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Bankprognosen: Wo stehen die Zinsen Ende 2015?


20.01.15 14:54
FONDS professionell

Wien (www.anleihencheck.de) - Im Durchschnitt erwarten führende Finanzinstitute Ende 2015 bei US-Staatsanleihen einen Anstieg auf drei und bei deutschen Papieren einen Rückgang auf ein Prozent, so die Experten von "FONDS professionell".

Wer sich die Frage stelle, in welche Richtung die Märkte gehen würden, müsse sich die Frage stellen, in welche Richtung das Kapital voraussichtlich fließen werde, denn das folge mehr oder weniger linear den Ertragsmöglichkeiten. Dabei stünden nicht die tatsächlichen Erträge im Vordergrund, denn die seien Geschichte, sondern vielmehr die von den Marktteilnehmern erwarteten Erträge. In diesem Licht werde die jüngste Dollar-Aufwertung leicht nachvollziehbar, denn die führenden Geldinstitute würden davon ausgehen, dass sich die Renditeschere zwischen US- und Euro-Anleihen in den kommenden zwölf Monaten deutlich öffnen werde.

Recherchen der FAZ bei zwei Dutzend führenden Banken und Finanzinstituten hätten die Bandbreite dieser Erwartungen erfasst, sie reiche von einer Zinsdifferenz von 1,50 Prozentpunkten zwischen deutschen und amerikanischen zehnjährigen Staatsanleihen bis zu zwei Prozentpunkten, wobei die absoluten Renditen keineswegs von allen gleich hoch eingeschätzt würden. Bezüglich der US-Dollar-/Euro-Wechselkursentwicklung lehne sich niemand wirklich raus, die Bandbreite sei mit 1,14 bis 1,20 US-Dollar pro Euro äußerst eng. (20.01.2015/alc/a/a)