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Bank of England: Geldpolitische Ausrichtung soll sich mit Blick auf den Leitzins nicht ändern
10.10.13 15:17
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Geldpolitik der Bank of England wird auch weiterhin mit sehr ruhiger Hand gesteuert, so die Analysten der Nord LB.
Das neunköpfige Gremium um Mark Carney habe auch diesen Monat alles beim Alten belassen. Sowohl die Bank Rate als wichtigster Zins Großbritanniens als auch die quantitative Lockerung würden unverändert bei 0,50% bzw. GBP 375 Mrd. bleiben.
Das Treffen der Notenbanker habe im Oktober ausnahmsweise bereits am Dienstag begonnen und aufgrund des engen Terminkalenders des Governors schon gestern geendet. Aus den "heiligen Hallen" in der Threadneedle Street sei aber nichts vorzeitig herausgedrungen, die erwarteten Ergebnisse seien bis vor wenigen Minuten unter Verschluss gehalten worden. Mark Carney befinde sich bereits auf Dienstreise in den USA.
Die ersten 100 Tage (01.07. bis 08.10.) des "George Clooney der Geldpolitik" (Huffington Post) seien sicher nicht einfach gewesen. In diesem Zeitraum habe er nicht nur das Monetary Policy Committee einstimmig hinter sich versammelt, sondern auch die sog. Forward Guidance implementiert. Zudem gelte es, die Kreditvergabe anzukurbeln, indem Liquiditätsvorschriften für jene Banken aufgelockert würden, die erforderliche Kapitalerfordernisse vollumfänglich erfüllen würden. Von seinem Vorgänger Mervyn King unterscheide er sich nicht nur optisch, sondern auch durch die Wahl des Transportmittels: Er nutze auch mal die U-Bahn.
Aktuell ernte Carney Wirtschaftswachstum, das er nicht gesät habe. Wenngleich die britische Volkswirtschaft noch hinter ihrem Vorkrisenniveau hinterherhinke, gesunde der britische Patient doch zusehends. Die Bedingung bzw. das Versprechen, dass der Leitzins nicht steigen werde, solange sich Arbeitsmarkt, Haushaltseinkommen und private Konsumausgaben nicht mit einem nachhaltigen Tempo erholen würden, seien aber noch in weiter Ferne.
Weniger problematisch als zuletzt stelle sich am aktuellen Rand auch die Refinanzierung der Staatsschulden dar. Der zwischenzeitlich nicht aufhörende Zinsanstieg scheine gestoppt. GILTs mit zehnjähriger Restlaufzeit hätten in der Spitze über 3% rentiert. Ausgehend vom Zwei-Jahres-Hoch liege die Rendite 10Y Gilts nunmehr 30 Basispunkte niedriger.
Bei den großen westlichen Zentralbanken sei derzeit zudem viel im Wandel: Mark Carney habe den Chefposten bei der Bank of Canada geräumt und "regiert" nun aus London, sein vakanter Posten in Ottawa sei nachbesetzt worden und für Januar 2014 stehe Janet Yellen als Nachfolgerin von Ben Bernanke in den Startlöchern. Dann sei Mario Draghi der "alte Hase" unter den Mächtigen. Zudem wünsche sich Mark Carney von Schatzkanzler George Osborne als nächste zu besetzende Stelle in seinem Gremium ein weibliches Mitglied.
Aus London nichts Neues - wie zu erwarten gewesen sei. Denn mit der erst im August beschlossenen Forward Guidance solle sich die geldpolitische Ausrichtung der Bank of England bis Ende 2016 mit Blick auf den Leitzins nicht ändern. Positiv hervorzuheben sei, dass der britische Patient weiter gesunde. Die Nachhaltigkeit des Wirtschaftswachstums müsse sich aber erst noch beweisen. Derzeit ernte Mark Carney jedoch, was nicht er gesät habe. Dennoch seien seine ersten 100 Amtstage als "bewegt" zu bezeichnen. Der George Clooney der Geldpolitik habe noch viele Rollen anzunehmen! (10.10.2013/alc/a/a)
Das neunköpfige Gremium um Mark Carney habe auch diesen Monat alles beim Alten belassen. Sowohl die Bank Rate als wichtigster Zins Großbritanniens als auch die quantitative Lockerung würden unverändert bei 0,50% bzw. GBP 375 Mrd. bleiben.
Das Treffen der Notenbanker habe im Oktober ausnahmsweise bereits am Dienstag begonnen und aufgrund des engen Terminkalenders des Governors schon gestern geendet. Aus den "heiligen Hallen" in der Threadneedle Street sei aber nichts vorzeitig herausgedrungen, die erwarteten Ergebnisse seien bis vor wenigen Minuten unter Verschluss gehalten worden. Mark Carney befinde sich bereits auf Dienstreise in den USA.
Aktuell ernte Carney Wirtschaftswachstum, das er nicht gesät habe. Wenngleich die britische Volkswirtschaft noch hinter ihrem Vorkrisenniveau hinterherhinke, gesunde der britische Patient doch zusehends. Die Bedingung bzw. das Versprechen, dass der Leitzins nicht steigen werde, solange sich Arbeitsmarkt, Haushaltseinkommen und private Konsumausgaben nicht mit einem nachhaltigen Tempo erholen würden, seien aber noch in weiter Ferne.
Weniger problematisch als zuletzt stelle sich am aktuellen Rand auch die Refinanzierung der Staatsschulden dar. Der zwischenzeitlich nicht aufhörende Zinsanstieg scheine gestoppt. GILTs mit zehnjähriger Restlaufzeit hätten in der Spitze über 3% rentiert. Ausgehend vom Zwei-Jahres-Hoch liege die Rendite 10Y Gilts nunmehr 30 Basispunkte niedriger.
Bei den großen westlichen Zentralbanken sei derzeit zudem viel im Wandel: Mark Carney habe den Chefposten bei der Bank of Canada geräumt und "regiert" nun aus London, sein vakanter Posten in Ottawa sei nachbesetzt worden und für Januar 2014 stehe Janet Yellen als Nachfolgerin von Ben Bernanke in den Startlöchern. Dann sei Mario Draghi der "alte Hase" unter den Mächtigen. Zudem wünsche sich Mark Carney von Schatzkanzler George Osborne als nächste zu besetzende Stelle in seinem Gremium ein weibliches Mitglied.
Aus London nichts Neues - wie zu erwarten gewesen sei. Denn mit der erst im August beschlossenen Forward Guidance solle sich die geldpolitische Ausrichtung der Bank of England bis Ende 2016 mit Blick auf den Leitzins nicht ändern. Positiv hervorzuheben sei, dass der britische Patient weiter gesunde. Die Nachhaltigkeit des Wirtschaftswachstums müsse sich aber erst noch beweisen. Derzeit ernte Mark Carney jedoch, was nicht er gesät habe. Dennoch seien seine ersten 100 Amtstage als "bewegt" zu bezeichnen. Der George Clooney der Geldpolitik habe noch viele Rollen anzunehmen! (10.10.2013/alc/a/a)
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