Bund-Future: Schwächer - technische Analyse


15.12.15 12:51
WGZ BANK

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Bei der letzten Betrachtung hatten wir eine Stagnation des Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) prognostiziert, so die Analysten der WGZ BANK.

Tatsächlich zeige sich das Rentenbarometer stichtagsbezogen zwar nahezu unverändert, zwischenzeitlich hätten die Notierungen aber angezogen und zuletzt deutliche Verluste gezeigt. Die Dynamik des (bisherigen) Rücksetzers heute überrasche dann aber doch.

Nach diesen heutigen Verlusten handle es sich bei den Zuwächsen seit dem 4. Dezember unter charttechnischen Aspekten lediglich um eine Erholung als Antwort auf den markanten Rücksetzer von über 300 Ticks am 3. Dezember. Während zuvor keinerlei Hinweise auf eine Wende erkennbar gewesen seien, habe der Intraday-Chart eine kurze Schwäche angezeigt.

Die Dynamik, mit der das Rentenbarometer in der bisherigen Sitzung heute falle, lasse auf mittelfristigen Abgabedruck schließen. So sollte die Unterstützung bei 158,13% eigentlich nicht unterboten werden. Die Bullen hätten bis zum Ende der heutigen Sitzung zwar die Chance, dieses Niveau wieder zu erobern, schließe der Bund-Future aber signifikant unter diesem Stützpunkt - und damit unter 158,00% -, werde ein übergeordnetes Verkaufsignal generiert. Das idealtypische Ziel läge in diesem Fall bei gut 155,00%.

Die zehnjährige Bundrendite laufe damit wieder Gefahr, das mehrfach genannte Niveau von 0,82% zu erreichen, wobei das idealtypische Ziel sogar bei gut 1,00% liege.

Doch auch in Übersee scheine sich ein neuer Trend zu entwickeln. Zuletzt hätten die Sätze der zehnjährigen US-Bonds nur schwankend seitwärts tendiert und dabei Ausschlage von etwa 25 Stellen in wenigen Tagen gezeigt. Aktuell hätten die Bären das Zepter wieder in der Hand und würden die Befürchtungen eines Renditeanstiegs bis etwa 2,50% nähren.

Die hiesigen Indikatoren würden derweil keine weiteren Auskünfte über das mittelfristige Schicksal des Bund-Future geben. Zwar zeige der RSI eine abfallende Tendenz, doch beziehe sich dieses Signal nur auf den kurzfristigen Betrachtungszeitraum. Der hier entstandene Druck könne in der kommenden Woche bereits wieder aufgelöst werden.

Würden die bisherigen Verluste nicht wieder eliminiert, dürfte der Bund-Future auch in den nächsten Tagen nachgeben. Aus dieser kurzfristigen Schwäche könnte sich aber auch ein mittelfristiges Signal ergeben, das für Notierungen im Bereich von 155,00% sorge. (15.12.2015/alc/a/a)





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