Erweiterte Funktionen
Bank of Japan als Lokomotive geldpolitischer Expansion
10.11.14 10:37
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - AXA Investment Managers veröffentlicht ein Zitat zum geldpolitischen Kurs der japanischen Notenbank:
"Die Bank of Japan ist auf dem Weg, den größten Teil der japanischen Staatsanleihen zu besitzen. Ihre Bilanzsumme dürfte bald so groß sein wie die gesamte japanische Wirtschaft. Möglicherweise muss sie noch lange Zeit Geld drucken - es sei denn, es kommt zu nachhaltiger Inflation und einem realen Wachstum, das stark genug ist, die finanziellen Überschüsse des privaten Sektors sinken zu lassen", sage Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers.
Die FED habe das Ende des Quantitative Easing beschlossen: Nach sechs Jahren habe die US-amerikanische Notenbank Ende Oktober verkündet, künftig keine Anleihen mehr aufzukaufen. Anderswo auf der Welt dürfte die expansive Geldpolitik dagegen weitergehen, erkläre Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers: "Es war ein glücklicher Zeitpunkt - während eine Quelle von Zentralbankliquidität austrocknete, begann eine andere stärker zu fließen."
Die Bank of Japan habe nämlich ihr Ziel für das Wachstum ihrer Bilanzsumme auf 80 Billionen JPY pro Jahr (rund 560 Milliarden EUR) erhöht. "Damit könnte die Bilanzsumme innerhalb des nächsten Jahres um etwa 80 Prozent des Bruttoinlandsproduktes wachsen", erläutere Iggo. Um dies zu erreichen, werde die Notenbank das Volumen ihrer Staatsanleihenkäufe erhöhen und darüber hinaus auch andere Assets wie REITs in ihr Kaufprogramm aufnehmen.
Der Schritt der Bank of Japan habe kurzfristig zu einem Absinken der Rendite 30-jähriger japanischer Staatsanleihen um 30 Basispunkte geführt. Zudem habe der JPY gegenüber dem USD 2,5 Prozent an Wert eingebüßt. Doch auch die längerfristigen Folgen seien beachtenswert, so Iggo: "Die Bank of Japan drängt private Investoren zunehmend aus dem Staatsanleihenmarkt heraus - und zwingt sie so, entweder negative reale Renditen zu akzeptieren, oder auf Aktien sowie ausländische Papiere auszuweichen."
Japanische Investoren könnten sich Iggo zufolge zum Beispiel stärker europäischen Investmentgrade-Unternehmensanleihen oder US-Staatsanleihen zuwenden. Beide Anlageklassen böten deutlich höhere Renditen als japanische Anleihen. Auch britische Unternehmensanleihen könnten eine Option sein. "In jedem Fall dürften die resultierenden Mittelflüsse hoch sein - dafür spricht neben den niedrigen Renditen in Japan auch die Tatsache, dass Finanzinstitute auf höhere Renditen auf ihr Kapital angewiesen sind." (10.11.2014/alc/a/a)
"Die Bank of Japan ist auf dem Weg, den größten Teil der japanischen Staatsanleihen zu besitzen. Ihre Bilanzsumme dürfte bald so groß sein wie die gesamte japanische Wirtschaft. Möglicherweise muss sie noch lange Zeit Geld drucken - es sei denn, es kommt zu nachhaltiger Inflation und einem realen Wachstum, das stark genug ist, die finanziellen Überschüsse des privaten Sektors sinken zu lassen", sage Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers.
Die Bank of Japan habe nämlich ihr Ziel für das Wachstum ihrer Bilanzsumme auf 80 Billionen JPY pro Jahr (rund 560 Milliarden EUR) erhöht. "Damit könnte die Bilanzsumme innerhalb des nächsten Jahres um etwa 80 Prozent des Bruttoinlandsproduktes wachsen", erläutere Iggo. Um dies zu erreichen, werde die Notenbank das Volumen ihrer Staatsanleihenkäufe erhöhen und darüber hinaus auch andere Assets wie REITs in ihr Kaufprogramm aufnehmen.
Der Schritt der Bank of Japan habe kurzfristig zu einem Absinken der Rendite 30-jähriger japanischer Staatsanleihen um 30 Basispunkte geführt. Zudem habe der JPY gegenüber dem USD 2,5 Prozent an Wert eingebüßt. Doch auch die längerfristigen Folgen seien beachtenswert, so Iggo: "Die Bank of Japan drängt private Investoren zunehmend aus dem Staatsanleihenmarkt heraus - und zwingt sie so, entweder negative reale Renditen zu akzeptieren, oder auf Aktien sowie ausländische Papiere auszuweichen."
Japanische Investoren könnten sich Iggo zufolge zum Beispiel stärker europäischen Investmentgrade-Unternehmensanleihen oder US-Staatsanleihen zuwenden. Beide Anlageklassen böten deutlich höhere Renditen als japanische Anleihen. Auch britische Unternehmensanleihen könnten eine Option sein. "In jedem Fall dürften die resultierenden Mittelflüsse hoch sein - dafür spricht neben den niedrigen Renditen in Japan auch die Tatsache, dass Finanzinstitute auf höhere Renditen auf ihr Kapital angewiesen sind." (10.11.2014/alc/a/a)


