Bund-Future: Die Lage trübt sich ein


19.06.23 08:45
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Finanzmärkte haben in unterschiedlicher Weise auf die Zinsentscheidungen der beiden wichtigen Notenbanken dies- und jenseits des Atlantiks reagiert, insgesamt aber ein freundliches Bild gezeichnet, so die Analysten der Helaba.

Sowohl die FED als auch die EZB würden die zunehmende Datenabhängigkeit der Entscheidungen betonen und so könnte dies in den kommenden Wochen und Monaten durchaus für Volatilität sorgen. Sowohl in der Eurozone als auch in den USA werde im Juli mehrheitlich mit einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte gerechnet und marktseitig sei dies vollständig bzw. zu einem großen Teil eskomptiert.

Der deutsche Rentenmarkt könnte davon profitieren, dass die EZB-Zinserwartungen bereits weit fortgeschritten seien. Nicht nur der Juli-Schritt sei vollständig eingepreist, auch für den Herbst würden höhere implizite Leitzinsniveaus gehandelt. Währenddessen sei in den USA weniger als ein Schritt eskomptiert und entsprechend seien auch die US-Treasuries im Wochenverlauf stärker unter Druck gekommen.

Das technische Bild beim Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei noch geprägt von der trendlosen Marktverfassung. Allerdings trübe sich die Lage ein und am Freitag habe die wichtige Unterstützung bei 132,12 im Test gestanden. Sollte der Future darunter abrutschen, entstünde Raum für Kurse um 130 und die Etablierung eines größeren Abwärtsimpulses. Soweit sei es aber noch nicht und der niedrige ADX weise noch immer auf die intakte Seitwärtsphase hin. Allerdings stehe der DMI auf Verkauf und der ADX beginne zu steigen. (19.06.2023/alc/a/a)




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