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Bank of England vermutlich vor weiterem Zinsschritt
18.07.25 11:00
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Anfang Juli ließen Sorgen hinsichtlich der Bereitschaft der britischen Regierung, den geplanten Konsolidierungskurs der öffentlichen Finanzen einzuhalten, die Renditen britischer Staatsanleihen in die Höhe schnellen, so die Analysten von Postbank Research.
Zugleich habe das Pfund Sterling spürbar nachgegeben, was Erinnerungen an die "Mini Budget"-Krise aus dem Jahr 2022 geweckt habe.
Zudem hätten schwächer als erwartete Wachstumsdaten das Pfund belastet. Die Wirtschaft sei im Mai um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat geschrumpft, nach einem Rückgang im April um 0,3 Prozent. Nach dem Schwinden von zoll- und steuerbedingten Vorzieheffekten zeichne sich damit für das erste Halbjahr zunehmend eine Stagnation ab.
Im Juni würden Frühindikatoren einen anhaltenden Rückgang der Industrieproduktion und einen breit angelegten Beschäftigungsabbau in der Privatwirtschaft zeigen.
Die Gesamt- und Kerninflation hätten sich im Juni unerwartet um je 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat auf 3,6 bzw. 3,7 Prozent erhöht.
Setze sich die Abkühlung des Arbeitsmarktes fort, könnte die Bank of England möglicherweise schon auf der nächsten Sitzung am 7. August die Konjunktur mit einer Zinssenkung von 4,25 auf 4,00 Prozent stützen. Bis Mitte 2026 würden die Terminmärkte insgesamt drei solcher Schritte einpreisen.
Vor diesem Hintergrund könnte das britische Pfund zum Euro bis Ende Dezember weiter leicht in Richtung EUR/GBP 0,87 abwerten. (Währungsbulletin August 2025) (18.07.2025/alc/a/a)
Zugleich habe das Pfund Sterling spürbar nachgegeben, was Erinnerungen an die "Mini Budget"-Krise aus dem Jahr 2022 geweckt habe.
Zudem hätten schwächer als erwartete Wachstumsdaten das Pfund belastet. Die Wirtschaft sei im Mai um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat geschrumpft, nach einem Rückgang im April um 0,3 Prozent. Nach dem Schwinden von zoll- und steuerbedingten Vorzieheffekten zeichne sich damit für das erste Halbjahr zunehmend eine Stagnation ab.
Die Gesamt- und Kerninflation hätten sich im Juni unerwartet um je 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat auf 3,6 bzw. 3,7 Prozent erhöht.
Setze sich die Abkühlung des Arbeitsmarktes fort, könnte die Bank of England möglicherweise schon auf der nächsten Sitzung am 7. August die Konjunktur mit einer Zinssenkung von 4,25 auf 4,00 Prozent stützen. Bis Mitte 2026 würden die Terminmärkte insgesamt drei solcher Schritte einpreisen.
Vor diesem Hintergrund könnte das britische Pfund zum Euro bis Ende Dezember weiter leicht in Richtung EUR/GBP 0,87 abwerten. (Währungsbulletin August 2025) (18.07.2025/alc/a/a)


