Bund-Future nahe 130,71: Eskalation im Persischen Golf treibt Märkte


02.03.26 08:42
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Wochenlang hatte sich die Lage am Persischen Golf angespannt, nachdem US-Präsident Trump zwei Flugzeugträgerverbände in die Region beordert und ein Ultimatum ausgesprochen hatte, so die Analysten der Helaba.

Zwar hätten immer wieder auch Gesprächsrunden zwischen den USA und dem Iran stattgefunden, letztlich hätten diese aber nicht zu nennenswerten Ergebnissen geführt und so seien am Wochenende israelische und US-amerikanische Luftangriffe auf Ziele im Iran geflogen worden. Der Iran bedrohe mit der Sperrung der für den internationalen Energiemarkt so bedeutenden Straße von Hormus die Weltwirtschaft. Die Ölnotierungen hätten im asiatischen Handel bereits deutlich zugelegt und ein Impulshoch über 82 USD/Barrel der Sorte Brent sei vermerkt worden. Deutliche Aufschläge würden am Morgen auch die Goldnotierungen verzeichnen, während die Aktienindizes in Asien und der DAX-Future unter Druck stünden. Risikoaversion dominiere die Situation in den frühen Handelsstunden, wovon der Euro im Verhältnis zum US-Dollar aber nicht profitiere. Die Rentennotierungen dagegen würden von der Safe-Haven-Nachfrage unterstützt.

Zum Ende der Woche habe der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) bereits ein Hoch bei 130,35 markiert, nachdem sich die Indizien für Luftschläge gegen den Iran gehäuft hätten. Heute Morgen habe der Future nochmals bis auf 130,53 zugelegt und das Kontrakthoch bei 130,71 sei in Reichweite. Indikatorenseitig sei das Bild konstruktiv, denn MACD und DMI stünden im Kauf und würden dabei von einem steigenden ADX begleitet. Derweil gebe es aber auch Überkauftsignale vonseiten des Stochastic und des RSI. Unterstützungen sähen die Analysten bei 129,50/55/66.

Der EUR/USD-Kurs sei angesichts der Eskalation am Persischen Golf unter Druck geraten und habe dabei die Unterstützung an der 55-Tagelinie (1,1775) phasenweise durchbrochen. Das Bild der technischen Indikatoren sei unklar, wenngleich sich die Lage eintrübe. So gebe der MACD unterhalb seiner Signallinie weiter nach. Weitere Haltemarken würden sich bei 1,1742 und an den 100- und 200-Tagelinien bei 1,1697 bzw. 1,1666 zeigen. Als wichtiger Widerstand jenseits der 55-Tagelinie fungiere die 21-Tagelinie bei 1,1820. Letztlich dominiere zu Wochenbeginn die Risikoaversion und der Dollar scheine davon zu profitieren. (02.03.2026/alc/a/a)




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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009652644 965264 132,00 € 124,26 €