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Bund-Future: Stabilisierung oder Erholung?
05.05.15 15:32
WGZ BANK
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Bei unserer letzten Betrachtung hatten wir zwar einen leichten Vorteil der Bären gesehen, derart deutliche Verluste des Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) überraschten uns dann aber doch, berichten die Analysten der WGZ BANK.
So habe der Future innerhalb einer Woche Gewinne hergegeben, die zuvor über etwa drei Monate generiert worden seien. Während im üblichen Bar-Chart keine Unterstützungen mehr erkennbar gewesen seien, offenbare das Bild auf Schlusskursbasis nun aber die Möglichkeit einer Stabilisierung.
Hauptsächlichen Anteil an dieser Stabilisierung habe ein ehemaliger Widerstand bei gut 155,50% auf Tagesschluss, der nun zu einer Unterstützung mutiert habe. Ein weiterer Stützpunkt lasse sich erst bei 154,40% erkennen. Nach den deutlichen Verlusten würde die Analysten eine zumindest kurze Stabilisierung oder gar eine Erholung nicht überraschen.
Eine übergeordnete Richtungsänderung sei aber noch nicht erkennbar, denn nach den Regeln der Elliott-Wellen-Theorie sei zunächst lediglich mit einer Zick-Zack-Bewegung zu rechnen. Diese dürfte zwar für die genannte Stabilisierung sorgen, anschließend müsse aber eine nochmalige Abwärtswelle einkalkuliert werden.
Einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Bund-Future dürfte in den kommenden Wochen dann auch die amerikanische Rendite haben. Sie sei in den letzten Sitzungen zwar nicht so markant wie ihr hiesiges Pendant angestiegen, deute aber auf ein Ende des 2014 gestarteten und mittlerweile ein Jahr gültigen Abwärtstrends. Sätze über 2,25% würden diese Sichtweise bestätigen, eine deutliche Richtungsänderung einleiten und ein langfristiges Ziel (12 bis 18 Monate) von etwa 3,30% wahrscheinlich werden lassen.
Im Gegensatz dazu würden die Indikatoren aber für eine etwas nachhaltigere Erholung sprechen: Das Niveau des MACD-Histogramms sei auf einen untypisch niedrigen Wert gefallen. Grundsätzlich sei die Skala nach unten zwar offen, hier lasse sich aber dennoch ein deutlich überverkauftes Niveau erkennen. Dieses deute auch der RSI an, der in seinen Extrembereich gefallen sei und dort zu drehen scheine. Im Gegensatz zu den Aktienindices zeige der Oszillator im Bund-Future Chart selten Divergenzen. Die Chancen auf eine sofortige und etwas deutlichere Gegenbewegung stünden unter diesem Blickwinkel also nicht schlecht.
Nach den markanten Verlusten sollte der Bund-Future zumindest kurzfristig einen Boden gefunden haben. Fraglich sei aber, ob das Rentenbarometer eine deutliche Erholung starten könne. (05.05.2015/alc/a/a)
So habe der Future innerhalb einer Woche Gewinne hergegeben, die zuvor über etwa drei Monate generiert worden seien. Während im üblichen Bar-Chart keine Unterstützungen mehr erkennbar gewesen seien, offenbare das Bild auf Schlusskursbasis nun aber die Möglichkeit einer Stabilisierung.
Hauptsächlichen Anteil an dieser Stabilisierung habe ein ehemaliger Widerstand bei gut 155,50% auf Tagesschluss, der nun zu einer Unterstützung mutiert habe. Ein weiterer Stützpunkt lasse sich erst bei 154,40% erkennen. Nach den deutlichen Verlusten würde die Analysten eine zumindest kurze Stabilisierung oder gar eine Erholung nicht überraschen.
Einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Bund-Future dürfte in den kommenden Wochen dann auch die amerikanische Rendite haben. Sie sei in den letzten Sitzungen zwar nicht so markant wie ihr hiesiges Pendant angestiegen, deute aber auf ein Ende des 2014 gestarteten und mittlerweile ein Jahr gültigen Abwärtstrends. Sätze über 2,25% würden diese Sichtweise bestätigen, eine deutliche Richtungsänderung einleiten und ein langfristiges Ziel (12 bis 18 Monate) von etwa 3,30% wahrscheinlich werden lassen.
Im Gegensatz dazu würden die Indikatoren aber für eine etwas nachhaltigere Erholung sprechen: Das Niveau des MACD-Histogramms sei auf einen untypisch niedrigen Wert gefallen. Grundsätzlich sei die Skala nach unten zwar offen, hier lasse sich aber dennoch ein deutlich überverkauftes Niveau erkennen. Dieses deute auch der RSI an, der in seinen Extrembereich gefallen sei und dort zu drehen scheine. Im Gegensatz zu den Aktienindices zeige der Oszillator im Bund-Future Chart selten Divergenzen. Die Chancen auf eine sofortige und etwas deutlichere Gegenbewegung stünden unter diesem Blickwinkel also nicht schlecht.
Nach den markanten Verlusten sollte der Bund-Future zumindest kurzfristig einen Boden gefunden haben. Fraglich sei aber, ob das Rentenbarometer eine deutliche Erholung starten könne. (05.05.2015/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


