Erweiterte Funktionen

Bank of Japan hat Reduzierung des Anleihekaufprogramms im März angedeutet


01.03.19 11:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In Japan zeigt sich die Wirtschaft derzeit schwach, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Jüngste Zahlen zur japanischen Industrieproduktion für Januar seien enttäuschend ausgefallen, obwohl die zuvor veröffentlichten Daten der gefallenen Exporte bereits einen Rückgang angedeutet hätten. Denn die Industrieproduktion sei um 3,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken, erwartet worden sei jedoch lediglich ein Rückgang von 2,5 Prozent. Der Negativtrend der letzten zwei Monate setze sich damit fort. Eine mögliche Erklärung könnte die geringere chinesische Nachfrage aufgrund des dortigen Neujahrsfestes sein. Allerdings hätten die zeitgleich veröffentlichten Einzelhandelsdaten Japans ebenfalls unter den Erwartungen gelegen. Sei mit einem Rückgang im Einzelhandelsumsatz für Januar von 0,8 Prozent gerechnet worden, habe die Abschwächung mit 2,3 Prozent deutlich darunter gelegen. Insbesondere bei Gütern wie Autos und Kleidung hätten sich die japanischen Konsumenten zurückhaltender gezeigt.

Die Bank of Japan habe zuletzt die Schwäche des Yens genutzt und eine Reduzierung des Anleihekaufprogramms im März angedeutet. Notenbankchef Kuroda habe aber zugleich letzte Woche angekündigt, dass die Zentralbank einer weiteren Yen-Aufwertung entgegentreten werde, falls dadurch Risiken für die Konjunktur entstünden. Der Yen habe gestern im Tagesverlauf um rund 0,5 Prozent gegenüber dem Euro nachgegeben. Momentan spreche die deutliche Haltung Kurodas gegen eine starke Aufwertung des Yens. (01.03.2019/alc/a/a)