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Bonds for future
11.12.19 13:30
Wolfgang Steubing AG
Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Das Thema Nachhaltigkeit spielte im Anleihenmarkt in den vergangenen Jahren keine große Rolle, so das Asset Management Team der Steubing AG.
Doch das ändere sich gerade. Auch das Anleihensegment werde immer grüner. ESG (Environmental, Social and Governance)-Kriterien haben und werden zukünftig stärker in die Auswahlsystematik der Investoren Einzug halten, so die Analysten der Wolfgang Steubing AG. Begonnen habe das schon vor dem Greta-Phänomen - aber erst jetzt werde dies in der breiten Öffentlichkeit bewusst wahrgenommen. Deutlich möchte man sich von Bertolt Brechts Dreigroschenoper distanzieren: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral."
Die EU habe in den letzten Jahren um verbindliche Regularien gerungen, die sicherstellen sollten, dass ESG eine größere Rolle bei den Investoren spiele, indem insbesondere Vorschriften für staatliche Anleger (z.B. staatliche Pensionsfonds und EU Zentralbanken), betriebliche, VAG-regulierte Altersvorsorgewerke und Versicherungen beschlossen würden - spätestens bis Mitte des Jahres 2020. Weiterhin würden Transparenz und Langfristigkeit von institutionellen Investoren eingefordert werden. Dazu würden z.B. die Berichterstattung über Klimarisiken in den einzelnen Anlagen der Portfolios oder die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in das Risikomanagement von Pensions- und Versicherungsgesellschaften gehören.
Das Nischenprodukt Nachhaltigkeitsanleihe werde zukünftig deutlich an Bedeutung gewinnen. Fondsgesellschaften haben und werden ihre Prozesse ESG-konform umgestalten müssen, so die Analysten der Wolfgang Steubing AG. Die Relevanz von ESG-Faktoren sei schon jetzt nachweisbar. Universitätsuntersuchungen würden relevante Korrelationen zwischen der Höhe des ESG-Scores und den Spreads von OECD Staatsanleihen nachweisen. Noch sei der finanzielle Einfluss von Governance Einflüssen höher als der von Umwelt und Soziales. Auch die DVFA Kommission Sustainable Investing bestätige in einer Umfrage unter Investment Professionals eine verstärkte Relevanz des Themas. Fast 60% der Befragten hätten angegeben, dass ihre Kunden verstärkt nach nachhaltigen Anlagen fragen würden. Annähernd die Hälfte der befragten Investment Professionals halte es für richtig, dass Finanzsystem so zu revolutionieren, dass privates Kapital in nachhaltiges Wachstum umgelenkt werde und das Finanzsystem so Teil der Lösung für umweltverträglichere und nachhaltigere Wirtschaft werde.
Die Analysten der Wolfgang Steubing AG stellen sich die Frage, ob wir nur über die großen Unternehmensanleihen sprechen oder es diese Entwicklung vielleicht auch bald im Segment der KMU-Anleihen gebe? Generell sei davon auszugehen, dass auch KMU-Anleihen in naher Zukunft versuchen würden ESG-konform zu emittieren. Neben der dokumentierten Nachhaltigkeit eines somit voraussichtlich erfolgreicheren Geschäftsmodells, befänden sich KMU-Anleihen auch im ständigen Wettbewerb um die Anleger. Es gebe viele KMU, die im Bereich von Green Energy, gegebenenfalls auch als Zulieferer, tätig seien. Nicht nur große Versicherungen, Pensionsfonds oder auch Staatsbanken, die aufgrund ihrer Bestimmungen nicht in Minibonds investieren dürften, sondern auch kleinere institutionelle Anleger und Privatinvestoren seien zunehmend sensibilisiert und möchten nachhaltig investieren - eben davon ausgehend, dass dies nicht ein höheres Verlustrisiko schaffe. (11.12.2019/alc/a/a)
Doch das ändere sich gerade. Auch das Anleihensegment werde immer grüner. ESG (Environmental, Social and Governance)-Kriterien haben und werden zukünftig stärker in die Auswahlsystematik der Investoren Einzug halten, so die Analysten der Wolfgang Steubing AG. Begonnen habe das schon vor dem Greta-Phänomen - aber erst jetzt werde dies in der breiten Öffentlichkeit bewusst wahrgenommen. Deutlich möchte man sich von Bertolt Brechts Dreigroschenoper distanzieren: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral."
Das Nischenprodukt Nachhaltigkeitsanleihe werde zukünftig deutlich an Bedeutung gewinnen. Fondsgesellschaften haben und werden ihre Prozesse ESG-konform umgestalten müssen, so die Analysten der Wolfgang Steubing AG. Die Relevanz von ESG-Faktoren sei schon jetzt nachweisbar. Universitätsuntersuchungen würden relevante Korrelationen zwischen der Höhe des ESG-Scores und den Spreads von OECD Staatsanleihen nachweisen. Noch sei der finanzielle Einfluss von Governance Einflüssen höher als der von Umwelt und Soziales. Auch die DVFA Kommission Sustainable Investing bestätige in einer Umfrage unter Investment Professionals eine verstärkte Relevanz des Themas. Fast 60% der Befragten hätten angegeben, dass ihre Kunden verstärkt nach nachhaltigen Anlagen fragen würden. Annähernd die Hälfte der befragten Investment Professionals halte es für richtig, dass Finanzsystem so zu revolutionieren, dass privates Kapital in nachhaltiges Wachstum umgelenkt werde und das Finanzsystem so Teil der Lösung für umweltverträglichere und nachhaltigere Wirtschaft werde.
Die Analysten der Wolfgang Steubing AG stellen sich die Frage, ob wir nur über die großen Unternehmensanleihen sprechen oder es diese Entwicklung vielleicht auch bald im Segment der KMU-Anleihen gebe? Generell sei davon auszugehen, dass auch KMU-Anleihen in naher Zukunft versuchen würden ESG-konform zu emittieren. Neben der dokumentierten Nachhaltigkeit eines somit voraussichtlich erfolgreicheren Geschäftsmodells, befänden sich KMU-Anleihen auch im ständigen Wettbewerb um die Anleger. Es gebe viele KMU, die im Bereich von Green Energy, gegebenenfalls auch als Zulieferer, tätig seien. Nicht nur große Versicherungen, Pensionsfonds oder auch Staatsbanken, die aufgrund ihrer Bestimmungen nicht in Minibonds investieren dürften, sondern auch kleinere institutionelle Anleger und Privatinvestoren seien zunehmend sensibilisiert und möchten nachhaltig investieren - eben davon ausgehend, dass dies nicht ein höheres Verlustrisiko schaffe. (11.12.2019/alc/a/a)


