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Bund-Future mit Allzeithoch
07.05.13 16:00
Alte Leipziger Trust
Oberursel (www.anleihencheck.de) - Ungeachtet der Risiken, die sich mit Blick auf die quantitativen Indikatoren zeigen, gingen die Renditen diesseits und jenseits des Atlantiks weiter zurück, so die Experten der Alte Leipziger Trust.
So habe der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) bis Anfang Mai erneut zulegen können und im Zuge dessen ein neues Allzeithoch bei 147,20 Zählern markiert. Der im März etablierte Aufwärtstrend sei damit weiterhin intakt. Die zehnjährige Rendite deutscher Staatsanleihen sei inzwischen auf 1,22% gesunken. Die Zinsstrukturkurve habe sich verflacht, die Renditedifferenz zwischen zehn- und zweijährigen Bunds liege derzeit bei 120 Basispunkten. Aus markttechnischer Sicht bestehe ein erhebliches Risiko weiterer Renditerückgänge. Die Rendite zehnjähriger Langläufer könnte unter 1 Prozent zurückfallen.
Die Stimmungsindikatoren für die deutsche Wirtschaft hätten sich im letzten Monat erneut eingetrübt. Sowohl der ZEW-Index als auch das ifo-Geschäftsklima seien stärker gefallen als erwartet. Das ifo-Geschäftsklima habe nun den zweiten Rückgang in Folge hinnehmen müssen. Auch die Einkaufsmanagerindices würden eher Pessimismus verbreiten, mittlerweile würden beide Indices unter der Schwelle von 50 Punkten notieren. Die konjunkturelle Entwicklung dürfte noch einige Monate schwach bleiben. Positiv anzumerken bleibe, dass der Auftragseingang der Industrie den Rückgang zu Jahresanfang im Februar wieder habe ausgleichen können.
Auch in der Eurozone würden die Einkaufsmanagerindices weiterhin unter der Marke von 50 Punkten verharren, eine Erholung sei im abgelaufenen Monat ausgeblieben. Damit würden die Einkaufsmanagerindices bestenfalls eine weitere Stagnation in der Eurozone signalisieren. In den letzten Wochen seien die Renditen der Peripherie-Anleihen recht deutlich gesunken. Die Fundamentaldaten könnten diesen Renditerückgang aber nicht rechtfertigen. Die Haushaltsdefizite vieler Mitgliedsländer der Eurozone seien noch immer weit entfernt von einem tragbaren Niveau. In Griechenland habe das Haushaltsdefizit 2012 beispielsweise bei 10% gelegen, in Spanien bei 10,6% und in Frankreich bei 4,8%.
Und auch die Zahl der Arbeitslosen steige in vielen Ländern der Eurozone weiter. In Spanien seien erstmals mehr als sechs Millionen Menschen arbeitslos, dies entspreche einer Arbeitslosenquote von 27,2%. In Frankreich würden mit 3,2 Mio. so viele Arbeitslose gezählt wie nie zuvor. Hauptgrund für den Renditerückgang der Peripherieanleihen sei unverändert die Draghi-Ankündigung, im Notfall unbegrenzte Anleihekäufe vorzunehmen. Weiterhin würden die Inflationsraten fallen, in Deutschland sei der Anstieg des Verbraucherpreisindex auf +1,2% gefallen.
Ein Trend hin zu fallenden Renditen sei auch auf dem US-Bondmarkt zu sehen. Hier sei die Rendite zehnjähriger US-Treasuries im April von 1,85% auf 1,67% gefallen. Auch für die kommenden Wochen erwarte man weiterhin niedrige Renditen. Eine Trendumkehr sei generell nicht absehbar.
Im Gegensatz zu den Vormonaten hätten im April die meisten Konjunkturindikatoren für die US-Wirtschaft enttäuscht. Laut dem Arbeitsmarktbericht seien lediglich 88.000 neue Stellen geschaffen worden. Dies sei deutlich weniger gewesen als erwartet und auch weniger als in den Vormonaten. Auch die Einzelhandelsumsätze seien stärker gefallen als erwartet. Scheinbar würden die Verbraucher mit einer Verzögerung auf die im Januar in Kraft getretenen Steuererhöhungen reagieren. Der Auftragseingang für langlebige Güter sei deutlich rückläufig und habe ebenfalls die Erwartungen verfehlt. Der Immobilienmarkt entwickle sich weiterhin positiv, im März sei mit dem Bau so vieler Wohngebäude begonnen worden wie zuletzt im Jahr 2008. Trotz der schwächeren Konjunkturdaten dürfte die US-Wirtschaft dennoch weiterhin auf einem moderaten Expansionskurs sein.
Das historische Niedrigzinsumfeld stelle Investoren vor Herausforderungen. Um eine Rendite oberhalb der Inflationsrate zu erzielen, müssten sie zwangsläufig höhere Risiken akzeptieren. Die über Jahrzehnte erprobte Strategie, einen hohen Anteil ihres Vermögens in Staatsanleihen bester Bonität anzulegen, funktioniere so nicht mehr. Gleichwohl würden sich Anlegern weiterhin lukrative Möglichkeiten eröffnen. Wenn die Prognose zutreffe, wonach die Weltwirtschaft in den kommenden Monaten Fahrt aufnehme, würden insbesondere Aktienfondsengagements lukrative Gewinnmöglichkeiten versprechen.
Anleger, die mit Einmalbeträgen langfristig von der erwartet positiven Entwicklung würden profitieren wollen, sollten eine nach dem starken Kursanstieg der letzten Monaten gesunde Konsolidierung an den Märkten nutzen und sukzessive Fondsanteile an Aktienfonds erwerben. Hierbei würden sich die AL Trust-Aktienfonds als Basisinvestments empfehlen. (Ausgabe Mai 2013) (07.05.2013/alc/a/a)
So habe der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) bis Anfang Mai erneut zulegen können und im Zuge dessen ein neues Allzeithoch bei 147,20 Zählern markiert. Der im März etablierte Aufwärtstrend sei damit weiterhin intakt. Die zehnjährige Rendite deutscher Staatsanleihen sei inzwischen auf 1,22% gesunken. Die Zinsstrukturkurve habe sich verflacht, die Renditedifferenz zwischen zehn- und zweijährigen Bunds liege derzeit bei 120 Basispunkten. Aus markttechnischer Sicht bestehe ein erhebliches Risiko weiterer Renditerückgänge. Die Rendite zehnjähriger Langläufer könnte unter 1 Prozent zurückfallen.
Die Stimmungsindikatoren für die deutsche Wirtschaft hätten sich im letzten Monat erneut eingetrübt. Sowohl der ZEW-Index als auch das ifo-Geschäftsklima seien stärker gefallen als erwartet. Das ifo-Geschäftsklima habe nun den zweiten Rückgang in Folge hinnehmen müssen. Auch die Einkaufsmanagerindices würden eher Pessimismus verbreiten, mittlerweile würden beide Indices unter der Schwelle von 50 Punkten notieren. Die konjunkturelle Entwicklung dürfte noch einige Monate schwach bleiben. Positiv anzumerken bleibe, dass der Auftragseingang der Industrie den Rückgang zu Jahresanfang im Februar wieder habe ausgleichen können.
Auch in der Eurozone würden die Einkaufsmanagerindices weiterhin unter der Marke von 50 Punkten verharren, eine Erholung sei im abgelaufenen Monat ausgeblieben. Damit würden die Einkaufsmanagerindices bestenfalls eine weitere Stagnation in der Eurozone signalisieren. In den letzten Wochen seien die Renditen der Peripherie-Anleihen recht deutlich gesunken. Die Fundamentaldaten könnten diesen Renditerückgang aber nicht rechtfertigen. Die Haushaltsdefizite vieler Mitgliedsländer der Eurozone seien noch immer weit entfernt von einem tragbaren Niveau. In Griechenland habe das Haushaltsdefizit 2012 beispielsweise bei 10% gelegen, in Spanien bei 10,6% und in Frankreich bei 4,8%.
Ein Trend hin zu fallenden Renditen sei auch auf dem US-Bondmarkt zu sehen. Hier sei die Rendite zehnjähriger US-Treasuries im April von 1,85% auf 1,67% gefallen. Auch für die kommenden Wochen erwarte man weiterhin niedrige Renditen. Eine Trendumkehr sei generell nicht absehbar.
Im Gegensatz zu den Vormonaten hätten im April die meisten Konjunkturindikatoren für die US-Wirtschaft enttäuscht. Laut dem Arbeitsmarktbericht seien lediglich 88.000 neue Stellen geschaffen worden. Dies sei deutlich weniger gewesen als erwartet und auch weniger als in den Vormonaten. Auch die Einzelhandelsumsätze seien stärker gefallen als erwartet. Scheinbar würden die Verbraucher mit einer Verzögerung auf die im Januar in Kraft getretenen Steuererhöhungen reagieren. Der Auftragseingang für langlebige Güter sei deutlich rückläufig und habe ebenfalls die Erwartungen verfehlt. Der Immobilienmarkt entwickle sich weiterhin positiv, im März sei mit dem Bau so vieler Wohngebäude begonnen worden wie zuletzt im Jahr 2008. Trotz der schwächeren Konjunkturdaten dürfte die US-Wirtschaft dennoch weiterhin auf einem moderaten Expansionskurs sein.
Das historische Niedrigzinsumfeld stelle Investoren vor Herausforderungen. Um eine Rendite oberhalb der Inflationsrate zu erzielen, müssten sie zwangsläufig höhere Risiken akzeptieren. Die über Jahrzehnte erprobte Strategie, einen hohen Anteil ihres Vermögens in Staatsanleihen bester Bonität anzulegen, funktioniere so nicht mehr. Gleichwohl würden sich Anlegern weiterhin lukrative Möglichkeiten eröffnen. Wenn die Prognose zutreffe, wonach die Weltwirtschaft in den kommenden Monaten Fahrt aufnehme, würden insbesondere Aktienfondsengagements lukrative Gewinnmöglichkeiten versprechen.
Anleger, die mit Einmalbeträgen langfristig von der erwartet positiven Entwicklung würden profitieren wollen, sollten eine nach dem starken Kursanstieg der letzten Monaten gesunde Konsolidierung an den Märkten nutzen und sukzessive Fondsanteile an Aktienfonds erwerben. Hierbei würden sich die AL Trust-Aktienfonds als Basisinvestments empfehlen. (Ausgabe Mai 2013) (07.05.2013/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 126,0482 € | 125,1945 € | 0,8537 € | +0,68% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 132,00 € | 124,26 € | |
16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie


