die Kurse Festverzinslicher, wodurch die Renditen für Staatspapiere aus der Schweiz und aus Deutschland unter der Nulllinie gehalten würden. Wenn sich die Sorgen um eine Verlangsamung des Wachstums der Weltwirtschaft tatsächlich als richtig erweisen sollten oder die politische Unsicherheit auf dem Globus noch einmal zunehmen sollte, könnten die Renditen der Bundesanleihen, für viele unvorstellbar, dennoch weiter sinken.
Wer aus solchen Gründen Staatsanleihen mit negativen Renditen erwerbe, handele keineswegs unlogisch. In einer Zeit, in der Banken wenig Interesse an zusätzlichen Kundeneinlagen hätten, lasse sich die Negativrendite der Anleihen als eine Art Versicherungsprämie bezeichnen, die Anleger ruhig schlafen lasse. Negativrenditen könnten - siehe Schweiz und Japan - zu einem Dauerzustand werden, insbesondere dann, wenn die Inflationsraten ins Negative fallen würden.
Zur Verbesserung der Renditechancen in den Rentenfonds habe sich das AL Trust-Fondsmanagement in den vergangenen Monaten sukzessive von Anleihen der Bundesrepublik Deutschland getrennt und durch Corporates und gut geratete, höher verzinste Länderanleihen in Euro ersetzt. (Ausgabe März 2016) (09.03.2016/alc/a/a)
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen befinde sich mit 0,11% nur noch knapp im positiven Prozentbereich. Die Umlaufrendite habe zuletzt nur noch bei 0,09% notiert. Der Renditerückgang sei kein solitäres deutsches, sondern ein globales Phänomen. In Japan habe die Regierung Anfang März erstmals zehnjährige Staatsanleihen mit einer negativen Rendite versteigert. In der Schweiz seien schon seit Längerem alle Renditen von Staatsanleihen mit Laufzeiten bis einschließlich zehn Jahren negativ.
Als Ursache für die aktuell historisch niedrigen Renditen von Bundesanleihen würden die sehr niedrige Inflationsrate und die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gelten. In einer unsicheren Welt würden sichere Kapitalanlagen stark nachgefragt. Diese Nachfrage treibe die Kurse Festverzinslicher, wodurch die Renditen für Staatspapiere aus der Schweiz und aus Deutschland unter der Nulllinie gehalten würden. Wenn sich die Sorgen um eine Verlangsamung des Wachstums der Weltwirtschaft tatsächlich als richtig erweisen sollten oder die politische Unsicherheit auf dem Globus noch einmal zunehmen sollte, könnten die Renditen der Bundesanleihen, für viele unvorstellbar, dennoch weiter sinken.
Wer aus solchen Gründen Staatsanleihen mit negativen Renditen erwerbe, handele keineswegs unlogisch. In einer Zeit, in der Banken wenig Interesse an zusätzlichen Kundeneinlagen hätten, lasse sich die Negativrendite der Anleihen als eine Art Versicherungsprämie bezeichnen, die Anleger ruhig schlafen lasse. Negativrenditen könnten - siehe Schweiz und Japan - zu einem Dauerzustand werden, insbesondere dann, wenn die Inflationsraten ins Negative fallen würden.
Zur Verbesserung der Renditechancen in den Rentenfonds habe sich das AL Trust-Fondsmanagement in den vergangenen Monaten sukzessive von Anleihen der Bundesrepublik Deutschland getrennt und durch Corporates und gut geratete, höher verzinste Länderanleihen in Euro ersetzt. (Ausgabe März 2016) (09.03.2016/alc/a/a)


