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Bank of Japan macht Ernst
22.12.25 12:48
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Die Bank of Japan (BoJ) lässt auf Worte Taten folgen, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Dies bedeute: Die Währungshüter hätten heute den Leitzins angehoben - und zwar um 25 Basispunkte auf nun 0,75 Prozent. Damit weise der japanische Schlüsselzins jetzt das höchste Niveau seit 1995 auf. Gut möglich daher, dass sich die jahrelange Yen-Abwertung nun dem Ende neige, zumal die BoJ bereits weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt habe. Fakt sei: Der Yen weise in diesem Jahr unter den sieben wichtigsten Währungen des globalen Devisenmarkts die schwächste Wertentwicklung auf. Belastend hätten unter anderem die weitreichenden Ankündigungen höherer Staatsausgaben durch Japans neue Premierministerin Sanae Takaichi gewirkt. Hintergrund sei eine seit Jahren über dem Zielwert liegende Inflation: Im traditionell preisstabilen Japan habe die Teuerungsrate im Oktober bei 3,0 Prozent gelegen. Der schwache Yen habe sich dabei zunehmend als Problem erwiesen, da er über teurere Importe den Inflationsdruck erhöhe.
Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik
Notenbankchef Kazuo Ueda habe den Zinsschritt bereits angekündigt, zuletzt gestützt durch einen Bericht, der für 2026 spürbare Lohnsteigerungen prognostiziere. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen sei mit 1,97 Prozent bereits auf den höchsten Stand seit mehr als 18 Jahren gestiegen. Die höhere Verzinsung mache Yen-Anleihen attraktiver und könnte damit der Nippon-Währung Auftrieb verleihen. Zudem könnte das Finanzministerium durch Dollarverkäufe unterstützend eingreifen. (Ausgabe vom 19.12.2025) (22.12.2025/alc/a/a)
Dies bedeute: Die Währungshüter hätten heute den Leitzins angehoben - und zwar um 25 Basispunkte auf nun 0,75 Prozent. Damit weise der japanische Schlüsselzins jetzt das höchste Niveau seit 1995 auf. Gut möglich daher, dass sich die jahrelange Yen-Abwertung nun dem Ende neige, zumal die BoJ bereits weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt habe. Fakt sei: Der Yen weise in diesem Jahr unter den sieben wichtigsten Währungen des globalen Devisenmarkts die schwächste Wertentwicklung auf. Belastend hätten unter anderem die weitreichenden Ankündigungen höherer Staatsausgaben durch Japans neue Premierministerin Sanae Takaichi gewirkt. Hintergrund sei eine seit Jahren über dem Zielwert liegende Inflation: Im traditionell preisstabilen Japan habe die Teuerungsrate im Oktober bei 3,0 Prozent gelegen. Der schwache Yen habe sich dabei zunehmend als Problem erwiesen, da er über teurere Importe den Inflationsdruck erhöhe.
Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik
Notenbankchef Kazuo Ueda habe den Zinsschritt bereits angekündigt, zuletzt gestützt durch einen Bericht, der für 2026 spürbare Lohnsteigerungen prognostiziere. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen sei mit 1,97 Prozent bereits auf den höchsten Stand seit mehr als 18 Jahren gestiegen. Die höhere Verzinsung mache Yen-Anleihen attraktiver und könnte damit der Nippon-Währung Auftrieb verleihen. Zudem könnte das Finanzministerium durch Dollarverkäufe unterstützend eingreifen. (Ausgabe vom 19.12.2025) (22.12.2025/alc/a/a)


