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Bank of England spielt die zweite Geige


21.03.19 11:30
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Eigentlich hatte man sich in den letzten Jahren daran gewöhnt, dass die Zentralbanken mit ihren unorthodoxen Maßnahmen für die Renten- und Devisenmärkte die erste Geige spielen, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Die "Old Lady from Threadneedle Street" müsse sich mit Blick auf die anhaltende Brexit-Saga allerdings hinter dem britischen Parlament einreihen. Der Arbeitsmarkt würde eigentlich für eine Leitzinsanhebung während der heutigen Sitzung sprechen (aktuell 0,75 Prozent). Die Arbeitslosenquote sei mit 3,9 Prozent so niedrig wie seit Mitte der 70er Jahre nicht mehr, gleichzeitig stehe die Zahl der Beschäftigten auf einem Allzeithoch. Die Unternehmen würden zunehmend nach Personal suchen, was die Löhne zuletzt um 3,4 Prozent pro Jahr habe ansteigen lassen. Das Wie und Wann des EU-Austritts sei aber noch immer ungeklärt. Bis dahin werde die Bank of England (BoE) ihre Geldpolitik wohl kaum ändern und das Britische Pfund werde weiterhin stärker auf Worte von Theresa May als auf BoEGouverneur Mark Carney "hören". (21.03.2019/alc/a/a)