BoE belässt die Leitzinsen und das Kaufprogramm für Vermögenswerte unverändert


12.05.17 08:15
State Street Global Advisors

Boston (www.anleihencheck.de) - Wie von den Marktteilnehmern erwartet, beließ die Bank of England sowohl die Leitzinsen als auch ihr Kaufprogramm für Vermögenswerte unverändert, so Alan Wilson, Senior Investment Manager - Active Fixed Income bei State Street Global Advisors.

Trotz wachsender Marktspekulationen, dass Michael Saunders als zweites Komitee-Mitglied für eine Anhebung der Zinsen stimmen könnte, sei Kristin Forbes die einzige Dissidentin geblieben. Auch wenn der Einfluss von Forbes wegen ihres bevorstehenden Ausscheidens sicherlich geringer sei, würden die Inflationssorgen innerhalb des Monetary Policy Committee in Anbetracht der sturen Signalisierung im Sitzungsprotokoll und der Aufwärtskorrektur der kurzfristigen Inflationsprognosen im Quartalsinflationsbericht zuzunehmen scheinen.

Michael Saunders Stimme weise jedoch darauf hin, dass die Stimmung im Monetary Policy Committee in Richtung geldpolitische Straffung umschlage. Seit dem britischen Referendum im vergangenen Jahr sehe sich die Bank of England mit den gegensätzlichen Kräften einer starken Binnenwirtschaft, einem steigenden Inflationsdruck und einer möglichen Konjunkturabschwächung wegen des Brexits konfrontiert.

Aufgrund dieser Perspektive habe das Monetary Policy Committee bislang insgesamt eine neutrale Haltung eingenommen und sowohl geldpolitische Lockerungs- als auch Straffungsmaßnahmen signalisiert, während es auf belastbare Hinweise einer Konjunkturverlangsamung warte. Zuletzt habe das Komitee Signale in Richtung geldpolitische Straffung gegeben, um die Marktteilnehmer zu drängen, den Inflationsdruck selbst einzudämmen, ohne dass die Bank of England tätig werden müsse.

Diese Signale seien von den Marktteilnehmern jedoch vollständig ignoriert worden. Gegenwärtig werde am Markt nahezu keine Zinserhöhung in den nächsten zwölf Monaten eingepreist. Deshalb habe sich das Komitee heute zum Handeln gezwungen gesehen - angesichts der prekären Aussichten für die Binnenwirtschaft dürfe es die Bank of England nicht zulassen, dass sich die Inflation verfestige. (Ausgabe vom 11.05.2017) (12.05.2017/alc/a/a)





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