Bund-Future schwach in die Woche gestartet


28.06.22 09:14
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nachrichten oder Signale, die eine nachhaltige Entspannung der Märkte rechtfertigen würden, gab es nicht, so die Analysten der Helaba.

So seien die europäischen Gaspreise weiterhin sehr hoch und Hinweise darauf, dass Nordstream 1 bald wieder volle Kapazität leiste, seien Mangelware. Vonseiten der Notenbanken werde zudem unverändert auf die Notwendigkeit schneller und massiver Zinserhöhungen verwiesen. Dennoch seien die Aktienmärkte freundlich in die Woche gestartet und die Risikoprämien hätten nachgegeben.

Am europäischen Rentenmarkt seien zumeist stabile EWU-Spreads die Folge gewesen, während das Renditeniveau der Bundesanleihen angezogen habe. Zwar gebe es in Sintra einige EZB-Redebeiträge. Dass es dabei aber konkrete Aussagen zu dem geplanten Anti-Fragmentierungstool der EZB geben werde, sei eher unwahrscheinlich. Insofern dürften die Spreads mit der allgemeinen Risikoaversion schwanken. Mit den schwächer zu erwartenden Stimmungsumfragen bei Verbrauchern könnte sogar wieder mehr Risikoaversion zum Thema werden.

Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei schwach in die Woche gestartet und die Handelspanne sei dabei erhöht geblieben. MACD und Stochastik würden oberhalb ihrer Signallinien steigen, während der DMI noch im Verkauf stehe, aber von einem bereits sinkenden ADX begleitet werde. Die Zinserwartungen würden jedoch einen Belastungsfaktor darstellen, sodass trotz des aufgehellten Bildes bei den Indikatoren Risiken bestünden. Unterstützungen fänden sich bei 146,03 und in einer Zone um 145,60. Auf der Oberseite wäre es wichtig, nachhaltig die 21-Tagelinie (146,98) zu überwinden und das Freitagshoch bei 149,00 anzupeilen. (28.06.2022/alc/a/a)




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153,5752 154,1615 -0,5863 -0,38% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009652644 965264 177,24 140,80